Test Monitor AOC e2352Phz
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Profilgenauigkeit

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Wir beschränken uns dabei nachfolgend auf das Monitorprofil, das im Rahmen der Kalibrierung auf die sRGB-Empfehlungen bezgl. Weißpunkt und Gradation erstellt wurde. Nach Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben. Die Referenzwerte leiten sich entsprechend aus dem Monitorprofil ab.

Parameter Ziel Erreicht
6478 6507
95.12 100.00 108.65 95.13 100.00 109.11
0,1191 0,2848
0,22 0,2488
137,5 137,1
sRGB ~2,2 (avg.)

* CCT-Bezug / ** gemessen mit X-Rite DTP94

Aoc E2352phz Monitor Profilvalidierung
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Die Softwarekalibrierung und anschließende Profilierung basierte auf den weiter unten aufgeführten Parametern (Helligkeit: Sofern mit Bordmitteln erreichbar). Die Anführungszeichen sollen deutlich machen, dass es im Rahmen der Kalibrierung keinesfalls zu einer zielgerichteten Farbraumemulation kommt, sondern lediglich die in Klammern aufgeführten Vorgaben und eine möglichst hohe Neutralität bzw. Linearität sichergestellt werden. Die „Farbechtheit“ wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software und der im Profil erfassten Monitorcharakteristik erreicht. Weißpunkt und Gradation sind dabei im Rahmen der Kalibrierung keine fixen Größen.

„sRGB“ (Helligkeit: 140 cd/m², Gamma: sRGB, Weißpunkt: D65):
Helligkeit: 93, Rot: 50, Grün: 50, Blau: 47.

Aoc E2352phz Monitor Korrektur
Darstellung der RGB-Korrekturkurven der Grafikkarte nach der „sRGB“-Softwarekalibrierung mit iColor. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

Um einen ersten Eindruck von den tatsächlichen Abweichungen in farbmanagementfähiger Software zu geben, haben wir in Adobe Photoshop entsprechende Testpattern erzeugt, mit dem sRGB-Profil des Arbeitsfarbraumes versehen und ausgemessen. Als CMM kam Adobe (ACE) zum Einsatz. Aufgrund des relativ farbmetrischen Rendering-Intents bleiben durch das CMM verursachte Farbraumkompressionen aus.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Kalibriert Ziel Erreicht
D65 (6502) 6491
95.04 100.00 108.88 95.14 100.00 108.88
19,49/0,16
– (0,08) 0,26
140,00 137,1
0,27
507
sRGB ~2,2 (avg.)

* CCT-Bezug / ** gemessen mit X-Rite DTP94

Aoc E2352phz Monitor Kalibriert
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Durch die Kalibrierung des Monitors konnten der Weißpunkt und die Helligkeit sehr nah an den gewünschten Zielwert geführt werden, die Grauwerte und der Gammawert fallen ebenfalls positiv auf. Bei den Farbwerten gibt es allerdings einen Ausreißer und der Kontrast ist auf einen sehr niedrigen Wert von 500:1 gesunken. Daher ist der Monitor auch nach einer Kalibrierung höchstens für die Bildbearbeitung im Amateurbereich geeignet.

UGRA-Test

Abschließend haben wir den AOC e2352PHz auf die Empfehlungen der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit, sofern mit Bordmitteln erreichbar: 140 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Die Zertifizierung kann aber natürlich auch mit anderen Parametern erreicht werden. Falls der Monitor keinen Gamma-Regler besitzt, wird durch die Kalibrierung der Tonwertumfang im Regelfall zu stark eingeschränkt, um den Test mit den vorgegebenen Parametern zu bestehen.

Für hardwarekalibrierbare Bildschirme müssen wir derzeit leider auch eine Softwarekalibrierung durchführen, weil wir eine Standalone-Version noch nicht zur Verfügung haben. Den Schwarzwert begrenzen wir manuell auf 0,3 cd/m², um Schwächen des EyeOne Pro zu minimieren.

Aoc E2352phz Monitor Ugra
Der ausführliche UGRA-UDACT-Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Überraschenderweise kann der Monitor den UGRA-Test knapp bestehen, nach den mittelprächtigen Resultaten der vorherigen Messungen ist dies ein sehr positives Ergebnis.

Interpolation

Eine Interpolation kann bei alten Programmen und Spielen benötigt werden, die nur in einer kleineren Auflösung zu betreiben sind. Spieler mit einer etwas schwächeren Grafikkarte können durch eine Reduzierung zudem die benötigte Leistung senken. Der AOC e2352PHz besitzt die beiden Bilddarstellungsvarianten „wide“ und „4:3“. In der ersten Einstellung wird jede Auflösung auf der gesamten Fläche abgebildet, unabhängig vom Seitenverhältnis, in der zweiten Einstellung wird es im 4:3 Format dargestellt. Eine seitengerechte Einstellung oder eine 1:1 Darstellung wird nicht angeboten.

Interpolation Text

Die schlechtesten Resultate lieferten die beiden Auflösungen 1.680 x 1.050 und 1.600 x 900. In beiden Modi konnten deutliche Unschärfen erkannt werden. Die Auflösung 1.280 x 1.024 konnte hingegen gut, die Auflösung 1.024 x 768 sogar sehr gut dargestellt werden. Die beiden kleineren Auflösungen haben dafür aber große schwarze Balken an den Seiten oder ein völlig verzerrtes Seitenverhältnis im Vollbild.

Ebenfalls ein gutes Bild lieferten die Auflösungen 1.440 x 900 und 1.280 x 720. Die beiden 16:9 Formate können nur im Vollbild angezeigt werden, was durch das native 16:9 Format aber keinen Nachteil mit sich bringt. Wenn möglich sollte daher einer dieser beiden Auflösungen gewählt werden, um den vollen Platz des Bildschirms nutzen zu können und gleichzeitig die Grafikkarte zu schonen.

Aoc E2352phz Monitor Interpolation1680
Aoc E2352phz Monitor Interpolation1600
Die Auflösungen 1.680 x 1.050 (links) und 1.600 x 900 (rechts).
Aoc E2352phz Monitor Interpolation1280
Aoc E2352phz Monitor Interpolation1024
Die Auflösung 1.280 x 1.024 (links) und 1.024 x 768 (rechts).

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