Test Monitor ASUS VE278Q
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Interpolation

Der Asus VE278Q bietet zwei verschiedene Darstellungen für nicht native Auflösungen an. Er kann sie entweder auf die gesamte Fläche des Monitors strecken oder 1:1 darstellen. Eine 4:3 Einstellung war ab der Auflösung 1.280 x 1.024 oder kleiner möglich. Notwendig ist eine kleinere Auflösung bei älteren Spielen oder Programmen, die sich ansonsten nicht starten lassen, außerdem kann es auch sinnvoll sein, aktuelle Spiele in einer kleinen Auflösung anzuzeigen, wenn man keine leistungsstarke Grafikkarte besitzt.

Interpolation Text

Wir haben exemplarisch die Auflösungen 1.680 x 1.050 und 1.280 x 1.024 getestet, um den Unterschied in den beiden bzw. drei Modi aufzuzeigen. Einschränkungen gab es aber auch bei den anderen Auflösungen nicht, eine Auflösung im 16:9 oder 4:3 Format wurde ebenfalls im Vollbild oder in der 1:1 Darstellung wiedergegeben.

Die Auflösung 1.680 x 1.050 wurde leicht unscharf dargestellt, die Streckung in der Breite ist aber kaum aufgefallen. In der 1:1 Darstellung war das Bild perfekt und die angezeigten schwarzen Balken noch nicht sehr groß. Dies änderte sich in der 1.280 x 1.024 Pixel Auflösung deutlich, dort waren die Balken schon sehr dominant. Auch eine 4:3 Einstellung brachte wenig Besserung. Die Darstellung im Vollbild wurde sehr in die Breite gezogen, so dass diese Auflösung in keinem Modus überzeugen konnte.

Asus Ve278q Monitor Interpolation1680voll
Asus Ve278q Monitor Interpolation1680
Die Auflösung 1.680 x 1.050 im Vollbild (links)und 1:1 (rechts)
Asus Ve278q Monitor Interpolation1280voll
Asus Ve278q Monitor Interpolation1280
Asus Ve278q Monitor Interpolation1280 43
Die Auflösung 1.280 x 1.024 im Vollbild (links), 1:1 (mittig) und 4:3 (rechts)

Interpolation Spiele

In Spielen waren die gleichen Einstellungen wie unter Windows möglich, dargestellt haben wir aber nur Auflösungen im Vollbildmodus. In der 1:1 Darstellungen waren sie, wie zu erwarten war, sehr gut, große schwarze Balken an den Seiten stören aber gerade beim Spielen sehr, so dass dies für viele nur eine Notlösung sein dürfte.

Die 16:10 Auflösung wurde etwas in die Breite gezogen und leicht unscharf wiedergegeben, die 1.440 x 900 Pixel Auflösung wurde hingegen fast perfekt wiedergegeben, so dass bei kleineren Auflösungen möglichst ein 16:9 Format gewählt werden sollte. Scharf, aber deutlich in die Breite gezogen, wurde die Auflösung von 1.280 x 1.024, im Vollbild macht ein Spielen in dieser Auflösung daher keinen Spaß. Die kleinste von uns getestete Auflösung lieferte das schlechteste Ergebnis, da diese das Spiel nicht nur unscharf, sondern auch verzerrt wiedergegeben hat.

Asus Ve278q Monitor Anno1680
Asus Ve278q Monitor Anno1440
Links Auflösung 1.680 x 1.050 (16:10) und rechts 1.440 x 900 (16:9)
Asus Ve278q Monitor Anno1280
Asus Ve278q Monitor Anno1024
Links Auflösung 1.280 x 1.024 (5:4) und rechts 1.024 x 768 (4:3)

Bildschärfe

Die Schärfe kann im Bereich von 0 bis 100 eingestellt werden, allerdings nur in 10er Schritten. Voreingestellt ist mit 50 der Mittelwert, welcher die native Auflösung auch am besten darstellt. Bei der Verwendung von anderen Auflösungen kann etwas nachschärfen dagegen sinnvoll sein. Die geringste Einstellung war deutlich unscharf, die höchste dagegen leicht überschärft, so dass ein Wert in der Nähe von 50 auch bei anderen Auflösungen die beste Wahl sein wird.

Am Beispiel eines Ausschnittes eines Worddokumentes haben wir drei Einstellungen bildhaft dargestellt:

Asus Ve278q Monitor Scharf0
Deutlich unscharfe Bilddarstellung bei Schärfe 0
Asus Ve278q Monitor Scharf50
Werkseinstellung: Schärfe 50
Asus Ve278q Monitor Scharf100
Leicht überschärfte Anzeige bei Schärfe 100

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten eines Monitors wird im Wesentlichen von den Schaltzeiten, dem Overdrive-Verhalten und der Latenzzeit bestimmt. Diese Einflussgrößen ermitteln wir in einem neuen Verfahren mit Fotosensoren und einem Oszilloskop.

Den VE278Q haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde zunächst auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, die Helligkeit wurde auf 100 Prozent eingestellt. Das adaptive Kontrastmanagement blieb ausgeschaltet. Zusätzlich haben wir den Einfluss der Option „Trace Free“ auf das Reaktionsverhalten untersucht. Diese ist standardmäßig auf den Wert 60 eingestellt.

Schaltzeiten

Nach der älteren Norm ISO 13406-2 wird der Monitor von Schwarz zu Weiß umgeschaltet und wieder zurück. Die gemessenen Schaltzeiten zwischen 10 und 90 Prozent Helligkeit (rise + fall) werden addiert und als Bildaufbauzeit bezeichnet. Die aktuelle Norm ISO 9241-305 beschreibt die Bildaufbauzeit dagegen als mittlere Übergangszeit zwischen fünf verschiedenen Grauwerten hin und zurück. Vielfach wird die Bildaufbauzeit auch als Reaktionszeit oder Response Time bezeichnet.

Asus Ve278q Monitor Bildaufbauzeit
Die Schaltzeiten von Schwarz zu Weiß zeigen ein schnelles TN-Panel

Erläuterung der Darstellung: Die Schaltzeiten ermitteln wir in zwei Messreihen, die sich an beiden Normen orientieren. Die erste Messreihe beschreibt die Zeit für einen Schwarz-zu-Grau-Bildwechsel, bei dem das Bild abrupt von Schwarz (RGB 0) zu Grau umschaltet (Anstiegszeit, Rise Time) und wieder zurück (Abfallzeit, Fall Time). Der Grauwert variiert dabei von 30 % (RGB 77) bis 100 % (RGB 255 = Weiß), der 100 %-Wert entspricht also dem alten Normwert schwarz-zu-weiß. Diese Reihe trifft am ehesten auf Bildmaterial mit starken Kontrasten zu.

Die zweite Messreihe beschreibt die Zeit für einen Grau-zu-Grau-Bildwechsel, bei dem das Bild zwischen zwei Grauwerten umgeschaltet wird. Die beiden Grauwerte liegen jeweils nur um 30 Prozent auseinander (100 %: RGB 178 zu 255, 90 %: RGB 153 zu 230, 80 %: RGB 128 zu 205, usw.). Diese Reihe trifft eher auf Bildmaterial mit geringeren Kontrasten zu. Die so ermittelten Stichproben berücksichtigen nicht nur die günstigsten Werte aus dem gesamten Messfeld und liegen deshalb oft erheblich über den Herstellerangaben.

Das Datenblatt des Asus VE278Q beziffert die Reaktionszeit mit 2 Millisekunden (grey-to-grey). Bei unseren Messungen mit der Einstellung Trace Free = 60 erreichen wir diesen Wert nicht: die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) beträgt 4,8 Millisekunden.

Die Untersuchung zeigt, dass hier ein schnelles TN-Panel verwendet wird. Die Anstiegszeiten liegen durchgängig zwischen 3,5 und 4,5 Millisekunden, die Abfallzeiten unter 0,8 Millisekunden. Bei den Grau-zu-Grau-Wechseln verlängern sich die Abfallzeiten auf 5 Millisekunden bei 100 Prozent.

Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Sg
Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Gg30
Schaltzeiten Trace Free 60, links: schwarz-zu-grau; rechts: grau-zu-grau 30%

Die Option „Trace Free“ kann in 20er Schritten zwischen 0 und 100 eingestellt werden. Neben der Standardeinstellung 60 haben wir noch die Reaktionszeiten für die beiden Endwerte 0 und 100 dokumentiert.

Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Sg Tf0
Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Gg30 Tf0
Schaltzeiten Trace Free 0, links: schwarz-zu-grau; rechts: grau-zu-grau 30%

Zunächst hatten wir einen deutlichen Einfluss auf die Schaltzeiten erwartet, doch das Gegenteil ist der Fall: in allen Einstellungen ändern sich die gemessenen Schaltzeiten kaum, der Mittelwert über alles liegt immer zwischen – sehr kurzen – 4,5 und 5,0 Millisekunden.

Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Sg Tf100
Asus Ve278q Monitor Schaltzeiten Gg30 Tf100
Schaltzeiten Trace Free 100, links: schwarz-zu-grau; rechts: grau-zu-grau 30%

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