Test BenQ EX2710 – Günstiger Monitor für Ego-Shooter
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Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Szenario „Spiele/RPG“, Helligkeit 75, Kontrast 50, Gamma „n/a“, Farbtemperatur „n/a“. Da es sich hier aber um einen Spielmodus handelt und dieser den BenQ Mobiuz EX2710 in ein sehr schlechtes Licht stellen würde, haben wir den Modus „Standard“ gewählt, um dem Display gerecht zu werden.

Folgende Werte werden hier eingestellt: Helligkeit 100, Kontrast 50, Gamma 3, Farbtemperatur „Normal“.

Graustufen

Graustufendarstellung des BenQ Mobiuz EX2710
Graustufen des BenQ Mobiuz EX2710

Die Darstellung der Graustufen in den Lichtern ist gut. Bis auf das letzte Feld heben sich alle vom reinweißen Hintergrund ab. Die Schatten heben sich bis zum drittletzten Feld vom tiefschwarzen Hintergrund ab. Die übliche Farbtreppe nahe der Mitte zeigt sich beim BenQ EX2710 sehr stark. Bei seitlicher Ansicht schwenken die hellen Grautöne leicht ins Bläuliche, reines Weiß hingegen bleibt schön neutral. Die Erkennbarkeit der Felder und die Farbtreppe nahe der Mitte zeigen sich in etwa auf dem gleichen Niveau wie bei frontaler Ansicht.

Leichte Blaufärbung der hellen Grautöne bei seitlicher Ansicht
Leichte Blaufärbung der hellen Grautöne bei seitlicher Ansicht

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Der Gaming-Monitor zeigt ein komplett schwarzes Bild eigentlich sehr schön neutral an. Leider sind am oberen Bildrand zwei und am unteren Bildrand drei Spots zu erkennen, die das Gesamtergebnis etwas trüben und nicht dem normalen Glow zuzuordnen sind. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass die Spots nur in einem komplett angedunkelten Raum zu erkennen sind. Im normalen Betrieb stören sie aber nicht. Bei fünffach verlängerter Beleuchtungszeit kann man nur eine minimale Wolkenbildung erkennen.

Glow des BenQ Mobiuz EX2710
Glow des BenQ Mobiuz EX2710

Bei seitlicher Betrachtung zeigt sich der typische IPS-Glow nicht in einem orangen, sondern in einem violetten Ton. Dieser ist auch nicht sonderlich hell und fällt weniger stark als bei vielen anderen Displays mit dieser Panel-Technologie aus.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Diagramm des Helligkeits- und Kontrastverlauf vom BenQ EX2710
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Auf der Produkt-Website wird eine maximale Leuchtdichte von 400 cd/m² angegeben. Wir messen mit 315 cd/m² viel weniger. Um auf D65 zu kommen, benötigt es aber nicht viel Arbeit an den RGB-Reglern. Letztendlich bleiben noch 307 cd/m² übrig. Mit 56 cd/m² bei voll abgeregelter Helligkeit ist ein Arbeiten in dunkler Umgebung problemlos möglich.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis des BenQ EX2710 beträgt 1105:1. Das ist für ein IPS-Panel eine starke Leistung. Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei 1130:1 und wird bei 80 % Leuchtdichte erreicht. Nach der Kalibrierung gewinnt der Monitor sogar noch ein wenig Kontrast und zeigt ein durchschnittliches Kontrastverhältnis von 1135:1. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Bildhomogenität

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Bei der Helligkeitsverteilung erhalten wir eine befriedigende durchschnittliche Helligkeitsabweichung von 9,38 %. Die maximale Abweichung von 20,46 % liegt in der oberen linken Ecke. Bei Ansicht eines reinweißen Bildes kann man mit dem bloßen Auge aber noch keine Eintrübung erkennen. Auffallend ist, dass die größten Abweichungen auf der linken Seite fast doppelt so hoch sind wie auf der rechten Seite.

Auch die Farbreinheit schließt mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,75 und einem maximalen Delta C von 3,26 insgesamt befriedigend ab.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ besitzt eine dezent matte Oberfläche mit leichten mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Coating des BenQ Mobiuz EX2710
Coating des BenQ Mobiuz EX2710
Referenzbild Coating
Referenzbild Coating

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des BenQ Mobiuz EX2710 bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des IPS-Panels vom BenQ EX2710
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität des BenQ EX2710 ist gut. Zwar erhalten die Weiß- und Grautöne bei den vertikalen Blickwinkeln einen leichten Gelbstich und bei den horizontalen Blickwinkeln einen Blaustich, doch bleiben Farben und Kontrast nahezu gleich, und man kann einzig eine leichte Abdunkelung beobachten.

1 KOMMENTAR

  1. Ich mache hier mal den Anfang:
    Habe den EX2710 2 Wochen getestet und war lediglich von der Pixeldichte enttäuscht. Texte zu lesen ist bei der DPI doch sehr beschwerlich. Bin jetzt auf das kleinere 25-Zoll Modell umgestiegen, das auch endlich für Spiele mit Text (z.B. WoW) angenehm ist. Den 27-Zoll würde ich wirklich nur für Shooter oder rein zum Filme schauen verwenden. Tatsächlich komme ich von 27″WQHD und wollte einen schnelleren Monitor mit wenig Schlierenbildung. Klar da gibts auch einiges im 27″-Segment, aber meist deutlich teurer, oder schlechter Kontrast, Stromfresser.. man muss eigentlich immer einen Kompromiss machen. Da selbst meine RTX2070 nur selten die 144FPS-Marke in AAA Spielen + WQHD+ Max Details erreicht (man schaue sich diverse Benchmarks dazu an), finde ich den Rückschritt in Ordnung. Die Geldbörse wird geschont und man bekommt einen augenschonenden Lichtsensor spendiert. Free-Sync klappt bei mir auf Displayport einwandfrei. Wen die orangene Leiste unten stört: Die kann man einfach abmontieren, indem man die Schrauben unten vorsichtig löst. Ingesamt sehr empfehlenswert!

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