Test AOC 27V2Q – Günstiger Allrounder im Flat-Design
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Bildqualität

Abgesehen von der Zierleiste unten in Klavierlack-Optik sind der Panel-Rahmen und das Display selbst gut und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 90
Kontrast: 50
Gamma: Gamma1
Farbtemperatur: Warm
RGB: k. A.
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: k. A.
Schärfe: k. A.
Reaktionszeit: Aus

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graustufen wirken für sich genommen beim AOC 27V2Q neutral, wenn auch etwas warm. Bei Betrachtung des Verlaufs der Stufen sind sie aber nicht besonders stimmig. Das gilt vor allem im oberen Helligkeitsbereich. Die hellsten Stufen sind vollständig zu erkennen, die dunkelsten bis einschließlich Stufe 3.

Graustufendatstellung des Panels vom AOC 27V2Q
Graustufen

Die Blickwinkelabhängigkeit ist bei den Graustufen eher mäßig. Bei extremeren Blickwinkeln werden die hellsten und dunkelsten Stufen abgeschnitten, sodass hier Zeichnung verloren geht.

Feine Grauverläufe werden ordentlich dargestellt und wirken relativ fließend. Auffällig ist aber die harte Trennung zu Weiß. Farbschimmer konnten wir keine beobachten.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des Panels bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des Panels bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Frontal und mittig betrachtet macht der Schwarzwert des AOC 27V2Q einen recht guten Eindruck. Aufhellungen sind vor allem in den Ecken auf der linken Seite zu sehen. Sie sind zwar nicht rein blickwinkelbedingt, halten sich aber gut in Grenzen. Bei Office- und Unterhaltungs-Anwendungen stören sie kaum.

Weicht man deutlich von der mittigen Sitzposition ab, hellt sich das Schwarzbild, wie bei IPS-Panels üblich, insgesamt sehr deutlich auf.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des AOC 27V2Q
Helligkeits- und Kontrastverlauf des AOC 27V2Q

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 231 cd/m². Das liegt knapp unter der Herstellerangabe von 250 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 50 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf 225 cd/m². Die Minimalhelligkeit messen wir mit 49 cd/m². Das Gerät hat damit in normalen Anwendungsszenarien bei der Helligkeit genügend Spielraum.

Das Kontrastverhältnis des IPS-W-LED-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 892:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild
Helligkeitsverteilung beim weißen Testbild
Farbhomogenität beim weißen Testbild
Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 6,92 % und einem Maximalwert von 14,07 % zufriedenstellend. Das Gleiche gilt für die Farbhomogenität. Die Maximalabweichung beträgt am Rand rechts oben 3,73 Delta C.

Auch mit freiem Auge sind sowohl bei der Farbtemperatur als auch bei der Helligkeitsverteilung bei genauem Hinsehen Ungleichmäßigkeiten zu erkennen. Angesichts der Preisklasse ist die Bildhomogenität aber bemerkenswert gut.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des AOC 27V2Q
Coating des AOC 27V2Q
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der AOC 27V2Q besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. AOC verwendet beim 27V2Q ein IPS-Panel mit White-LED-Hintergrundbeleuchtung.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom Panel des AOC 27V2Q
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität ist erwartungsgemäß auch bei extremeren Blickwinkeln vor allem bei den Farben recht gut. Auffällig sind beim Probanden aber der sehr deutliche Helligkeits- und Kontrastverlust. Die Blickwinkelneutralität ist daher zwar insgesamt gut, aber für ein IPS-Panel unterdurchschnittlich.

2 KOMMENTARE

  1. Wäre dies auch ein guter Monitor für das Digitalisieren und Bearbeiten von S/W Kleinbildnegativen oder reichen die verfügbaren Graustufen nicht

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