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Test Monitor Acer X222Wbd
5/5

Anwendungen

Mit seinem Breitbild-Format und der nativen Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln, bietet der Acer X222W viel Platz auf dem Desktop und ist somit prädestiniert für den Office-Einsatz. Auch bei Anwendungen für Grafik- und Videobearbeitung profitiert man von dem erweiterten Desktop. Bei Photoshop oder Flash lassen sich Fenster und Paletten bequem neben die eigentliche Arbeitsfläche schieben, ohne den Anwender weiter zu stören.

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Am Acer X222W dürfte jeder ‚Flasher‘ seine Freude haben.

Bei alltäglichen Tätigkeiten, wie dem Surfen im Internet hat das Widescreen-Format nur bedingt Vorteile, da die allermeisten Webseiten nach wie vor nicht für Breitbildformate optimiert sind. Dafür lassen sich an Geräten wie dem Acer X222W problemlos mehrere Browserfenster nebeneinander öffnen.

22-Zöller wie der Acer X222W sind auch in der Bildhöhe ausreichend groß dimensioniert um DIN A4 Seiten 1:1 darstellen zu können. Bei den meisten Anwendungsprogrammen kommen allerdings auch diverse Werkzeugleisten zum Einsatz, wodurch sich die darstellbare Fläche für die Textseiten verringert. So passt ein DIN A4 Blatt nicht mehr ganz in Originalgröße auf die Arbeitsfläche und muss für die komplette Darstellung etwas verkleinert werden.

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Die Textverarbeitung Word 2007 mit zwei Textseiten in der Bearbeitungsansicht.
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Excel 2007 mit geteilter Tabellendarstellung

DVD/Video

Die Wiedergabequalität des Acer X222W haben wir mit mehreren Film-DVDs, Videos und HD-Videos getestet. Bei Breitbild-TFTs fallen die schwarzen Balken bei Filmen deutlich schmaler aus, als bei Monitoren mit einem 4:3 bzw. 5:4 Seitenformat.

Wie die meisten TFT-Monitore, arbeitet auch der X222W mit einer festen internen Panelupdatefrequenz von 60 Hz. Bei der Wiedergabe von PAL-Material kann dies zu vereinzelten Rucklern (Juddering) führen, da Filme und Videos im PAL-Format üblicherweise eine Bildwechselfrequenz von 50 Hz aufweisen. Gängige Abspielprogramme verfügen mittlerweile über Features zur Kompensation unterschiedlicher Bildwechselraten (Trimension DNM) und sind somit in der Lage, PAL-Material durch Umrechnung auf 60 Hz praktisch ruckelfrei wiederzugeben.

Der X222W verfügt auch über integrierte Lautsprecher, deren dürftige Klangqualität allerdings kaum wahre Begeisterungsstürme bei echten Filmenthusiasten auslösen dürfte. In TFT-Monitoren eingebaute Boxen sind in den seltensten Fällen wirklich zu gebrauchen. Die flache Bauweise der TFTs erlaubt es schlicht nicht, wirklich gute Basstöner im Gehäuse zu integrieren.

Der Acer X222W erreicht erfreulicherweise auch ohne den Einsatz von Overdrive schnelle Reaktionszeiten. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf die Bildwiedergabe aus. Ohne wahrnehmbare Schlierenbildung meistert der X222W Filmszenen mit schnellen Schnitten und rasanten Kameraschwenks.

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Szene aus dem Film ‚Matrix Reloaded‘ am Acer X222W.

Dank seiner für TN-Verhältnisse sehr guten Eigenschaften bei Kontrast und Schwarzwert, stellt der Acer auch dunkle Filmpassagen und Szenen mit Lichtblitzen, Gegenlicht, Nebel oder Rauchschwaden ordentlich dar. Wie schon beim HP w2207 hervorgehoben, kann auch der Acer X222W speziell bei der Film- und DVD-Wiedergabe den Glossy-Vorteil ausspielen und erzeugt brillantere und strahlendere Bilder als die meisten anderen aktuellen 22-Zoll Geräte ohne eine derartige Displaybeschichtung.

Was die Darstellung der schwarzen Filmbalken angeht, zeigt sich uns das gleiche mäßige Bild wie bei allen anderen bislang von PRAD getesteten 22-Zöllern. Am oberen und unteren Panelrand leuchten auch beim X222W die CCFLs stärker durch als im restlichen Bildbereich, wodurch die Balken etwas heller erscheinen.

Darüber hinaus sind bei komprimiertem Videomaterial teils Kompressionsartefakte zu erkennen. Obwohl das TN-Panel des Acers mit Frame-Rate-Control arbeitet und somit volle 16,7 Mio. Farben darstellen kann, kommt es in bestimmten Filmsequenzen auch am X222W vereinzelt zu einem leichten Farbkriseln.

Filme und Videos in HD-Qualität wirken im Grunde an jedem Widescreen-TFT auf den ersten Blick besonders gut. Sein Glare-Panel lässt den Acer X222W aber auch hier wieder besser aussehen als die Konkurrenz.

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Szene aus dem HD-Film ‚V wie Vendetta‘ am Acer X222W.
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Dank ‚CrystalBrite‘ wird selbst HD noch schöner.

Was Schwarzwert und Farbbrillanz angeht, kann sich der X222W dank des verwendeten Glossy-Panels von den Konkurrenten absetzen. In der 22-Zoll-Klasse wird man kaum ein Modell finden, das in diesem Punkt besser abschneidet. Wem die Wiedergabequalität trotzdem nicht ausreicht, kann nur noch zu einem Breitbildmonitor mit VA- oder IPS-Panel greifen. Dann allerdings nicht in der Größe 22 Zoll, da in dieser Größenklasse ausschließlich TN Panel verbaut werden.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung / Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.3

(GUT)

Technische Spezifikation: Acer X222Wbd

Fazit

Acer hat mit dem X222W einen insgesamt gelungenen 22-Zöller auf den Markt gebracht, dessen besondere Fähigkeiten eindeutig im Office- und Multimediabereich liegen. Optisch macht das Gerät im Klavierlack-Look viel her und auch die Verarbeitung stimmt.

Bedauerlicherweise verfügt der X222W nicht über die gleichen ergonomischen Features wie sein stärkster Konkurrent – der HP w2207. Höhenverstellung und Schwenkfunktion sind ebenso wenig vorhanden wie eine Pivotfunktion. Wer auf derartige Ergonomie-Features besteht, dem bleibt nur der Griff zu einem alternativen Standfuß mit größerem Funktionsumfang. Unsere Redaktion hatte unlängst ein besonders interessantes Standfuß-Modell im Test.

Licht und Schatten auch bei der Bildqualität des Acer X222W: Während die subjektive Bildwiedergabequalität für ein TN-Panel als hervorragend gewertet werden kann, lässt die Ausleuchtung doch etwas zu wünschen übrig. Zwar fallen die Homogenitätsschwankungen bei entsprechender Umgebungsbeleuchtung kaum auf, dennoch haben wir in diesem Punkt auch bei TN-Monitoren schon besseres gesehen.

Bei Spielen und Filmen verhilft die CrystalBrite-Beschichtung dem Acer aber dennoch zu der besten Bildwiedergabequalität die wir je bei einem Monitor der 22 Zoll Widescreen-Klasse gesehen haben. Hier schlägt der X222W sogar den HP w2207 um einen winzigen Zacken. Dass die Bildqualität allerdings auch mit einem noch stärker reflektierenden Glare-Panel erkauft wurde, kann den unter dem Strich recht positiven Gesamteindruck kaum noch trüben.

Dank schneller Reaktionszeiten und dem Verzicht auf Overdrive wird der Acer X222W vor allem in der Gemeinschaft der Hardcoregamer viele Anhänger finden.

Da der HP w2207 momentan im Handel so gut wie nicht verfügbar ist, stellt der Acer X222W mehr als „nur“ eine Alternative dar.

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