Test BenQ BL2581T – sehr gutes Bild und energiesparsam
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DVD und Video

Für diesen Bereich haben wir das Gerät per HDMI-Kabel an einen Blu-ray-Player angeschlossen. Wie begannen wie üblich mit einem Full-HD-Signal, das vom Monitor auf Vollbild gestreckt wurde, wodurch alle Bilder etwas in die Höhe gezogen dargestellt wurden. Im OSD war der Bereich für eine seitengerechte Vergrößerung leider ausgegraut, sodass nicht gegengesteuert werden konnte. Bei einem 720p-Signal bestand das identische Problem, erst bei einem 576p-Signal war die Option auswählbar. 16:9-Signale können mit dem BenQ-Modell daher nicht korrekt wiedergegeben werden. Unter Windows stellt dies kein Problem dar, da dort die Software eine korrekte Darstellung ermöglicht.

Skalierungsoptionen bei angeschlossenem Blu-ray-Player
Skalierungsoptionen bei angeschlossenem Blu-ray-Player

Ein 24-Hz-Signal konnte der Monitor nicht wiedergeben, und das Farbformat ist per HDMI nicht manuell anpassbar. Einstellbar ist dafür aber die Range. Möglich sind 0 bis 255, 16 bis 235 und eine automatische Vorgabe. Eine Overscan-Option steht zur Verfügung. Die sRGB-Farbraumabdeckung von fast 100 % ist für eine externe Zuspielung gut.

Bewertung

ab 245,65 €
4

(GUT)

Fazit

Der BenQ BL2581T punktet in allen Bereichen, die für einen Office-Monitor relevant sind. Der Standfuß ist sehr flexibel einstellbar, der subjektive Bildeindruck ist sehr gut und der Energieverbrauch einer der besten, der uns in Tests je untergekommen ist. Das Display besitzt zudem eine 16:10-Auflösung, die mehr Platz in der Höhe bedeutet und vor allem bei typischen Office-Arbeiten einen Mehrwert bietet. Der Helligkeitssensor ist ein weiterer Pluspunkt, auch wenn bei diesem keine manuellen Helligkeitsvorgaben möglich sind.

Als Allrounder ist das Testmodell dagegen weniger geeignet. Es besitzt zwar einen hohen Kontrast von über 1000:1 und eine sRGB-Farbraumabdeckung von sehr guten 99 %, doch perfekt für die Bildbearbeitung einstellbar ist das Gerät auch mit einer Kalibrierung nicht. Die Bildhomogenität und die Helligkeitsverteilung überzeugt dagegen.

Gelegenheitsspieler können den Monitor durchaus für ein Spielchen zwischendurch nutzen, finden aber genau wie Hardcore-Gamer keine speziellen Einstelloptionen für diesen Zweck vor. Es sind zudem maximal 60 Hz möglich, und die Reaktionszeit ist zwar gut, dafür liegt die Latenzzeit mit über 30 ms in einem sehr hohen Bereich. Bei der Videowiedergabe muss beachtet werden, dass bei einer externen Zuspielung eines Full-HD-Signals immer Vollbild angezeigt wird und daher die Bilder leicht in der Höhe gestreckt dargestellt werden. Dieser Effekt tritt unter Windows allerdings nicht auf.

Als Allrounder empfehlen wir den Monitor daher nicht, aber als Office-Monitor punktet er in allen relevanten Bereichen und ist für diesen Anwendungszweck daher absolut zu empfehlen.

Testlogo BenQ BL2581T

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2 KOMMENTARE

  1. Ich denke für die Bildbearbeitung wäre ein Monitor mit geringeren Abweichungen sicherlich besser geeignet, denn selbst nach einer Kalibrierung bessern sich die Werte ja nicht.

  2. Guten Tag
    „bei den Grauwerten beträgt der Durchschnitt der Abweichungen aber leider mehr als 1 Delta“: wie macht sich das beim Scannen von Schwarzweiss-Negativen und deren Bearbeitung bemerkbar?
    Da mein maximales budget EUR 300 beträgt, wäre dieser Monitor noch preislich akzeptabel, aber ich frage mich, ob die Graustufen in den Negativen selbst mit einem Colorimeter X-Rite ColorMunki Smile nach dem Scannen überhaupt gut bearbeitbar wären

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