Test BenQ EW3280U: Entertainment-Monitor überzeugt

32-Zoll-Monitor mit DisplayHDR-400-Zertifizierung und HDRi-Sensor für optimale Helligkeitswerte und beste Schärfe

2
8372

Einleitung

Mit dem EW3280U nimmt BenQ einen Entertainment-Bildschirm in sein Programm auf, der mit DisplayHDR 400 und HDRi ein audiovisuelles Erlebnis der Spitzenklasse bieten soll. Das Modell ist dazu mit einem 32 Zoll großen IPS-Panel mit 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) ausgestattet. Der DCI-P3-Farbraum wird laut Datenblatt zu 95 % abgedeckt.

Während die DisplayHDR-400-Zertifizierung bekanntermaßen die Einstiegsklasse in Sachen HDR-Performance darstellt und sich das native Kontrastverhältnis mit 1000:1 auf dem üblichen Niveau bewegt, ist es vor allem die HDRi-Technologie, die das visuelle Entertainment auf eine neue Stufe bringen soll. Ein spezieller HDRi-Sensor ermittelt dazu permanent optimale Helligkeitswerte und die beste Schärfe für das ganze Bild. Die Bildqualität wird dynamisch an den Bildschirminhalt angepasst.

Damit auch die Ohren passend verwöhnt werden, kann der BenQ EW3280U ferner mit einem 2.1-Kanal-Lautsprechersystem samt vordefinierten Presets aufwarten. Sie sollen für einen satten und fein definierten Sound sorgen. In Verbindung mit seiner Fernbedienung und dem „Volume Wheel“ für die Lautstärke-Regelung erinnert das im Slim-Bezel-Design gestaltete Gerät auch eher an einen Fernseher denn an einen klassischen Schreibtisch-Monitor. Dank FreeSync will der Proband zudem beim Gaming glänzen.

Dabei ist das Modell auch preislich interessant. Zum Zeitpunkt der Testerstellung war der 32-Zöller bereits für knapp 700 Euro (UVP: 799 Euro) im Handel erhältlich.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des BenQ EW3280U.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören nicht nur Kabel für Strom, HDMI und USB-C, sondern auch eine schmucke Fernbedienung. Der graue Gummikeil ganz rechts im Bild stellte uns zunächst vor ein Rätsel. Tatsächlich ist er einfach als Ablage für die Fernbedienung gedacht.

Bei der Montage unterstützt eine Schnellstart-Anleitung. Ein ausführliches Handbuch, Treiber und ein Standardfarbprofil findet man auf der beiliegenden CD. Alternativ steht der CD-Inhalt als Download zur Verfügung und lässt sich mühelos direkt über die Produktseite des Gerätes finden.

Lieferumfang des BenQ EW3280U
Lieferumfang

Optik und Mechanik

Der BenQ EW3280U muss nach dem Auspacken zunächst montiert werden. Die Abdeckung auf der Display-Rückseite (siehe erstes Foto) muss man nur öffnen, wenn das Gerät an die Wand oder an einen Schwenkarm montiert werden soll (VESA-Standard 100 x 100 mm).

Montage des Monitorarms
Montage des Monitorarms
Fixierung mit Flügelschraube
Fixierung mit Flügelschraube

Ansonsten wird auf die Schiene unten das kurze Standbein aufgeschoben und mit dem bereits installierten Schrauben fixiert. Zum Schluss wird das bronzefarbene Standbein aufgesteckt und mit einer Flügelschraube fixiert.

Montage des Standfußes am Monitorarm
Montage des Standfußes
Fixierung des Fusses mit Flügelschraube am Monitorarm
Fixierung mit Flügelschraube

Bronze-Metallic scheint ein neuer Designtrend zu sein. Das haben wir bereits beim ViewSonic-M2-Projektor gesehen, es fällt zum Teil aber auch in der Automobilbranche auf. Das kupferfarbene Standbein des BenQ EW3280U erscheint dabei fast filigran für so ein schweres Gerät. Es ist allerdings komplett aus Aluminium, und auch das Standbein macht einen sehr massiven und robusten Eindruck. Insgesamt bringt der Proband 8,1 kg auf die Waage.

BenQ EW3280U Ansicht vorn
Ansicht vorn
BenQ EW3280U Ansicht hinten
Ansicht hinten

Das Bronzedesign wird im Übrigen durch die Zierleiste vorn unten unterstützt. Die ist zwar aus Kunststoff, was man mit freiem Auge aber kaum erkennen kann. Design ist wie immer Geschmackssache. Aus unserer Sicht passt der eher nach einem Fernseher aussehende BenQ EW3280U aber gut in moderne Wohnumgebungen.

Abstriche machen muss man bei der Ergonomie. Das Standbein ermöglicht lediglich eine Neigung im Bereich von -5° bis +15°. Die Mechanik dazu ist gut und stabil, der Einstellbereich aber zumindest am Schreibtisch recht mager. Auf Höhenverstellung, Pivot und Drehfunktion muss man gänzlich verzichten.

Monitor Ansicht seitlich
Ansicht seitlich
Monitor Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten

Alle tragenden Teile des BenQ EW3280U sind wie Hersteller-typisch ziemlich massiv ausgelegt und machen einen entsprechend stabilen und langlebigen Eindruck. Die Leiste unten lag bei unserem Testgerät nicht ganz plan auf. Ansonsten gab es bei den Spaltmaßen und der Verarbeitung nichts zu beanstanden. Die Verarbeitungsqualität und die verwendeten Materialien machen einen guten und der Preisklasse angemessenen Eindruck.

Filigranes Standbein: schick und wertig
Filigranes Standbein: schick und wertig

Vorn mittig sieht man den großen Sensor. Eigentlich müsste man Sensoren sagen, denn hinter der schwarzen Abdeckung dürften sowohl der Sensor für die Infrarot-Fernbedienung als auch die Sensoren zur automatischen Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur an die Bedingungen des Umgebungslichts liegen.

Mittige Sensorfläche für Fernbedienung und BI+
Mittige Sensorfläche für Fernbedienung und BI+

Auch an das Kabelmanagement hat BenQ gedacht. Die Kunststoff-Abdeckung sitzt zwar etwas lose, erfüllt aber ihren Zweck, um dahinter unsichtbar die Kabel zu verstauen.

Kabelmanagement: Abdeckung geschlossen
Kabelmanagement: Abdeckung geschlossen
Kabelmanagement: Abdeckung geöffnet
Kabelmanagement: Abdeckung geöffnet

Das Netzteil ist beim BenQ EW3280U fest in das Gehäuse integriert. Einen dedizierten Netzschalter gibt es zwar nicht, aber die Verbrauchswerte im Standby lassen das leicht verschmerzen.

Trotz des integrierten Netzteils fallen die Lüftungsschlitze, die vor allem oben zu sehen sind, sehr dezent aus. Im Normalbetrieb konnten wir dennoch auch hier praktisch keine Erwärmung feststellen. Sofern man im HDR-Betrieb zusätzlich externe Geräte mit den maximal möglichen 60 Watt versorgt, kann sich das natürlich ändern.

Aufgefallen ist uns beim BenQ jedoch einmal mehr eine gewisse Geruchsentwicklung im Bereich der Lüftungsschlitze nach „Elektromotor und Elektronik“. Wir gehen allerdings davon aus, dass das nur am Anfang so ist und nach einigen Betriebsstunden verfliegt.

Lüftungsschlitze auf der Displaygehäuserückseite
Lüftungsschlitze

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim BenQ EW3280U keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos – unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 148 W 44,65 W
Betrieb typisch 33 W
140 cd/m² k. A. 31,35 W
Betrieb minimal k. A. 26,87 W
Energiespar­modus (Standby) k. A. < 0,18 W
Ausgeschaltet (Soft Off) k. A. < 0,15 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

BenQ nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 148 Watt und einen typischen Bedarf von 33 Watt.
Nach unseren Messungen liegt die maximale Leistungsaufnahme bei höchster Helligkeitsstufe ohne HDR mit 44,65 Watt noch weit darunter. In die Nähe der Herstellerangabe wird man sicherlich nur dann gelangen können, wenn man auch die Stromversorgung externer Geräte über den USB-C-Anschluss mit bis zu 60 Watt nutzt.

Im Standby scheint der Stromverbrauch zunächst komplett gekappt zu werden. Erst nach ein paar Minuten zeigt unser Messgerät Werte unter 0,18 Watt an. Eine weitere Senkung mit dem Soft-off-Button ist kaum noch möglich. Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der BenQ EW3280U allerdings nicht.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 31,35 Watt an. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,3 cd/W. Dieser Wert ist gut und liegt bereits an der Grenze zu einem „Sehr gut“.

Anschlüsse

Bei der Konnektivität gibt sich der BenQ EW3280U sehr modern: 2 x HDMI (V2.0), 1 x DP (V1.4) und 1 x USB-C (DP-Alternate-Mode, 60 Watt Power-Delivery). Über einen USB-Hub verfügt der BenQ EW3280U nicht. Ein analoger Kopfhörerausgang ist aber vorhanden.

Anschlüsse des BenQ EW3280U
Anschlüsse

Bedienung

Die Bedienung des BenQ EW3280U erfolgt primär über einen kleinen 5-Wege-Joystick, der zusammen mit drei Zusatztasten rechts auf der Rückseite versteckt ist. Die untere Taste dient zum Soft-off. Die beiden oberen Tasten ermöglichen eine Direktwahl von Signalquelle und Farbmodus.

Wenn bereits eine Signalquelle anliegt, führt Druck oder Bewegung an der Joystick-Taste zunächst in ein Schnellmenü. Auch Helligkeit und Kontrast können so ohne Umwege eingestellt werden. Alle Tasten haben einen klaren Druckpunkt und sind gut zu erreichen und zu bedienen.

Tasten auf der Diaplaygehäuserückseite
Tasten auf der Rückseite

Alternativ lässt sich der BenQ EW3280U aber auch mit der mitgelieferten Fernbedienung steuern. Ferner ist am Rahmen links unten ein „Volume Wheel“ vorhanden, mit dem sich die Lautstärke regulieren lässt.

Alternative Steuerung per Fernbedienung
Alternative Steuerung per Fernbedienung
„Volume Wheel“ zur Regulierung der Lautstärke
„Volume Wheel“ zur Regulierung der Lautstärke

2 KOMMENTARE

  1. Page 1: Dank FreeSync will der Proband zudem beim Gaming glänzen.
    Page 7: Allerdings fehlen ihm Ausstattungsmerkmale wie Adaptive Sync

    https://www.benq.eu/en-dk/monitor/entertainment/ew3280u.html
    „Wide-gamut Color Space with FreeSync“

    Hello, EW3280U does support VRR tech, it also been mentioned on the official page.
    You already mentioned that on the first page, I think there might got some of error?

    Could you confirm with it, thank you!
    I like the review contents from you guys 😀

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!