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Test LG 27GN880: Bestnote dank Nano-IPS und Ergonomie
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27 Zoll großer Gaming-Monitor der UltraGear-Modellreihe bietet mit 144 Hz, G-Sync-Kompatibilität, FreeSync Premium und schnellen Reaktionszeiten alles, was das Spielerherz begehrt

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Reaktionszeit „Aus“ (Deaktiviert)

Trotz deaktivierter Pixelbeschleunigung erreicht der LG 27GN880 bereits mit 60 Hz ordentliche Werte. Den Schwarz-Weiß-Wechsel vollzieht der Monitor in 7,4 ms, für einen Grauwechsel werden 6,7 ms benötigt. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 9,1 ms. Der CtC-Wert liegt bei 14 ms. Der Helligkeitsverlauf (GtG 80–50 %) ist neutral, und die entsprechende Helligkeit wird schnell erreicht.

Diagramm: Passable Schaltzeiten bei deaktivierter Pixelbeschleunigung (Reaktionszeit „Aus“)
Passable Schaltzeiten bei deaktivierter Pixelbeschleunigung (Reaktionszeit „Aus“)
Diagramm: Neutrale Abstimmung des Helligkeitsverlaufs
Neutrale Abstimmung des Helligkeitsverlaufs

60 Hz, Reaktionszeit „Schnell“

Mit der werkseitig eingestellten Pixelbeschleunigung „Schnell“ nimmt der LG 27GN880 ordentlich Fahrt auf und zeigt, welche Gaming-Gene in ihm stecken. Alle Schaltzeiten verbessern sich deutlich. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor nun 6,4 ms und für einen Grauwechsel 5 ms.

Ebenso verkürzt sich der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte und liegt nun bei 6,9 ms. Am deutlichsten hat sich die benötigte Zeit für den Farbwechsel (CtC) verbessert, und zwar um 10 ms. Der Proband braucht somit nur noch 4 ms. Im Helligkeitsverlauf sind zwar geringe, aber noch akzeptable Überschwinger zu beobachten.

Diagramm: Konkurrenzfähige Schaltzeiten mit Reaktionszeit „Schnell“
Konkurrenzfähige Schaltzeiten mit Reaktionszeit „Schnell“
Diagramm: Akzeptable Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Akzeptable Überschwinger im Helligkeitsverlauf

60 Hz, Reaktionszeit „Schneller“

Das bereits sehr gute Ergebnis lässt sich durch die schnellste Pixelbeschleunigungseinstellung „Schneller“ noch toppen, und zwar deutlich. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der LG 27GN880 mit 6,2 ms zwar noch fast gleich lang wie mit der Einstellung „Schnell“, doch den Grauwechsel vollzieht der Proband mit 1,5 ms um über zwei Drittel schneller. Der Durchschnittswert für alle 15 Messpunkte sinkt auf beeindruckende 2,8 ms, und der CtC-Wert beträgt gar unglaubliche 0,5 ms. Erkauft werden diese rekordverdächtigen Schaltzeiten jedoch durch starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf.

Diagramm: Rekordverdächtige Schaltzeiten bei höchster Pixelbeschleunigung „Schneller“
Rekordverdächtige Schaltzeiten bei höchster Pixelbeschleunigung „Schneller“
Diagramm: Starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf als Folge der aggressiven Pixelbeschleunigung
Starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf als Folge der aggressiven Pixelbeschleunigung

Overdrive 144 Hz

144 Hz, Reaktionszeit „Aus“ (Deaktiviert)

Bei deaktivierter Pixelbeschleunigung und 144 Hz fallen die Schaltzeiten ähnlich aus wie bei 60 Hz. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der LG 27GN880 8,2 ms. Der Grauwechsel wird in 7,3 ms vollzogen. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 10 ms, und für den Farbwechsel (CtC) braucht der Monitor 12,8 ms. Der Helligkeitsverlauf ist neutral.

Diagramm: Ähnliche Schaltzeiten bei 144 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung wie bei 60 Hz
Ähnliche Schaltzeiten bei 144 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung wie bei 60 Hz
Diagramm: Neutrale Abstimmung im Helligkeitsverlauf
Neutrale Abstimmung im Helligkeitsverlauf

144 Hz, Reaktionszeit „Schnell“

Auch bei 144 Hz und Reaktionszeit „Schnell“ zeigt der LG 27GN880 ähnliche Schaltzeiten wie bei 60 Hz. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor 7,2 ms und für den Grauwechsel 4,6 ms. Der Durchschnittswert für alle 15 Messpunkte beträgt 7,1 ms. Für den Farbwechsel (CtC) braucht der Proband mit 4 ms genau gleich lang wie bei 60 Hz. Im Helligkeitsverlauf sind auch hier nur geringe, nicht störende Überschwinger vorhanden.

Diagramm: Fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz
Fast identische Schaltzeiten wie bei 60 Hz
Diagramm: Geringe, nicht störende Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Geringe, nicht störende Überschwinger im Helligkeitsverlauf

144 Hz, Reaktionszeit „Schneller“

Wie schon bei 60 Hz beeindrucken die Schaltzeiten des LG 27GN880 bei 144 Hz und der schnellsten Pixelbeschleunigungseinstellung „Schneller“. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Monitor 8,6 ms, der schnellste Grauwechsel wird mit 1,6 ms vollzogen, und für den Farbwechsel (CtC) braucht der Proband auch bei 144 Hz beeindruckende 0,5 ms. Für alle unsere 15 Messpunkte beträgt der Durchschnittswert 3,8 ms. Wie schon bei 60 Hz sind bei 144 Hz ebenfalls starke Überschwinger im Helligkeitsverlauf die Folge der starken Pixelbeschleunigung.

Diagramm: Rekordverdächtige Schaltzeiten auch bei 144 Hz mit schnellster Pixelbeschleunigung
Rekordverdächtige Schaltzeiten auch bei 144 Hz mit schnellster Pixelbeschleunigung
Diagramm: Starke, aber kurze Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Starke, aber kurze Überschwinger im Helligkeitsverlauf

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 144 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Aus“ bei 144 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schnell“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schnell“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schnell“ bei 144 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schnell“ bei 144 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schneller“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schneller“ bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schneller“ bei 144 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigung „Schneller“ bei 144 Hz

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit 60 Hz messen wir beim LG 27GN880 unabhängig von der eingestellten Pixelbeschleunigung eine Latenzzeit von recht langen 21,8 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt mit deaktivierter Pixelbeschleunigung („Aus“) 4,6 ms, mit der Einstellung „Schnell“ 3,5 ms und mit der schnellsten Pixelbeschleunigung („Schneller“) 1,4 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 60 Hz 26,4 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung („Aus“), 25,3 ms mit der Einstellung „Schnell“ und 23,2 ms mit „Schneller“.

Bei einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz liegt die Latenzzeit hingegen bei 1 ms, was selbst anspruchsvollste Gamer zufriedenstellen dürfte. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beläuft sich dabei auf 5 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung („Aus“), 3,6 ms mit Einstellung „Schnell“ und 1,9 ms mit „Schneller“.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 144 Hz mit deaktivierter Pixelbeschleunigung 6 ms, mit Einstellung „Schnell“ sind es 4,6 ms und mit „Schneller“ noch 2,9 ms.

Bei 60 Hz zeigt der LG 27GN880 eine ungewöhnlich lange Latenzzeit, insbesondere im Vergleich zu den Werten, die wir bei 144 Hz gemessen haben. Es empfiehlt sich daher, den Monitor unbedingt mit 144 Hz zu betreiben.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des LG 27GN880 wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor selbst bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Die maximale Helligkeit liegt bei 401 cd/m² und lässt sich auf 69 cd/m² reduzieren. Obwohl der Proband die notwendige Helligkeit erreichen würde, ist er nicht DisplayHDR-400-zertifiziert.

Diagramm: LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung
LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung

Damian Köb

... stieß 2009 zum PRAD-Team und schreibt mit anhaltender Begeisterung fundierte Monitor-Testberichte. Als Vater von zwei Kindern verbringt er seine Freizeit mit der Familie, macht Sport, spielt Computerspiele und fährt Motorrad.

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2 Gedanken zu „Test LG 27GN880: Bestnote dank Nano-IPS und Ergonomie“

  1. Ich bin von dem integrierten Standfuß eigentlich auch begeistert gewesen: bis ich feststellte, dass die Pivot-Funktion nur in eine Richtung (wie abgebildet: Gegenuhrzeigersinn) möglich ist. Ich kann also nichtmal zwei dieser Monitore nebeneinander hochkant drehen – ohne den „dicken“ Logo-Rahmen dazwischen zu haben.
    Dafür ist es vielleicht 100° – also die gewünschte Parallelität sollte erreichbar sein.

    Vom Lieferumfang sehr positiv finde ich, dass das externe Netzteil mit einem Verlängerungskabel kommt.
    Ja, so sehe ich das mit den i-Tüpfelchen.

    Antworten
  2. Ich bin mir sicher, dass der LG 27GL850-B das 4K-Signal der PS5 intern auf 1440p downscalen kann. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob der 27 GN880 das ebenfalls kann? Ist jemand in der Lage, mir da weiterzuhelfen?

    Antworten

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