Test Monitor ASUS VZ27AQ
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 39
Kontrast: 80
Gamma eingestellt: keine Einstellmöglichkeit
Gamma gemessen: 2,15
Farbtemperatur: Anwender
RGB: 97/91/100
Color-Gamut: k.A.
DUE Priority: k.A.
Schärfe: nicht verfügbar
Reaktionszeit: 60

Profilvalidierung

Asus Vz27aq Monitor Val
 

Der ASUS VZ27AQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Asus Vz27aq Monitor Kal Srgb
 

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Bei den Farben bleiben nach der Kalibration keinerlei Auffälligkeiten mehr übrig. Die Farbraum-Abdeckung hat sich leicht von sehr guten 99 % auf 100 % verbessert. Die Graubalance ist ebenfalls gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den ASUS VZ27AQ haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz und bei 75 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Der ASUS besitzt sechs Reglerpositionen für seine „TraceFree“ genannte Overdrive-Funktion (0, 20, 40, 60, 80, 100). In der Werkseinstellung ist die Option „60“ aktiviert. In dieser Einstellung werden die Reaktionszeiten effektiv gekürzt und es entstehen vertretbare Überschwinger.

60 Hz und 75 Hz, Overdrive „TraceFree 0“

Mit abgeschaltetem Overdrive ist die Abstimmung v. a. bei 75 Hz extrem neutral. In beiden Fällen ist die Bildwechselzeit bereits zufriedenstellend. Während die Grauwechsel bei 60 Hz überraschenderweise merklich besser abschneiden als bei 75 Hz, zeigt sich beim Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte kaum ein Unterschied: 19,5 ms vs. 18,5 ms.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Asus Vz27aq Monitor 60hz Schaltzeiten Tf 0
Asus Vz27aq Monitor 60hz Gtg Tf 0
60 Hz (Overdrive „TraceFree 0“): Langsame Schaltzeiten, frei von Überschwingern
Asus Vz27aq Monitor 75hz Schaltzeiten Tf 0
Asus Vz27aq Monitor 75hz Gtg Tf 0
75 Hz (Overdrive „TraceFree 0“): Langsame Schaltzeiten, frei von Überschwingern

60 Hz und 75 Hz, Overdrive „TraceFree 60“

In der Werkseinstellung („TF 60“) erreicht der ASUS bei fast allen Graustufenübergängen Messwerte um 7,5 ms.

Hinsichtlich Überschwingern ist die Abstimmung bei „TraceFree 60“ fast genauso neutral wie bei abgeschaltetem Overdrive. Die Reaktionszeiten werden aber effektiv gekürzt: 7,3 ms/7,1 ms (rise/fall) anstelle von 9,8 ms/9,7 ms (rise/fall).

Der Unterschied zwischen 60 Hz und 75 Hz ist ähnlich wie bei abgeschaltetem Overdrive sehr gering bei unseren Durchschnittsmessungen. Aufgrund des besseren CtC-Wertes empfiehlt sich eigentlich sogar ein Betrieb bei 60 Hz. Kritische Farbübergänge stellen für den ASUS auf jeden Fall keine Hürden dar. Auch bewegte Farbkanten werden scharf abgebildet.

Asus Vz27aq Monitor 60hz Schaltzeiten Tf 60
Asus Vz27aq Monitor 60hz Gtg Tf 60
60 Hz (Overdrive „TraceFree 60“): Ordentliche Schaltzeiten, minimale Überschwinger
Asus Vz27aq Monitor 75hz Schaltzeiten Tf 60
Asus Vz27aq Monitor 75hz Gtg Tf 60
75 Hz (Overdrive „TraceFree 60“): Ordentliche Schaltzeiten, minimale Überschwinger

60 Hz und 75 Hz, Overdrive „TraceFree 100“

Über die Werkseinstellung hinauszugehen, können wir nicht empfehlen. Zwar werden dadurch sehr schnelle Schaltzeiten erreicht. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte ist mit 6,5 ms sehr flott, und auch der CtC-Wert ist mit 4 ms Spitze.

Blickt man aber auf die entstehenden Überschwinger, hat ASUS hier den Bogen klar überspannt. Spätestens bei „TF 100“ sind die Doppelkanten und Überschwinger deutlich zu hoch.

Asus Vz27aq Monitor 60hz Schaltzeiten Tf 100
Asus Vz27aq Monitor 60hz Gtg Tf 100
60 Hz (Overdrive „TraceFree 100“): Sehr schnelle Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen
Asus Vz27aq Monitor 75hz Schaltzeiten Tf 100
Asus Vz27aq Monitor 75hz Gtg Tf 100
75 Hz (Overdrive „TraceFree 100“): Sehr schnelle Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

1 KOMMENTAR

  1. Wie immer, eure Tests sind nun sinnlos und mitunter eine der schlechtesten im Netz. Mit eurer Kriegserklärung gegen Farbräume ist selbst Chip besser, und dabei auch nach genau denselben Kriterien, für die ihr euren Hass gegen zwei von drei Farben ausgedrückt habt (Vereinfachung)… Farbräume hben in keiner Weise mehr etwas mit „Bildbearbeitung“ (übrigens was für ein narziasistischer Schwachsinn!) zu tun als Farbgenauigeit. Im Gegenteil: Farben sieht man sowieso. Und erst recht natürliche Farben, die nicht nur Kontrast oder „Warnfarben“ sind (Grau und Rot).

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