Test Monitor Asus PG279Q
9/9

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Bewertung

ab 739,00 €
4.1

(GUT)

Fazit

Mit dem ROG Swift PG279Q gelingt ASUS eine tolle Weiterentwicklung des PG278Q. Das detailreiche Design blieb nahezu unverändert und wartet mit sämtlichen ergonomischen Möglichkeiten auf, um physisch auch für längere Gaming-Sessions gewappnet zu sein.

Die Umorientierung von einem TN- auf ein IPS-Panel kommt der Bilddarstellung klar zugute. Bereits ab Werk kann der PG279Q mit einem Farbraumvolumen von 97 % sRGB, das sich nach Kalibration auf 99 % steigert, und einer guten Farbgenauigkeit punkten. Somit eignet sich der Monitor auch für die Bearbeitung der Urlaubsfotos. Neben der sehr guten Blickwinkelstabilität passen Ausleuchtung und Bildhomogenität im Grunde gar nicht zu diesen tollen Ergebnissen. Beides ist völlig misslungen, so dass bereits mit dem bloßen Auge Unregelmäßigkeiten bei einem weißen Bild sichtbar sind.

Nachgebessert wurde an der Konnektivität, die ein großer Schwachpunkt seines Vorgängers war. Neben DisplayPort steht nun auch eine HDMI-Schnittstelle zur Verfügung und lässt den ROG Swift Entertainment-Geräten verbinden. Popcornfeeling wird an dieser Schnittstelle aber trotzdem nicht aufkommen, da einzig 60 Hz unterstützt wird.

Aber in erster Linie ist der ASUS ROG Swift PG279Q ein Gaming-Display ohne Wenn und Aber. Hier liefert er auch sehr gute Leistungen ab. Gemessen an der Geschwindigkeit haben wir in den optimalen Einstellungen bislang keinen Monitor erleben dürfen, der eine so hohe Bildqualität liefert. Ob der 165-Hz-Modus nun einen praktischen Nutzen gegenüber 144 Hz hat, lassen wir einmal dahingestellt. Werbewirksam ist er auf jeden Fall und bildet erneut ein Alleinstellungsmerkmal, das ihn von der breiten Masse abhebt. Auch das G-Sync-Modul verrichtet seinen Dienst wie ein Uhrwerk und leistet sich keinerlei Aussetzer. Dabei gibt es einen Vorteil gegenüber seinem direkten Konkurrenten, dem MG279Q: Während das AMD Pendant in der Bandbreite von 35 bis 90 Hz beschnitten ist, kann der ROG Swift von 30 bis 165 Hz aus dem Vollen schöpfen. Zu guter Letzt wurde noch der ULMB-Modus als wirksame Waffe gegen Bewegungsunschärfe vom Vorgänger übernommen. Es stellt sich allerdings die Frage, warum der 3D-Modus nicht übernommen wurde. Uns hat er definitiv gefehlt.

Lohnt sich nun der Wechsel vom ROG Swift PG278Q auf das neuere Modell?

Wenn man das Display alleine für den Gaming-Betrieb nutzen will: Ganz klar nein, da der 165-Hz-Modus so gut wie keinen Mehrwert darstellt und die Performance bereits beim Vorgänger sehr gut abgeschnitten hat. Außerdem verliert man die 3D-Funktionalität. Wer eine gute Blickwinkelstabilität als Muss ansieht und einen zusätzlichen Eingang (HDMI) benötigt, für den könnte sich die Anschaffung lohnen.

Mit einem Straßenpreis von derzeit rund 850 € erhält man ein Gaming-Display, das auch abseits des Spielbetriebs eine gute Figur macht. Die Performance im Spielbetrieb ist anderen Displays erneut eine Nasenlänge voraus, was den Preis auf jeden Fall rechtfertigt. Als Gaming Monitor kann hier nur eine sehr gute Wertung herausspringen. Selbst die sehr schlechte Farbreinheit, von der man subjektiv nichts sieht und nur bei einem Grafik-Monitor ein K.o. Kriterium darstellt, hätte uns nicht dazu bewegt eine Abwertung vorzunehmen. Die schlechte Ausleuchtung verhindert jedoch die Bestnote.

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