Test Monitor BenQ EW2740L
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Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Panel des BenQ EW2740L ist mattiert und zeigt einen seidigen Glanz. Die Entspiegelung ist nicht ganz so effektiv wie bei matten Panels, starkes oder gebündeltes Fremdlicht kann schon mal lästig werden.

Benq Ew2740l Monitor Coating
Benq Ew2740l Monitor Refcoat
Das Coating des BenQ EW2740L (linkes Foto).

Die einzelnen Subpixel werden in der Makroaufnahme unverzerrt und klar umrissen dargestellt. Das ist vorteilhaft für die Schärfeleistung. Den berüchtigten Kristalleffekt haben wir nicht beobachtet.

Graustufen

Werkseitig ist beim BenQ EW2740L ein Kontrast von 50 eingestellt. Ein nicht optimal eingestellter Kontrastwert macht sich bei der Weißstufendarstellung negativ bemerkbar. Mit der Werkseinstellung ist der BenQ EW2740L in der Lage Weißstufen bis 253 klar differenziert anzuzeigen. Bereits ein Anheben auf 52 lässt Weißstufen verschwinden. Eine Differenzierung ist nur noch bis 249 möglich.

Auf die Schwarzstufendarstellung hat der Anwender beim BenQ EW2740L nur mittels Bildmodus Einfluss da ein Schwarzwert-Regler fehlt. Hier zeichnen sich leichte Schwächen des VA Panels ab. Schwarzstufen können bestenfalls ab Stufe 4 differenziert werden, in den Bildmodi Kino, Spiele und Foto ist das Ergebnis besonders schlecht, da hier sogar erst ab Stufe 14 bzw. 20 eine Unterscheidung möglich ist. Gerade in dunklen Szenen beim Spielen oder Filme schauen, kann dieses Verhalten dazu führen, dass dunkle Details einfach verschluckt werden. Daher sollte man diese Bildmodi besser meiden.

Benq Ew2740l Monitor EW2740L Schwarzst
Benq Ew2740l Monitor EW2740L Weissst
Überprüfung der Weiß- und Schwarzstufen Darstellung beim BenQ EW2740L.

Überraschend gut ist die Bildqualität nach Kalibrierung und Profilierung des BenQ EW2740L. Bei den meisten Bildschirmen im Consumer-Segment, muss die Grafikkarte fehlende Leistung der Hardware kompensieren was immer zu Lasten der Bildqualität geht. Nicht so beim BenQ EW2740L. Auch nach der Kalibrierung bleiben Farbverläufe ohne Banding.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

BenQ ist beim EW2740L eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung des Displays gelungen. Einerseits sorgt der niedrige Schwarzpunkt für eine satte Schwarzdarstellung, andererseits gibt es bei VA Panels keine Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel wie bei IPS Panels.

Benq Ew2740l Monitor EW2740L Ausl 01
Benq Ew2740l Monitor EW2740L Ausl 02
Sehr gleichmäßige Ausleuchtung des Displays beim BenQ EW2740L.

Helligkeit, Schwarzpunkt und Kontrast

Helligkeit Hersteller Gemessen Schwarzpunkt Kontrast
100 % 300 cd/m² (tyo.) 352 cd/m² 0,15 cd/m² 2347:1
50% k.A. 200 cd/m² 0,08 cd/m² 2500:1
0 % k.A. 18 cd/m² 0,01 cd/m² 1820:1

 

Auf dem Datenblatt zum BenQ EW2740L nennt der Hersteller eine typische Helligkeit von 300 cd/m². Im Standard Bildmodus und bei maximaler Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 352 cd/m². Das sind 17 Prozent mehr als angegeben. Der Schwarzpunkt ist mit 0,15 cd/m² typisch für ein VA Panel sehr niedrig. Daraus resultiert ein Kontrastverhältnis von 2347:1.

Der höchste Wert von 2880:1 wird bei 10 Prozent Backlight-Helligkeit erreicht. Wird die Hintergrundbeleuchtung auf die minimalste Einstellung gebracht, beträgt die Helligkeit nur noch 18 cd/m² bei einem Schwarzpunkt von 0,01 cd/m². Selbst mit dieser Einstellung erreicht der BenQ EW2740L noch einen Kontrast von 1820:1. Hier zeigt sich die Paradedisziplin des VA Panels ganz deutlich.

Benq Ew2740l Monitor EW2740L Kontrast
 

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert.

Benq Ew2740l Monitor EW2740L Ausl Proz
Benq Ew2740l Monitor EW2740L Ausl Deltac
Links: Helligkeitsverteilung, Rechts: Farbhomogenität eines weißen Testbildes.

Bei der Helligkeitsverteilung kann der BenQ EW2740L nicht überzeugen. Eine durchschnittliche Abweichung von 7,3 Prozent ist nur Mittelmaß. Die höchsten Abweichungen sind am linken und rechten oberen Displayrand zu verzeichnen und liegen hier sogar im zweistelligen Bereich. Dennoch sind mit bloßem Auge noch keine Abschattungen sichtbar.

Besser ist das Ergebnis der Farbhomogenität. Der Durchschnitt liegt bei 1,1 DeltaC und nur drei Messwerte liegen über 2 DeltaC. Einfärbungen oder Farbstiche sind mit freiem Auge keine feststellbar.

Blickwinkel

VA Panels haben einen ähnlich guten Blickwinkel wie IPS Panels, jedoch mit eigener Charakteristik. Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel, auch IPS-Glow genannt, gibt es bei VA Panels nicht. Dafür hellt bei VA Panels die Anzeige zum linken und rechten Displayrand hin auf, man nennt diesen Effekt auch Gamma-Shift.

Beim BenQ EW2740L sind aus zentraler Betrachtungsposition noch keine Aufhellungen zu den Rändern hin sichtbar. Doch je steiler der Blickwinkel wird, desto mehr wird die Anzeige aufgehellt und verliert stark an Kontrast, Farbveränderungen treten hingegen kaum auf.

Benq Ew2740l Monitor EW2740L Blickwinkel
Benq Ew2740l Monitor EW2740L Blickwinkel Schw
Blickwinkel Test beim EW2740L – Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel gibt es nicht.

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