Test Monitor Dell S2340T
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Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Der Dell S2340T deckt bei unseren Messungen einen Helligkeitsbereich (Weißwert) von 39 bis 263 cd/m² ab, das passt für vollkommen dunkle bis hin zu hellen Umgebungen. In sonnendurchfluteten Räumen kann es allerdings knapp werden. Der Helligkeitsregler arbeitet linear, die empfohlene Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² entspricht einer Reglerstellung von 44 Prozent.

Dell S2340t Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Die Schwarzwerte des IPS-Panels sind typisch für die aktuellen Vertreter dieser Bauart. Wir messen Werte zwischen 0,04 und 0,27 cd/m², daraus errechnet sich ein knapp sehr gutes Kontrastverhältnis von rund 1.000:1. Mit dem bloßen Auge betrachtet ist das Schwarz hinreichend tief, bei weit aufgedrehtem Helligkeitsregler kann es mit den AMVA-Mitbewerbern allerdings nicht mithalten.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Dell S2340t Monitor Ausleucht
Dell S2340t Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität

Der Mittelwert für die Ausleuchtung erhält mit 92 Prozent eine gute Note. Allerdings zeigt die Messsonde doch mehrere Bereiche mit zweistelligen Prozentwerten in der rechten Hälfte des Bildschirms. Perfekt ist die Verteilung also nicht, aber alle Messpunkte liegen noch unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze (20 Prozent).

Die farbliche Homogenität fällt fast schon sehr gut aus: der Mittelwert von 0,9 ist hervorragend, das Maximum von 2,3 ist auf zwei Ausrutscher in der linken unteren Ecke zurückzuführen. Mit dem bloßen Auge betrachtet wirkt das weiße Testbild sehr gleichmäßig, auffällige Problemzonen finden wir nicht.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des S2340T bei Blickwinkeln von links und rechts mit 75 Grad, von oben mit 60 Grad und von unten mit 45 Grad.

Dell S2340t Monitor Einblick
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Seitlich ist die Farbdarstellung sehr stabil und brillant, die Gesamthelligkeit nimmt etwas ab. Auch von oben betrachtet sind nur geringe Helligkeitsverluste zu beobachten, Farben bleiben stabil. Von unten jedoch verblassen die Farben schon bei relativ kleinen Winkeln. Vor Allem dunkle Farbtöne werden mit einem hellen Schleier wahrgenommen, ungewöhnlicher Weise auf der linken Seite viel stärker als rechts.

Den besten Farbeindruck erhält man, wenn das Display vertikal senkrecht betrachtet wird.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Dell S2340t Monitor Srgb 1
Dell S2340t Monitor Srgb 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir mit 93 Prozent eine gute Abdeckung des sRGB-Farbraums. Auch dieser Wert ist typisch für viele Monitore mit IPS-Panel.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset befindet sich der Monitor in der Farbeinstellung Standard. Die Regler für Helligkeit und Kontrast sind mit 75 Prozent vorbelegt. Zahlreiche vorkonfigurierte Farbeinstellungen (Presets) werden geboten, ein sRGB-Profil ist aber nicht dabei.

Dell S2340t Monitor Werk
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard

In der Standard-Einstellung ist die Farbstimmung mit 6270K etwas wärmer als die Referenz 6500K. Die Abweichungen bei den Primärfarben sind durchgehend einigermaßen hoch. Bei den Graustufen sind die Abweichungen etwas geringer, wegen der zwischen 6050 und 6610K schwankenden Farbtemperatur liegt der Range-Wert dennoch recht hoch. Die Gammakurve verläuft um etwa 0,2 zu hoch und zeigt einen steilen Anstieg bei Weiß (100%).

Für alle farbunkritischen Anwendungen wie Office und Internet bedeuten diese Ergebnisse keinerlei Einschränkungen. Hobbygrafiker und Fotoamateure werden allerdings negativ vermerken, dass es kein Preset mit geringeren Farbabweichungen gibt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Dell S2340t Monitor Kal
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung

Nach der Kalibrierung mit iColor 3.8.3 und dem i1 Display Pro mit Korrekturtabelle WhiteLED erfüllt der S2340T die Vorgabewerte gut. Die Farbtemperatur liegt 100K zu niedrig, sie ist jetzt aber über alle Grauwerte ziemlich konstant. Die Gammakurve folgt dem Normverlauf mit erkennbaren Knicken.

Zusammen mit der guten Blickwinkelstabilität des IPS-Panels ist das kalibrierte Bild für einen Consumer-Monitor gut, bei einem Preis über 500 Euro darf man das allerdings auch erwarten. Die zusätzliche Anschaffung eines Colorimeters erscheint uns angesichts der Kalibrierungsergebnisse nicht unbedingt gerechtfertigt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Sonstige Farbeinstellungen

Neben Standard und Benutzerfarbe bietet der S2340T noch eine Reihe weiterer Profile wie Film, Spiele, Text, Warm oder Kühl an. Je nach persönlicher Vorliebe und Qualität des Bildmaterials können solche Einstellungen in Einzelfällen durchaus passend sein, für die farbtreue Wiedergabe bieten sie allerdings mehr Nachteile als Vorteile.

Interpolation

Zur Einstellung des gewünschten Bildformats stehen beim S2340T drei Möglichkeiten zur Auswahl. Unabhängig vom Ursprungsformat des Eingangssignals hat man die Auswahl zwischen den Seitenverhältnissen 16:9 / 4:3 / 5:4. In dem gewählten Format wird das Bild auf die volle Panelhöhe von 1.080 Pixel skaliert. Eine Option zur pixelgenauen Darstellung gibt es nicht.

Der Bildschärferegler wirkt an allen Eingängen. Bei der Standardeinstellung 50 ist die Darstellung messerscharf. Erhöhen des Schärfewerts bringt keine sichtbare Änderung. Werte darunter zeichnen die Darstellung weich, ohne Nebeneffekte zu zeigen. Wir empfinden den Standardwert 50 als die beste Einstellung.

Dell S2340t Monitor Gitter 1920
Dell S2340t Monitor Gitter 720
Testgrafik, links: 1.920 x 1.080 nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild
Dell S2340t Monitor Text 1920
Dell S2340t Monitor Text 720
Textwiedergabe, links: 1.920 x 1.080 nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichter Unschärfe. Minimale Farbsäume treten an Stellen auf, die im Ursprungsmaterial einem starken Kontrastsprung im 1 Pixel Abstand aufweisen.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben leserlich.

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