Test AOC 27V2Q – Günstiger Allrounder im Flat-Design
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Overdrive 60 Hz

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 16,4 ms und den schnellsten Grauwechsel ebenfalls mit 16,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 24,3 ms. Der CtC-Wert wird mit 22 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist völlig neutral. Aufgrund des recht hohen CtC-Wertes sind das Abschalten des Overdrives bzw. die Werkseinstellung aber auch für normale Anwendungen eher nicht zu empfehlen.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Mittel“

In der Mittelstellung kann der Overdrive bei 60 Hz die Schaltzeiten schon sichtbar verkürzen. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 11,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt flotte 14,5 ms. Der CtC-Wert konnte sich ebenfalls sehr deutlich auf 10,4 ms verbessern.

In der Mittelstellung sind Überschwinger weiterhin kaum vorhanden. Für normales Arbeiten daher eine gute Wahl. Solange der Overdrive aktiv ist, stellen kritische Farbübergänge für den AOC-Bildschirm keine Hürde dar. Auch bewegte Farbkanten werden scharf abgebildet.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Normal“): flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Normal“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Stark“

In der höchsten Stellung „Stark“ bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 15,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 10,4 ms. Der CtC-Wert legt ebenfalls nochmals zu und verbessert sich auf 6 ms.

Überschwinger und Doppelkonturen halten sich noch in Grenzen, sodass auch die höchste Overdrive-Einstellung durchaus nutzbar ist.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Stark“): schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Stark“): schnelle Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Stark“): akzeptable Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Stark“): akzeptable Überschwinger

Overdrive 75 Hz

75 Hz, Overdrive „Aus“

Bei 75 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 16 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 15,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 22,2 ms, und der CtC-Wert wird mit 21,6 ms ermittelt.

Die schnellere Bildwiederholrate bringt hier zumindest leichte Verbesserungen.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Mittel“

In der Werkseinstellung „Normal“ bei 75 Hz werden die Schaltzeiten wieder deutlich verkürzt, ohne merkliche Überschwinger zu produzieren. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 9,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt flotte 13,1 ms. Den CtC-Wert ermitteln wir mit 9,6 ms.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Normal“): schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Normal“): schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Normal“): minimale Überschwinger

75 Hz, Overdrive „Stark“

In der höchsten Stellung „Stark“ bei 75 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 9,6 ms. Der CtC-Wert liegt gleichauf mit der 60-Hz-Wiedergabe bei 6 ms.

Im Vergleich zu 60 Hz fallen hier die Überschwinger noch geringer aus. Die Empfehlung liegt daher auf der Hand. Die 75-Hz-Wiedergabe empfiehlt sich in jedem Fall. Für normales Arbeiten ist die Overdrive-Mittelstellung eine gute Wahl für die beste Bildqualität. Zum Spielen verbessert die höchste Einstellung die Reaktionszeiten nochmals, ohne die Bildqualität übermäßig zu beeinträchtigen.

Diagramm 75 Hz (Overdrive „Stark“): schnelle Schaltzeiten
75 Hz (Overdrive „Stark“): schnelle Schaltzeiten
Diagramm 75 Hz (Overdrive „Stark“): akzeptable Überschwinger
75 Hz (Overdrive „Stark“): akzeptable Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Aus"
75 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Mittel"
60 Hz, Overdrive „Mittel“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Mittel"
75 Hz, Overdrive „Mittel“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Stark"
60 Hz, Overdrive „Stark“
Diagramm: 75 Hz, Overdrive "Stark"
75 Hz, Overdrive „Stark“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

In der höchsten Overdrive-Stufe kann der AOC 27V2Q vor allem bei 75 Hz mit richtig guten Reaktionszeiten glänzen, ohne dass man dabei allzu große Einbußen bei der Bildqualität befürchten muss. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,8 ms absolut spieletauglich.

Leider fällt die Signalverzögerung mit 27,3 ms bei 60 Hz doch sehr groß aus. Bei 75 Hz lässt sie sich aber zumindest auf 19,6 ms reduzieren. Insgesamt beträgt die Latenzzeit 24,4 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des AOC 27V2Q arbeitet mit W-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die Reaktionszeiten des AOC 27V2Q liegen auch auf der schnellsten Stufe sicher nicht in einem Bereich von einem Profi-Gaming-Monitor. Dabei ist es vor allem der Input-Lag, bei dem noch Wünsche offenbleiben. Bewegungsartefakte sind uns im subjektiven Test dagegen kaum aufgefallen.

Die Reaktionszeiten sind ebenfalls ziemlich gut. Das macht den AOC 27V2Q zu einem ordentlichen Allround-Monitor, der Gelegenheitsspieler sicherlich zufriedenstellen dürfte. Wir empfehlen hier aber auf jeden Fall den Betrieb bei 75 Hz.

Sound

Eigene Lautsprecher hat der AOC 27V2Q nicht. Tonsignale können über DP und HDMI entgegengenommen und über einen Kopfhörerausgang ausgegeben werden.

2 KOMMENTARE

  1. Wäre dies auch ein guter Monitor für das Digitalisieren und Bearbeiten von S/W Kleinbildnegativen oder reichen die verfügbaren Graustufen nicht

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