Test Monitor Asus MX27UQ
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Subjektive Beurteilung

Der PixPerAn-Lesbarkeitstest gelingt beim MX27UQ bis einschließlich Stufe 8 noch gut. Darüber hinaus verwechselt man ähnlich aussehende Buchstaben durch die entstehende Unschärfe. Im Speedtest der Eizo-Monitor-Tools werden nachleuchtende Kanten erst ab 800 pix/sek sichtbar. Das ist ein ordentliches Ergebnis.

In der Werkseinstellung (TraceFree 60) erreicht der ASUS bei fast allen Graustufenübergängen gute Werte im Bereich von 5,6 / 6,5 ms.

Wir empfehlen, den ASUS in der Werkseinstellung zu betreiben (TraceFree 60), um allzu große Überschwinger zu vermeiden. Der Reaktionszeitgewinn bei TraceFree 80 oder 100 ist zu klein, um den Qualitätsverlust zu rechtfertigen.

Die gute Reaktionszeit und der sehr niedrige Input-Lag von 5,3 ms machen den MX27UQ zu einem guten Gaming-Monitor. Auch im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Der MX27UQ ist zwar kein Monitor für Profi-Gamer, dürfte aber umgekehrt nicht nur Gelegenheitsspieler zufriedenstellen.

Das blickwinkelstabile AH-IPS-Panel im 16:9-Format kann jetzt mit der vollen 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) anstelle der bisherigen WQHD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel) aufwarten. Man muss daher jetzt zwangsläufig die Skalierung des Betriebssystems bemühen (wir verwendeten 150 %), da sonst Texte und Icons einfach zu klein werden. Die Schärfe bei Texten und der Präsentation von Bildern ist wie gehabt sehr gut. Der Unterschied zu WQHD dürfte aber – wenn überhaupt – nur auffallen, wenn man beide Displays direkt nebeneinander stellt.

Sound

Der MX27UQ besitzt wie sein Vorgänger zwei integrierte Stereo-Lautsprecher mit je 3 Watt Leistung, die zudem mit der aktuellsten Klangtechnologie von Bang & Olufsen aufgepeppt sind. Die ICEpower-Technologie von Bang & Olufsen wurde speziell für besonders kompakte Mediengeräte entwickelt und soll selbst bei begrenztem Platz einen exzellenten Klang ermöglichen.

Asus Mx27uq Monitor Audio
Sound onboard

Am PC wird der MX27UQ einwandfrei als Wiedergabegerät erkannt, und der Ton kann sowohl via HDMI also auch via DisplayPort über die integrierten Lautsprecher ausgegeben werden.

Neu ist die Möglichkeit, den MX27UQ auch drahtlos via Bluetooth mit Klang zu versorgen. Die Koppelung mit einem iPhone klappte auf Anhieb einfach und unkompliziert. Eine Bestätigungsabfrage am Display erfolgt allerdings nicht, so dass sich bei eingeschaltetem Bluetooth praktisch jeder mit dem Gerät verbinden kann.

Asus Mx27uq Monitor Lautsprecher
Lautsprecher mit Bluetooth, aber durchwachsenem Klang

Im OSD kann die Klangwiedergabe mittels Audio-Wizard für Musik, Film, Gaming etc. angepasst werden. Allzu viel sollte man von den integrierten Lautsprechern trotzdem nicht erwarten. Mitten und Höhen werden sehr gut differenziert wiedergegeben, aber wie zu erwarten fehlt es trotzdem an Volumen und Bass.

Für die üblichen PC-Klänge oder YouTube-Videos mit eher informativem Charakter reicht es aber allemal. Wenn die Unterhaltung im Vordergrund steht (Video, Gaming), steigert bereits ein preisgünstiges 2.1-Lautsprecher mit separatem Subwoofer die Klangwiedergabe ungemein.

DVD und Video

Der MX27UQ bietet mit dem „Theatermodus“ eine Voreinstellung für Filme an. Die Darstellung wirkt auf den ersten Blick sehr kontrastreich mit einem strahlenden Weiß. Allerdings fällt die Farbabstimmung merklich zu kühl aus, und auch der Detailverlust in dunklen Bildbereichen ist nicht zu übersehen.

Da die HDTV-Norm in etwa dem sRGB-Farbraum entspricht, kann man hier auch stattdessen den Bildmodus „sRGB“ verwenden, muss dann aber auf eine Regulierung der Helligkeit verzichten. Wir haben den MX27UQ daher im Werksmodus „Standard“ belassen.

In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der ASUS MX27UQ zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Die Darstellung gefällt vor allem durch den guten Schwarzwert und Im-Bild-Kontrast. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen treten nicht auf. Der Ton kann sowohl via HDMI also auch am Display Port über die integrierten Lautsprecher ausgegeben werden.

Spezielle Multimedia-Features wie z. B. Bild in Bild, TV-Tuner oder 3D-Wiedergabe bietet der MX27UQ nicht. Dafür ist – dank der guten Blickwinkelstabilität – der Filmspaß auch mit mehreren Zuschauern gewährleistet.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der MX27UQ besitzt zwei HDMI-Anschlüsse, nur einer davon kann für die volle 4K-Auflösung bei 60 Hz verwendet werden. Diesen Anschluss haben wir auch für die Verbindung mit dem Blu-ray-Player genutzt.

Die für die Blu-ray-Wiedergabe wichtige Bildwiederholfrequenz 24 Hz kann zwar entgegengenommen werden und wird auch in den Monitor-Infos korrekt angezeigt. Die 24-Hz-Frequenz gehört aber laut Handbuch nicht zu den unterstützten Bildwiederholfrequenzen. Wir können nicht ausschließen, dass das Display intern auf 60 Hz umrechnet und damit auch Mikroruckler auftreten können.

1080p- und 720p-Signale werden standardmäßig bildschirmfüllend und ohne Verzerrungen angezeigt. Wer die im Menü „Bildeinrichtung“ „Kontrollen“ getaufte Option zur Einstellung des Seitenverhältnisses nicht findet, hat nichts verpasst. Auch sie bietet als einzige Option „Vollbild“. Damit sind abweichende Formate wie DVD etc. nur verzerrt wiederzugeben. Die Entgegennahme von Halbbildmaterial ist nicht vorgesehen.

Bei Standard-BDs mit 1080p-Auflösung ist der MX27UQ im Vergleich zum Vorgänger im Vorteil, da die Auflösung einfach nur verdoppelt werden muss. Einen echten Vorteil hinsichtlich Schärfe und Bildqualität hat man aber erst, wenn man auch echtes 4K-Material verwendet.

Die entsprechende Spezifikation für die UHD-Blu-ray – also den Blu-ray-Nachfolger – wurde im Mai 2015 verabschiedet. Sucht man heute bei Amazon nach UHD-Blu-rays, bekommt man immerhin schon 289 Treffer angezeigt.

Overscan, Farbmodelle und Signallevel

Eine Overscan-Option haben wir im Menü des MX27UQ nicht mehr gefunden. Farbmodelle lassen sich im Menü des Monitors nicht wählen, und auch der Signallevel ist nicht wählbar. Es muss daher gehofft werden, dass der Monitor bei externen Quellen immer den richtigen Signallevel zuordnet, eine manuelle Korrektur ist nicht möglich. Im Test klappte dies aber einwandfrei.

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