Test Monitor Dell S2440L

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Einleitung

Mit dem S2440L bringt Dell ein weiteres 24 Zoll Display mit VA-Panel und WLED-Hintergrundbeleuchtung auf den Markt. Gleichzeitig führt der Hersteller ein Design-Element ein, welches man bisher nur von großen Smart-TVs neuerer Generation kennt. Gemeint ist hier eine durchgehende Displayfront aus Glas.

Dell nennt dies ein rahmenloses Glasdisplay. Bei seitlicher Betrachtung spiegelt die Oberfläche tatsächlich wie eine rahmenlose Glasplatte, dennoch besitzt das Display hinter der Glasscheibe natürlich einen Rahmen, welcher aus normaler Sitzposition auch gut sichtbar ist.

Das Display zeigt eine gängige Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bei einem Pixelabstand von 0,277 Millimeter. Der Blickwinkel wird VA-typisch mit 178 Grad angegeben. Bei maximal 250 cd/m² Helligkeit soll das Display einen statischen Kontrast von bis zu 5.000:1 mit einer Reaktionszeit von nur 6 Millisekunden darstellen.

Der Monitor ist keiner speziellen Zielgruppe zugeordnet, soll sich jedoch gleichermaßen gut für das Arbeiten zuhause und die Unterhaltung im Wohnzimmer eignen.

Lieferumfang

Die Farben Weiß und Blau dominieren Hersteller-typisch die schlanke Verpackung des Dell S2440L. Im Innern befindet sich neben dem Display und dem Zubehör der zweiteilige Standfuß, welcher separat zu montieren ist. Die Montage gestaltet sich dabei problemlos. Zunächst wird das silberne Standrohr mittels Einrastfunktion am Display befestigt. Anschließend wird die Bodenplatte mit einer gängigen Flügelschraube von Hand am Standrohr befestigt. Das Display steht anschließend recht stabil und neigt kaum zum Wackeln.

Zum Lieferumfang gehören neben Display und Standfuß die obligatorische Schnellinstallations-Hilfe sowie eine Treiber-CD. Für die Verkabelung liegt neben dem externen Netzteil samt Kaltgeräte-Kabel lediglich ein analoges VGA-Kabel bei. Ein HDMI-Kabel oder ein Adapter von HDMI auf DVI fehlen.

Die Treiber-CD beinhaltet neben dem Treiber selbst auch ein passendes Farbprofil für den Monitor sowie das Handbuch in unzähligen Sprachen.

Dell S2440l Monitor Inhalt
Mitgeliefertes Zubehör zum Dell S2440L.

Optik und Mechanik

Prägnantestes Design-Merkmal des Dell S2440L ist die Glasfront im sogenannten „One-Sheet-of-Glass“-Design. Dabei besteht die Front aus einer durchgehenden rahmenlosen Glasplatte. Das dahinter sitzende Display besitzt jedoch einen Rahmen, welcher rundum 1,8 Zentimeter breit ist. Durch die Glasfront ergibt sich ein sehr edles Erscheinungsbild des Monitors. Entsprechende Reflexionen sind dafür jedoch ebenso präsent und lassen sich aufgrund des Glases auch nicht verhindern. Bei seitlichem Lichteinfall wird somit das Arbeiten stark beeinflusst.

Anzumerken ist, dass sich die Glasoberfläche weit besser reinigen und pflegen lässt, als es beispielsweise von Hochglanz-Kunststoffrahmen bekannt ist. Fingerabdrücke auf dem Touchfeld oder dem Display lassen sich so problemlos reinigen, wobei die Oberfläche weit weniger kratzanfällig ist als Kunststoff.

Der Rest des Display-Gehäuses ist aus gängigem schwarz mattem Kunststoff. Das Standrohr ist in mattem Silber gehalten. Die Bodenplatte hingegen ist aus schwarzem hochglänzendem Kunststoff. Aufgrund des externen Netzteils beträgt die Displaytiefe am Rand nur 1,7 Zentimeter und steigt mit weichem Verlauf zur Mitte der Display-Rückseite auf maximal 4 Zentimeter an. Abgesehen von der Glasfront zeigt sich das Display geradlinig mit abgerundeten Ecken und schlichtem Design.

Dell S2440l Monitor Front
Schräge Perspektive auf die Front des S2440L.

Die Möglichkeit zur Verstellung des Dell S2440L beschränkt sich auf eine Neigefunktion um 4 Grad nach vorne und 21 Grad nach hinten. Auf eine Drehfunktion, eine Höhenverstellung, Pivotstellung sowie eine VESA-Vorrichtung muss der Käufer verzichten.

Dell S2440l Monitor Rueck
Dell S2440l Monitor Vor
Neigungswinkel um 21 Grad zurück und um 4 Grad vor.

Die Rückseite des Displays bietet ein klares und schlichtes Design. Durch die Verwendung der LED-Beleuchtung und eines externen Netzteils kann auf Lüftungsschlitze verzichtet werden. Ein großes Dell Logo ziert die Gehäuserückseite.

Dell S2440l Monitor Rueckseite
Matte Rückseite des Displays samt Dell Logo.

Technik

Betriebsgeräusch

Weder das Display selbst noch das externe Netzteil geben wahrnehmbare Geräusche von sich. Das ändert sich auch bei Veränderung der Helligkeitseinstellung nicht.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen EU 2010 Effizienz
Betrieb maximal 100 % 25,6 W 18,6 W
Werkseinstellung 75 % 18,0 W 15,5 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 52 % 13,0 W 1,5 cd/W
Betrieb minimal 0 % 7,8 W
Standby-Modus < 0,5 W 0,5 W 1,0 W
Ausgeschaltet < 0,5 W 0,1 W 0,5 W

 

Obwohl niedrige Stromverbrauchswerte bei Monitoren mit LED-Backlight mehr und mehr zum Standard werden, setzt der S2440L hier noch einen drauf: ein 24 Zoll Monitor mit nur 13 Watt bei Arbeitsplatzhelligkeit markiert unseren neuen Bestwert. Selbst im Vergleich mit den bauartbedingt sparsameren TN-Panels ist dies ein hervorragender Wert.

Die Standby-Werte erfüllen die heutige Norm spielend. Obwohl ein richtiger Ausschalter fehlt, ist der Verbrauch im per Fronttaster ausgeschalteten Zustand mit knapp 100 Milliwatt für uns gerade noch messbar.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Dell S2440L befinden sich in klassischer hängender Position an der unteren Rückseite des Displays. Neben dem Anschluss für das externe Netzteil befinden sich hier ein analoger VGA-Eingang sowie ein digitaler HDMI-Eingang. Ein analoger Audio-Ausgang und ein Kensington-Schloss sind ebenfalls vorhanden. Auf die Verwendung eines DVI-Eingangs verzichtet der Hersteller. Für die digitale Zuspielung vom PC muss der Anwender auf den HDMI-Eingang zurückgreifen und hierfür Kabel und Adapter selbst stellen.

Dell S2440l Monitor Anschluesse
In die Rückseite eingelassene Anschlussleiste des S2440L.

Bedienung

Bei der Bedienung des OSD greift der Hersteller auf die inzwischen oft verwendete Touch-Technik zurück. Das entsprechende Touchfeld befindet sich am rechten Displayrand hinter der Glasfront. Die Haptik des Touchfelds wird dabei maßgeblich von der Oberfläche und dem Material darüber bestimmt und fühlt sich daher hier aufgrund der Glasplatte kalt aber direkt an. Das Touchfeld reagiert dabei einwandfrei auf die Eingaben des Anwenders.

Die Touchfläche für das Einschalten des Displays ist räumlich leicht von den übrigen Touchflächen abgesetzt und verfügt über eine winzige weiße LED als Betriebsleuchte. Eine aktive Beleuchtung der Touchfläche selbst gibt es bei keiner der Tasten. Ein dezenter Aufdruck weist auf die Position der einzelnen Sensorfelder hin. Die eigentliche Funktion jeder Bedientaste wird nach Berührung vom OSD selbst dargestellt und kann sich je nach Menü verändern.

Das OSD selbst hat sich im Vergleich zu anderen und älteren Dell-Monitoren nicht verändert, egal ob es um Design oder Menü-Aufbau geht.

Dell S2440l Monitor Bedienfeld
Touch-Bedienfeld am seitlichen Rahmen unter Glas.

13 KOMMENTARE

  1. Habe den S2440L seit heute. Kontrast ist echt super… Farben wirken in der Standard-Einstellung auch recht neutral. Die im Test beschriebene Beobachtung von Graustufen-Banding kann ich nur zum Teil bestätigen. Dieses trat bei mir bei Anschluss über HDMI auf (Ivy Bridge Rechner mit Intel HD4000), nicht jedoch über VGA. Getestet über die lagom.nl Webseite. Werde aber nochmal versichen was passiert wenn ich den Monitor über dvi-hdmi Adapter anschließe, weil der Intel Grafiktreiber ja diverse Probleme hat, den richtigen HDMI Farbmodus einzustellen.

  2. Ich habe eine Frage zu der sRGB Abdeckung.

    Sowohl beim Dell S2440L als auch beim BenQ GW2750HM misst Prad eine schlechte sRGB Abdeckung und TFT Central eine gute. Wie kann es sein das die Messung bei beiden AMVA Displays genau entgegengestzt ist? Liegt es an unterschiedlichen Messverfahren?

    Danke

  3. Sorry das ich nochmal schreibe, ich aus irgendeinem Grund nicht in das normale Forum schreiben und daher auch nicht editieren.

    Verstehe ich es richtig, dass http://www.iccview.de
    dem Dell S2440L eine fast vollständige sRGB Abdeckung bescheinigt? Wie kann das sein? Verstehe ich die Darstellung von http://www.iccview.de falsch?

  4. Die grafische Darstellung bleibt ja demjenigen überlassen der iccview bedient. In der Regel wird ein Gitterkaster für die tatsächliche Farbabdeckung verwendet und ein zweites Raster für den Referenzfarbraum. Der Monitor könnte nämlich auch teilweise mehr Farben darstellen als der Referenzfarbraum. In dem geposteten Bild ist Weiß der Referenzfarbraum und die farbige Darstellung die Farbraumabdeckung sRGB. Was der Monitor darüber hinaus darstellt wird nicht berücksichtigt. Würde ich zumindest so interpretieren.

  5. Ja so verstehe ich die Darstellung bei iccview auch. Das Problem ist, laut der Darstellung deckt der Dell sRGB aber fast vollständig ab. Dazu habe ich die icm von einem Bekannten verwendet, der auch den Dell besitzt. Die TFTCentral icm kann ich nicht reinladen, weil ich dann eine Fehlermeldung bekomme von iccview.

    Kann es sein das iccview eine ungenaue oder falsche Darstellung hat?

  6. @ Andi

    Ich würde es so interpretieren, dass der Dell sRGB voll abdeckt und sogar etwas darüber hinaus abdeckt, da das weiße Netz des Dell herausragt. Ob das so richtig ist weiss ich nicht…

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