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Test Monitor BenQ GW2760HS
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OSD

Der erste Reiter ist nur bei analoger Verbindung interessant. Dort kann die Bildgröße und Darstellung entsprechend korrigiert werden. Beim digitalen Betrieb sind diese Einstellungen ausgegraut.

Benq Gw2760hs Monitor Osd1
Bildeinstellungen (aus: Handbuch BenQ)

Der zweite Reiter ist für die Bildeinstellungen, wie Helligkeit und Kontrast zuständig. Dort lassen sich auch die drei Farbwerte Rot, Grün und Blau individuell festlegen.

Im dritten Reiter können Bildmodi ausgewählt und per Demomodus dem Standardmodus gegenübergestellt werden. Die weiteren Einstellungen sind nicht mit jeder Anschlussart und in jedem Bildmodus verfügbar, so dass dem Nutzer etwas Einstellspielraum verloren geht.

Benq Gw2760hs Monitor Osd2
Erweiterte Bildeinstellungen (aus: Handbuch BenQ)

Der vorletzte Abschnitt regelt recht unspektakulär die Audioausgabe. Im letzten Reiter lassen sich dagegen umfangreichere Einstellungen vornehmen. Auswählbar sind in diesem Bereich auch die drei Schnellzugriffstasten.

Benq Gw2760hs Monitor Osd3
Systemeinstellungen (aus: Handbuch BenQ)

Insgesamt wirkt das OSD gut durchdacht und strukturiert, wann welche Einstellung nutzbar ist, wird allerdings weder intuitiv noch aus dem Handbuch klar, so dass häufig mit ausgegrauten Optionen gelebt werden muss.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 50, Schärfe 5, Gamma 3 und Farbtemperatur Normal. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Beim Grauverlauf ist nur ein minimales Banding zu beobachten, ansonsten ist die Darstellung einwandfrei. Die Darstellung wirkt klar und kontrastreich, allerdings etwas zu scharf, so dass mit dem entsprechenden Regler etwas nachjustiert werden musste. Die Helligkeit war wie üblich ebenfalls zu hoch voreingestellt.

Benq Gw2760hs Monitor Grau
Graustufen und -verlauf

Bei der Graustufendarstellung konnten im dunklen Bereich jeweils die beiden äußeren Balken nicht mehr vom Hintergrund differenziert werden, bei den hellen Abschnitten waren dagegen alle Abschnitte erkennbar.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Der Monitor besitzt auf beiden Seiten im unteren Bereich zwei kleine Lichthöfe. Die eher wolkig aussehende Darstellung auf dem zweiten Bild entsteht durch die Paneltechnologie im Zusammenspiel mit der Größe des Monitors. Das AMVA-Panel zeigt nur bei frontaler Sicht ein sehr tiefes Schwarz an und hellt ansonsten auf, wie es an den Rändern zu beobachten ist.

Bei einer leicht seitlichen Betrachtung wird dieser Effekt entsprechend noch verstärkt. Aufgrund der Größe gibt es damit leider keine Sitzposition in der man ein fast vollständig perfekt ausgeleuchtetes Bild erhält. Die Ausleuchtung ist allgemein aber trotzdem noch als gut einzustufen.

Benq Gw2760hs Monitor Schwarz1
Benq Gw2760hs Monitor Schwarz2
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Benq Gw2760hs Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Der Helligkeitsregler des GW2760HS steuert die Leuchtdichte (Weißwert) zwischen 101 und 375 cd/m². Die Maximalhelligkeit von 300 cd/m² im Datenblatt wird um satte 25 Prozent übertroffen. Der Regelbereich endet nach unten hin leider ziemlich früh, in sehr dunklen Räumen könnte sich mancher User noch etwas weniger Helligkeit wünschen. Für sehr helle Umgebungen ist dagegen reichlich Leistung vorhanden. Bei unserer empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler erst in Position 13.

Die Schwarzwerte sind so extrem niedrig, wie man das von AMVA-Panels kennt. Wir messen zwischen 0,027 und 0,100 cd/m², das Kontrastverhältnis beläuft sich demnach auf exorbitante 3.700:1. Solch hohe Werte sind schon seit geraumer Zeit mit keiner anderen Paneltechnologie möglich.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Benq Gw2760hs Monitor Frein
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Die Helligkeitsverteilung konnte uns nicht begeistern. Der Mittelwert von 92 Prozent und fünf Stellen mit Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich reichen nur für eine zufriedenstellende Bewertung. Die dunkelsten Stellen befinden sich in den beiden oberen Ecken sowie im rechten Fünftel. Noch bleiben sie unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für das bloße Auge, der Abstand ist aber nicht mehr groß.

Bei der Farbreinheit sieht es besser aus. Hier messen wir ein mittleres deltaE von 1,4 und einen Maximalwert von 2,8 – dafür gibt es eine gute Note.

Mit dem bloßen Auge erkennt man bei genauem Hinsehen bereits, dass die beiden oberen Ecken ein wenig dunkler wirken als der übrige Bildschirm. Der untere Rand wirkt in einem schmalen Streifen ebenfalls etwas aufgehellt, die Wirkung hängt aber vom Blickwinkel ab. Auffällige Verfärbungen sind nicht zu sehen. Bei größeren Blickwinkeln wird das weiße Testbild sichtlich dunkler, dabei färbt es sich hellgrau ein. Horizontal und diagonal ist der Effekt schwach, vertikal schon etwas auffälliger.

Blickwinkel

Benq Gw2760hs Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Das VA-Panel kann in diesem Bereich klar punkten. Bei extremen Blickwinkeln nimmt der Kontrast teilweise deutlich ab, Farbverfälschungen treten allerdings nicht auf. Da zusätzlich kein IPS-Glow vorhanden ist, kann das Gerät in diesem Bereich die Bestnote erreichen.

Christian Kraft

... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

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