Test BenQ PD2506Q: Gelungener Auftritt für Grafiker
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25 Zoll großer Monitor mit WQHD-Auflösung (2560 x 1440) begeistert bei Ausstattung, Bildqualität und Preis

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: „Benutzer“
Helligkeit: 44
Kontrast: 50
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: Benutzerdefiniert
RGB: 99/100/95
Color-Gamut: Nativ
DUE Priority: Ein
Schärfe: 5
Reaktionszeit: Hoch

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der BenQ PD2506Q zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte fallen gut bis sehr gut aus.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Auch wenn die Range leicht erhöht ist, kann man hier insgesamt ein Auge zudrücken und eine sehr gute Gesamtwertung vergeben. Das liegt nicht zuletzt auch an den sehr akkuraten Farbwerten (Delta-E94-Average: 0,33, Delta-E94-Maximum: 1,92).

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Im Vergleich zu DCI-P3 fällt die Graubalance sogar noch mal etwas besser aus und ist eindeutig sehr gut. Die Farbraumabdeckung verbessert sich im Vergleich zum Werks-Preset auf 89 %. An den Farbraumgrenzen gibt es daher zwangsläufig etwas höhere Abweichungen. Im Durchschnitt sind aber auch die Farbwerte gut (Delta-E94-Average: 0,94).

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Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Hoch“ und „Premium“. Als Standardwert ist „Hoch“ voreingestellt.

Overdrive

60 Hz, Overdrive „Aus“

Bei ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,7 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 17,9 ms, und der CtC-Wert wird mit 15,6 ms ermittelt.

Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist völlig neutral.
Das Schaltzeiten-Diagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Aus“): langsame Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Hoch“

In der Werkseinstellung „Hoch“ werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,1 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,4 ms. Am deutlichsten reduziert sich der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte. Er beträgt jetzt 13,6 ms, und auch am CtC-Wert gibt es mit 11,2 ms für allgemeine Anwendungen nichts auszusetzen.

In der Overdrive-Stellung „Hoch“ sind nach wie vor praktisch keine Überschwinger auszumachen und die Bildaufbauzeiten bereits recht ordentlich. Für Grafik- und Büro-Anwendungen ist der vom Hersteller als Standard aktivierte Wert „Hoch“ somit optimal gewählt.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Hoch“): ordentliche Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Hoch“): ordentliche Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Hoch“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Hoch“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Premium“

In der höchsten Stellung „Premium“ kann der BenQ PD2506Q die Schaltzeiten nochmals moderat verkürzen. Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir jetzt mit 10,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte verkürzt sich damit auf flotte 11,7 ms, der schnellste Grauwechsel auf 9,5 ms. Der CtC-Wert ist mit 6,4 ms ebenfalls spieletauglich.

Besonders erfreulich ist, dass sich selber in der höchsten Overdrive-Stufe nur leichte Überschwinger zeigen und die Bildqualität daher nur geringfügig leidet.

Diagramm 60 Hz (Overdrive „Premium“): flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Premium“): flotte Schaltzeiten
Diagramm 60 Hz (Overdrive „Premium“): nur leichte Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Premium“): nur leichte Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Hoch"
60 Hz, Overdrive „Hoch“
Diagramm 60 Hz, Overdrive "Premium"
60 Hz, Overdrive „Premium“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die Signalverzögerung messen wir beim BenQ PD2506Q mit 15,4 ms. Das ist ein typischer Wert – weder besonders langsam noch besonders schnell. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 5,9 ms schon recht flott. Insgesamt macht das phänomenale 21,3 ms.

In der höchsten Overdrive-Stufe ist der vor allem auf Grafikanwendungen ausgerichtete BenQ PD2506Q damit durchaus ganz gut für einfachere Spiele geeignet. Zum Spielen empfiehlt sich auf jeden Fall die AMA-Option „Premium“, da sich damit die GtG-Zeiten nochmals etwas verkürzen lassen, ohne dass die Bildqualität dadurch wesentlich leidet.

Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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