Test ASUS PG27AQN: 1440p-Monitor mit 360 Hz rockt
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Erstes 27 Zoll großes Gaming-Display, das bei einer WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 eine Bildaktualisierungsrate von 360 Hz ermöglicht

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Modus: Rennmodus (Werkseinstellung)

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 42, Kontrast 50, Farbtemperatur 6500 K und Gamma 2.2.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Der ASUS PG27AQN ist ab Werk schön neutral abgestimmt. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,66 und einer Range von 1,07 wird in beiden Fällen eine gute Beurteilung erreicht. Mit 6700 K ist die Farbtemperatur nur unerheblich kälter als D65. Auch die Gammakurve zeigt sich mit einem mittleren Gamma von 2,25 sehr ordentlich.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Der sRGB-Modus ist unter den GameVisual-Modi zu finden. Leider ist die Helligkeitseinstellung bei diesem Modus fix und ausgegraut. Glücklicherweise liegt die Luminanz bei 120 cd/m², daher ist der Modus zumindest bedingt brauchbar. Die Graubalance zeigt mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,43 eine sehr gute Beurteilung. Leider ist die Range mit einem Delta C von 1,27 zu hoch für ein sehr gutes Ergebnis.

Die bunten Farben können mit einem durchschnittlichen Delta E94 wiederum ein sehr gutes Ergebnis abliefern. Auch die Gammakurve liegt nahe an der Ideallinie und die Farbtemperatur mit 6700 K auch in einem ordentlichen Bereich. Insgesamt ist das ein gutes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich „Wide Gamut“ mit dem DCI-P3-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe „Wide Gamut“
Farbwiedergabe „Wide Gamut“

Der ASUS PG27AQN verfügt nicht über einen dedizierten DCI-P3-Modus. Es kann aber über „Bildeinrichtung -> Display Farbraum“ auf den erweiterten Farbraum umgeschaltet werden. So lassen sich sämtliche Modi (bis auf den sRGB-Modus) in diesem Farbraum nutzen. Zusätzlich muss für DCI-P3 händisch von Gamma 2.2 auf 2.6 gewechselt werden. Hier kann die Farbraumabdeckung mit 94 % durchaus überzeugen.

Auch die Graubalance mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,57 und einer Range mit einem Delta C von 0,95 zeigt in beiden Fällen sehr gute Ergebnisse. Die Farbgenauigkeit liegt mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 2,47 in einem befriedigenden Bereich, was letztendlich auch ein befriedigendes Gesamtergebnis bedeutet. Für ein unkalibriertes Display ist das ein tolles Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich „Wide Gamut“ mit dem Adobe-RGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in „Wide Gamut“
Farbwiedergabe in „Wide Gamut“

In gleicher Weise haben wir auch Adobe RGB getestet. Natürlich wurde hier wieder auf Gamma 2.2 umgestellt. Hier liegt die Farbraumabdeckung bei 87 %, und auch die Abweichungen bei den bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 3,85 sind einfach zu hoch, um den Farbraum verbindlich nutzen zu können.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS PG27AQN aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Modus „Racing“, Gamma 2,2) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag für sRGB bei 140 cd/m² und für Adobe RGB bei 120 cd/m², während als Weißpunkt D65 gewählt wurde. Bei der Kalibration auf DCI-P3 betrug die angestrebte Helligkeit 150 cd/m², die Farbtemperatur D63 und das Gamma 2.6.

Dies stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS PG27AQN zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Grauwerte erzielen eine gute, die bunten Farben eine sehr gute Bewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Durch die Kalibrierung lässt sich bei den bunten Farben noch jede Menge herausholen und mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,33 ein sehr gutes Ergebnis erreichen. Leider verschlechtert sich nun aber die Graubalance und liefert sowohl beim durchschnittlichen Delta C als auch bei der Range nur noch ein gutes Resultat, was letztendlich ein gutes Gesamtergebnis bedeutet. Daher bringt eine Kalibrierung keinen wirklichen Mehrwert gegenüber des unkalibrierten sRGB-Modus.

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Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (DCI-P3)
Monitor kalibriert (DCI-P3)

Nach einer Kalibrierung auf DCI-P3 kann sich der ASUS PG27AQN aber verbessern. Zwar verliert auch hier die Graubalance etwas, doch die bunten Farben können sich mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,99 auf ein gutes Ergebnis verbessern. Damit erreicht der ASUS PG27AQN nach der Kalibrierung ein gutes Gesamtergebnis.

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Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (Adobe RGB)
Monitor kalibriert (Adobe RGB)

Auch bei der Kalibrierung auf Adobe RGB lässt sich bei den bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 1,60 noch ein wenig herausholen. Sicherlich verlieren die grauen Farben auch hier noch etwas, doch insgesamt kann das Gesamtergebnis auf eine befriedigende Beurteilung gesteigert werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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