Test Monitor Dell S2340T
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Reaktionsverhalten

Den S2340T haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort ausgemessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 8 Millisekunden (GtG, typisch). Eine Overdrive-Option finden wir nicht. Wir vermessen den Monitor daher in der Werkseinstellung und erhalten 11,9 Millisekunden für Schwarz-Weiß sowie 8,6 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 10,9 Millisekunden.

Dell S2340t Monitor Reaktion
Dell S2340t Monitor Over
Standard-Modus: Kurze Schaltzeiten, deutliche Überschwinger

Derart kurze Schaltzeiten über den ganzen Helligkeitsbereich schafft ein IPS-Panel nur mit einem sehr aktiven Overdrive. Dementsprechend finden wir im Helligkeitsverlauf deutliche und teils auch starke Überschwinger.

Die Beschleunigung ist nicht abschaltbar. Farbzerfall bei schnellen Bewegungen im Bild (z.B. bei einem schnell verschobenen schwarzen Textfenster mit weißem Text) beobachten wir nicht.

Dell nennt nur eine Reaktionszeit, trotzdem testen wir noch, ob der Bildmodus die Schaltzeiten beeinflusst. Anders als z.B. beim S2740L findet die Messsonde hier aber keinen Unterschied.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim S2340T messen wir eine extrem kurze Signalverzögerung von nur 0,8 Millisekunden.

Bis zur Soll-Helligkeit sind ebenfalls nur 5,4 Millisekunden nötig, daraus ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz zu sehr kurzen 6,2 Millisekunden. Auch wenn IPS-Panels in den letzten Jahren deutlich schneller geworden sind, ist dies dennoch ein hervorragend kurzer Wert.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des S2340T verwendet die aktuellen White LED. Anders als bei den meisten Geräten wird hier nicht die PWM-Technik für die Helligkeitsregelung eingesetzt, sondern eine kontinuierliche Steuerung.

Der gemessene Helligkeitsverlauf zeigt, dass das Backlight bei allen drei Helligkeitseinstellungen (100 Prozent, 140 cd/m² und Null Prozent) kontinuierlich leuchtet, die typische Rechteckform des PWM-Signals ist nicht zu sehen. Backlight-Flimmern ist bei diesem Monitor also ausgeschlossen.

Dell S2340t Monitor Back
LED-Backlight komplett ohne PWM-Steuerung

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen.

Sound

Im Audiomenü des OSD wird ausgewählt, welcher Signaleingang die Audiosignale für die Ausgabe liefern soll. Dabei wird zwischen HDMI- und DisplayPort oder USB-Quelle unterschieden. Wahlweise erklingt der Ton am angeschlossenen Kopfhörer oder den eingebauten Lautsprechern als analoger Stereo-Downmix, die Lautstärkeregelung im OSD wirkt auf beide.

Klanglich sind die eingebauten Lautsprecher gut aufgestellt, mit 5W angegebener Leistung und angesichts der Baugröße sind aber keine Wunder zu erwarten.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse oder den DisplayPort des S2340T angeschlossen werden, der Ton wird an den Audioausgang weitergeleitet. Ein separater Audioeingang ist nicht vorhanden.

Dell S2340t Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften

In der Auswahl der Farbpresets wählen wir den Modus „Film“. Dadurch wird im Vergleich zum Standard-Modus die Farbtemperatur sehr kühl und die Bildverbesserungs-Option „Image Enhance“ ist aktiviert. Dies führt zu einer starken Nach-Schärfung des Bildes, was bei statischen Bildern gut aussieht, bei Videos aber als feines Rauschen wahrgenommen wird.

Wir empfehlen die Voreinstellung „Multimedia“, hier ist die Farbtemperatur etwas wärmer abgestimmt, dadurch werden Hauttöne sehr natürlich dargestellt. Durch zusätzliches Aktivierten des „Image Enhance“ Funktion kann die Detailtreue von Fall zu Fall nochmals angehoben werden, hier ist aber Vorsicht geboten.

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung 75 haben wir ein HD-Video via Blue-Ray betrachtet. Der S2340L zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Der Kontrast ist gut, solange man nicht in einem zu steilen Winkel auf das Display schaut. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung knackig gut, Nachzieheffekte bei schnellen Szenen und Schwenks waren nicht zu sehen.

Skalierung und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720p und 1080p vom BluRay-Player skaliert unser Testkandidat erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. Signale im klassischen 4:3-Format werden entweder im originalen Bildseitenverhältnis gezeigt oder auf 16:9 hochgerechnet.

Als VESA-Auflösungen werden diverse 4:3 und 5:4 Formate sowie das passende 16:9 Format mit 1.920×1.080 unterstützt, die kleinen HD-Auflösungen müssen leider draußen bleiben.
Halbbildmaterial wird laut Handbuch gar nicht unterstützt. 1080i und 576i wurde dennoch dargestellt, allerdings mit deutlich sichtbarem Flimmern. Bei 576i zitterte das Bild sogar so stark, dass wir kein Video damit anschauen mochten.

Overscan

Das OSD des S2340T bietet keine Overscan-Einstellungen. Progressiv angeliefertes Bildmaterial kommt in allen unterstützen Auflösungen ohne Verluste auf den Schirm. Bei im Zeilensprungverfahren zugespielte Signalen werden sowohl bei 1080, 720 und 576 umlaufend der Overscan-Bereich abgeschnitten.

Dell S2340t Monitor Overscan P
Dell S2340t Monitor Overscan I
Links 1080p ohne und Rechts 1080i mit Overscan

Farbmodelle und Signallevel

Als Eingangsfarbformat ist RGB voreingestellt, YPbPr ist wählbar. Bei beiden wird der volle Farbumfang dargestellt, Einstellmöglichkeiten für den Signallevel am HDMI-Anschluss gibt es nicht. Der volle Umfang (0-255) wurde aber am PC ebenso korrekt erkannt wie der beschränkte Umfang (16-235) am Videoplayer.

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