Test Monitor Asus PG279Q
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Asus Pg279q Monitor 60Hz Netz Aus
Asus Pg279q Monitor 144Hz Netz Aus
60-Hz-Overdrive „Aus“ (links) und 144-Hz-Overdrive „Aus“ (rechts).
Asus Pg279q Monitor 60Hz Netz Normal
Asus Pg279q Monitor 144Hz Netz Normal
60-Hz-Overdrive „Normal“ (links) und 144-Hz-Overdrive „Normal“ (rechts).
Asus Pg279q Monitor 60Hz Netz Extreme
Asus Pg279q Monitor 144Hz Netz Extreme
60-Hz-Overdrive „Extreme“ (links) und 144-Hz-Overdrive „Extreme“ (rechts).
Asus Pg279q Monitor 165Hz Netz Extreme
165-Hz-Overdrive „Extreme“.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ASUS PG279Q messen wir mit 2,8 ms bei 165 Hz eine sehr kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 2,3 ms ebenfalls sehr kurz. Eine Gesamtlatenz von nur 5,6 ms empfiehlt ihn auch für schnelle Shooter.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist das Display auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Asus Pg279q Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Obwohl jeder Monitor etliche Tests mit hochpräzisen Messgeräten über sich ergehen lassen muss, treten vereinzelnd Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive auf. Auch wird hier das Handling beurteilt und wie sich das Display im Spielbetrieb schlägt. Dafür haben wir uns einige Zeit hingesetzt und das Rennspiel „DiRT Rally“ gespielt, Filme geschaut und kleinere Tests durchgeführt. Außerdem wurden hier die verschiedenen Funktionen getestet, die dem Monitor speziell für den Spielbetrieb mit auf den Weg gegeben wurden.

Die Vorschusslorbeeren, die der Vorgänger von uns bekam, müssen jetzt vom PG279Q behauptet werden. Man sollte jedoch beachten, dass G-Sync zum damaligen Zeitpunkt ein Alleinstellungsmerkmal war. AMD hat mittlerweile mit FreeSync seine Waffe gegen Tearing, Stuttering und erhöhtem Input-Lag auf dem Markt etabliert, was das Ergebnis nun vergleichbar macht.

Test mit Rennspiel „DiRT Rally“

Die Cockpit-Ansicht beinhaltet alles Notwendige, um die Leistungsfähigkeit des Monitors beurteilen zu können. Schnell bewegte Bildanteile durch die Piste und vorbeifliegender Vegetation. Der langsam und gleichmäßig über das Bild laufende Horizont und der starke Kontrast zwischen Himmel und Baumwipfeln.

Performance-technisch liefert der PG279Q richtig ab und macht enormen Spaß. Das G-Sync-Modul funktioniert hervorragend und würde selbst noch bis hoch zum 165-Hz-Modus arbeiten, was aber wohl für die Wenigsten interessant sein dürfte. Wir haben das probehalber getestet. Unsere Testumgebung besteht aus folgenden Komponenten:

Betriebssystem: Windows 10
CPU: Intel Core i7-3820 (3,6 GHz)
RAM: 16 GB
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 970

Um in den Bereich von 165 fps zu kommen, mussten sämtliche Grafik-Settings auf ein Minimum verringert werden. Der Abgleich zwischen Monitor und Grafikkarte funktioniert dann auch tadellos. Um allerdings mit ansprechenden Settings zu spielen und G-Sync bis zu diesen hohen Bildwiederholungsfrequenzen zu nutzen, sind leistungsfähigere Komponenten notwendig. Aber selbst dann wird es schwierig sein, solch hohe Bildraten bei grafisch aufwendigen Spielen zu erreichen.

Das ist aber auch nicht unbedingt notwendig, da uns bei einem fix eingestellten Wert (deaktiviertes G-Sync) von 165 Hz am Monitor jegliches Tearing nicht mehr aufgefallen ist. Selbst bei 144 Hz konnten wir dies nicht mehr wahrnehmen. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass die Grafikkarte im Minimum rund 60 fps liefert. Alles, was darunter liegt, ist eindeutig ein Fall für G-Sync.

Die Overdrive-Einstellung „Normal“ ist dabei ideal gewählt. Erhöht man diese Einstellung auf „Extreme“, sieht man an schnell bewegten Kanten eine Korona. Es wäre aber übertrieben zu sagen, dass das Display so nicht mehr spieltauglich wäre. Anhänger schneller Shooter werden wahrscheinlich sogar diese Einstellung wählen, um das letzte bisschen Geschwindigkeit aus dem Gerät herauszukitzeln.

Im Gegensatz zu AMDs FreeSync konnte uns G-Sync mehr überzeugen. Das liegt zum einen daran, dass G-Sync von 30 Hz bis hoch zu 165 Hz funktioniert, FreeSync jedoch künstlich beschnitten wird. AMD setzt beim direkten Konkurrenten, dem MG279Q, zwar die untere Grenze schon etwas weiter herunter, als bei anderen Monitoren, die mit FreeSync ausgestattet sind – und zwar auf 35 Hz –, bei 90 Hz nach oben ist aber Schluss. Darüber muss man erneut auf FreeSync verzichten, bei G-Sync geht’s dann einfach weiter. Zum anderen bemerkten wir bei G-Sync keinerlei Aussetzer, die uns bei FreeSync des Öfteren auffielen.

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