Test iiyama GB3461WQSU-B1: Günstiger Gaming-Monitor überzeugt
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Technik

Betriebsgeräusche

Der iiyama GB3461WQSU ist auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten nicht hörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 47 W 46,4 W
140 cd/m² 32,2 W
Betrieb minimal 25,8 W
Energiespar­modus (Standby) 0,5 W 0,4 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,5 W 0,3 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

iiyama gibt im Datenblatt einen typischen Verbrauch von 49 Watt an, allerdings wird nicht erklärt, was der Hersteller mit „typisch“ meint. Daher nehmen wir das Energielabel als Grundlage. Hier wird der maximale Strombedarf mit 47 Watt ausgezeichnet, was unserer Messung bei 100 % Leuchtdichte mit 46,4 Watt sehr nahe kommt. Bei 140 cd/m² verbraucht der GB3461WQSU 31,7 Watt. Das entspricht einer Effizienz von 1,20 cd/W, was ein gutes Ergebnis darstellt. Wird das Display über den Powerbutton ausgestellt, werden 0,3 Watt und im Standby 0,4 Watt verbraucht. Hier wird in beiden Fällen die EU-Norm eingehalten.

Anschlüsse

Zwar lässt sich der iiyama GB3461WQSU nicht im Pivot-Modus betreiben, doch ist es möglich, das Display in dieser Hinsicht zu einem großen Teil zu drehen, um besser das Anschluss-Panel mit vertikaler Kabelführung zu erreichen. So gelingt der Kabelwechsel problemlos. Mit jeweils zwei Anschlüssen für HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2 ist die Konnektivität sehr ordentlich. Außerdem stehen zwei USB-3.0-Ports zur Verfügung, wovon einer gelb gekennzeichnet ist und Geräte mit Schnellladefunktion unterstützt. Für Kopfhörer ist 3,5-mm-Klinke an Bord.

Mit jeweils zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüssen ist die Konnektivität sehr gut
Mit jeweils zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüssen ist die Konnektivität sehr gut

Bedienung

Das OSD-Menü wird beim iiyama GB3461WQSU noch klassisch über fünf manuelle Tasten gesteuert, die sich auf der Rückseite in Verlängerung zu den vorn aufgedruckten Symbolen befinden. Die Power-Taste ist räumlich etwas abgegrenzt und verfügt zusätzlich über eine kleine Nase, um ein versehentliches Ausschalten zu vermeiden. Die Druckpunkte der einzelnen Tasten sind gut und geben mit leisem Knacken Rückmeldung über deren Betätigung.

Im Vorfeld ist jeder Taste neben ihrer ursprünglichen Funktion ein Hotkey zugeordnet, um bestimmte Einstellungen direkt aufrufen zu können. Wie bereits erwähnt, lässt sich die Beschriftung nur bei guten Lichtverhältnissen einwandfrei lesen. Daher dauert es anfangs etwas, bis man sich die Tastenzuordnung eingeprägt hat und das Menü flüssig bedienen kann.

Mechanische Tasten steuern das OSD-Menü
Mechanische Tasten steuern das OSD-Menü
Tastenerklärung in Verlängerung zu den Tasten auf der Displaygehäuserückseite
Tastenerklärung in Verlängerung zu den Tasten auf der Rückseite

Die von vorn äußere linke Taste dient innerhalb des Hauptmenüs zum Verlassen der einzelnen Einstellungsebenen und beendet letztendlich das OSD-Menü. Als Hotkey steuert sie die Wahl des Signaleingangs.

Die zweite Taste von links dient innerhalb des Hauptmenüs zur vertikalen Bewegung nach oben und innerhalb einer Einstellungsebene zum Verringern der Werte. Als Hotkey kann man mit ihr den Eco-Modus anwählen.
Die dritte Taste von links dient innerhalb des Hauptmenüs zur vertikalen Bewegung nach unten und erhöht Werte innerhalb der Einstellungsebenen. Als Hotkey ist sie mit den Lautstärkeeinstellungen verknüpft.

Die äußere rechte Taste dient innerhalb des Hauptmenüs zum Eintritt in die jeweilige Einstellungsebene und ruft als Hotkey zunächst das Vorauswahlmenü auf, mit dessen Hilfe man direkt in die gewünschte Einstellungsebene springen kann, ohne zunächst das komplette Menü aufrufen zu müssen.

Vorauswahlmenü, um direkt in die gewünschte Ebene springen zu können
Vorauswahlmenü, um direkt in die gewünschte Ebene springen zu können

Ein Band von Piktogrammen stellt die Auswahl dar, in welche der Ebenen man direkt springen möchte. Ein zweiter Druck auf die Menütaste eröffnet letztendlich das komplette OSD-Menü.

OSD

Das OSD-Menü des iiyama GB3461WQSU wird mit Sicherheit keinen Schönheitswettbewerb gewinnen und wirkt gegenüber den modernen Menüs der meisten anderen Gaming-Displays schon sehr oldschool. Vom Umfang der Einstellungsmöglichkeiten ist es aber reich bestückt und bietet jede Menge Konfigurationsmöglichkeiten. Eingeteilt ist es in neun Kategorien mit sinnvoller Zuteilung. Nicht wählbare Einstellungsebenen sind ausgegraut.

Hauptmenü mit neun Kategorien wirkt oldschool, bietet aber jede Menge Einstellungsmöglichkeiten
Hauptmenü mit neun Kategorien wirkt oldschool, bietet aber jede Menge Einstellungsmöglichkeiten

Während die meisten Einstellungen für einen Gaming-Monitor eher eine untergeordnete Rolle spielen, verfügt der iiyama GB3461WQSU mit „Black Tuner“ und „MBR“ auch über spezielle Gaming-Tools. Während „Black Tuner“ gezielt die Helligkeit dunkler Bildinhalte anhebt, um etwa Feinde in düsterer Umgebung besser erkennen zu können, wird mit „MBR“ Motion-Blur verringert, was wir im Teil „Subjektive Beurteilung“ erneut aufgreifen werden.

Der iiyama GB3461WQSU verfügt über fünf vordefinierte Profile, die bei iiyama als „i-Style-Mode“ bezeichnet werden. Zusätzlich werden über „User Mode“ drei weitere, frei belegbare Profile geboten. Das ist auch bitter notwendig, da die vordefinierten Profile nahezu nicht konfiguriert werden können und sämtliche Einstellungsebenen ausgegraut sind. Bei den drei Speicherplätzen hingegen besteht maximale Flexibilität – bis auf Einstellungen, die sich gegenseitig ausschließen. Das ist für ein Gaming-Display ausreichend.

Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten sind mehr als genug und gehen weit über den Bedarf von Gamern hinaus. Einzig die Bedienbarkeit erfordert einige Übung, um flüssig und gezielt Einstellungen vorzunehmen. iiyama täte gut daran, sich endlich dem viel einfacheren Bedienkonzept mit Joystick zu öffnen.

13 KOMMENTARE

  1. Hallo Team,
    Damit es noch auffälliger wird, schließe ich mich „Markus“ auch an:
    Bitte testet im Vergleich dazu das „Schwestermodell“ mit VA Display aber dafür Curved. (GB3466WQSU-B)

    Ich bin auf der Suche nach einer Ablöse für meinen LG 34UC88B und schwanke aktuell zwischen den beiden Iiyama Modellen. 🙂

  2. Vielen Dank für den wie immer sehr guten Bericht, aktuell hat die Fa. Iiyama auch das Curved Pendant zu dem hier getesteten Model auf den Markt gebracht. Interessant wäre es hier zu erfahren wir sich der Monitor GB3466WQSU-B1 in einem Test schlägt da bei 34″ ein Curved durchaus Sinn machen kann. Würde mich über einen Test des oben besagten Modells freuen. Da der Curved über ein VA-Panel sowie eine HDR-400 Zertifizierung verfügen soll.

    Grüße Markus

  3. Danke für den Test – ist die Farbhomogenität ein generelles Problem des Panels / der Serie oder kann es sich hierbei um eine reguläre Streuung handeln – fällt diese optisch sehr auf? Würde den Monitor gerne fürs Gaming aber auch Photoshop nutzen und fand ihn daher eigentlich ganz ansprechend von den technischen Werten + Preis.

    • Was wäre eine passende Allrounder Alternative z.b ab 32 Zoll? Konnte in den Bestenlisten leider nur etwas ältere Modelle finden?

    • Wir haben ja nur ein Gerät zum Testen hier gehabt, daher können wir die Frage bezüglich der Farbhomogeniät natürlich nicht wirklich beantworten. Unterschiede kann es aber durchaus geben.

      Wenn Du Dir das Bild mit der Farbreinheit genau ansiehst, erkennst Du, dass die hohen Abweichungen links und rechts im Randbereich zu finden sind. Die mittleren 9 Messpunkte können mit gut bewertet werden. Alle Punkte mit einem Wert über 4,0 im Maximum, werden von uns nicht mehr als befriedigend angesehen. Nun ist der Monitor ja ziemlich breit und der Platz mit guter Farbhomogenität ist nach meiner Ansicht ausreichend um dort auch eine Bildbearbeitung durchzuführen. Natürlich immer vor dem Hintergrund, dass es sich um einen Gaming-Monitor handelt.

      • Vielen Dank für die Rückmeldung und Erläuterungen!

        Hatte den Monitor schon hier leider nicht zu gebrauchen da mit Riss geliefert…

        Was wäre eine gute Allrounder Alternative dazu für beide Zwecke?

        • Nun wir haben ja eine Top 10 Allrounder. Die sind dir aber zu alt. Dann am besten mal im Forum bei Kaufberatung ein Posting erstellen und Deine genaue Vorstellung beschreiben. Hier bei den Kommentaren passt das leider nicht und es geht ja auch nicht um den iiyama den wir getestet haben.

    • Hi Conan,
      mittlerweile funktionieren alle Freesync-Monitore an Nvidia-GPU’s. Hierfür muss sich mindestens eine Grafikkarte ab GTX 1050 im System befinden und zusätzlich ein GeForce-Treiber ab Version 417.71 installiert sein. Dieses Display ist zwar nicht offiziell als „G-Sync-Compatible“ eingestuft, aber bisher hatte ich nie Probleme, wenn ein Display nicht als solches eingestuft war.

      Viele Grüße
      Oliver

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