Test Monitor Eizo CG246
4/8

7
3302

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Allerdings werden weitere, farbmetrische Veränderungen nicht oder nur unzureichend in die Angabe einbezogen.

Eizo Cg246 Monitor Blickwinkel
Blickwinkel des Eizo CG246.

Das IPS-Panel des Eizo CG246 zeichnet sich durch eine hohe Blickwinkelstabilität aus. Farbton- und Gradationsveränderungen sind gegenüber Bildschirmen mit VA-Panel auch aus steileren Winkeln deutlich reduziert. Bestimmendes Merkmal ist ein Kontrastverlust.

Die Wiedergabe sehr dunkler Tonwerte offenbart Erstaunliches: Die sonst typischen Aufhellungen fallen vergleichsweise gering aus. Das verbessert auch bei frontaler Betrachtung den subjektiven Schwarzwert enorm, da die Darstellung zu den Rändern hin völlig homogen bleibt. Als Nebeneffekt tritt ein magentafarbenes Schimmern auf, das allerdings erst aus sehr steilen Winkeln auffälliger wird. Die positive Wirkung der aufgebrachten Spezialfolie überwiegt bei weitem.

Eizo Cg246 Monitor Black1
Eizo Cg246 Monitor Black2
Die Schwarzdarstellung ist auch aus dem Winkel sehr homogen.

Die beschriebenen Eigenschaften erinnern an die Ergebnisse, die LG mit der A-TW Polarisationsfolie erzielte. Sie wird inzwischen nicht mehr verwendet und kam letztmalig beim LM240WU5 – ein IPS-Panel mit RGB-LED Hintergrundbeleuchtung – zum Einsatz.

Farbmetrische Tests

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in Lab ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
Buntes Volumen: Schnittmenge
Vergleichsziele: sRGB, AdobeRGB, ECI-RGB 2.0, ISO Coated v2 (ECI)

Farbraum Abdeckung
ISO coated V2 99,6 %
sRGB 100,0 %
AdobeRGB 96,7 %
ECI-RGB 2.0 86,6 %
Eizo Cg246 Monitor Iso1
Eizo Cg246 Monitor Iso2
Abdeckung ISO Coated v2
Eizo Cg246 Monitor ARGB1
Eizo Cg246 Monitor SRGB2
Abdeckung sRGB
Eizo Cg246 Monitor ARGB1
Eizo Cg246 Monitor ARGB2
Abdeckung aRGB
Eizo Cg246 Monitor EciRGB1
Eizo Cg246 Monitor EciRGB2
Abdeckung ECI-RGB v2
Eizo Cg246 Monitor Vergleich1
Eizo Cg246 Monitor Vergleich2
Vergleich mit WCG-CCFL IPS

Die ermittelten Abdeckungen entsprechen den typischen Werten für aktuelle Bildschirme mit IPS-Panel und WCG-CCFL Hintergrundbeleuchtung (102 % NTSC). Im direkten Vergleich fällt das absolute Farbraumvolumen unter den vorliegenden Mess- und Vergleichsbedingungen nur um knapp ein Prozent geringer aus. Die neue LED-Hintergrundbeleuchtung kann die bislang etablierte Technik damit zweifelsfrei ablösen.

sRGB und AdobeRGB werden vollständig bzw. fast vollständig abgedeckt. Das gilt auch für den Vergleich mit ISO Coated v2 (ECI) und bildet ein notwendiges Kriterium für die exakte Reproduktion entsprechender Inhalte. Die Übereinstimmung mit ECI-RGB v2 fällt deutlich geringer aus. Trotzdem kann man auch in diesem Arbeitsfarbraum arbeiten.

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Dynamische Regelungen werden, sofern möglich, vor den nachfolgenden Tests deaktiviert.

Werkseinstellung im Vergleich mit sRGB
White Point / CCT Kelvin 6259K
White Point XYZ (normalized) 94.71 100.0 104.35
DeltaE to D50/ D65 16.54 / 2.88
DeltaE to Blackbody Curve * 0.81
Assumed Target Whitepoint 6300K
DeltaE to Assumed Target Whitepoint 1.06
Brightness / cd/m² ** 123.0
Black Point / cd/m² ** 0.16
Contrast / x:1 769:1
Gradation (Average) 2.18

* Based on CCT / ** Measured with X-Rite DTP94

Eizo Cg246 Monitor Werkseinstellung
Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Graubalance- und Gradationseigenschaften sind bereits vor der Kalibration exzellent. Farbstiche der Neutraltöne treten nicht auf. Die Abweichungen in den Farbwerten ergeben sich aus dem Farbumfang des CG246. Er reicht standardmäßig deutlich über die hier verwendete sRGB-Referenz hinaus.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Eizo CG246 aus Color Navigator heraus hardwarekalibriert (Priority: Standard; dazu mehr im Abschnitt Color Navigator) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagement ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung
White Point / CCT Kelvin 6528K
White Point XYZ (normalized) 94.91 100.0 109.04
DeltaE to D50/ D65 19.64 / 0.26
DeltaE to Blackbody Curve * 0.20
Assumed Target Whitepoint 6500K
DeltaE to Assumed Target Whitepoint 0.25
Brightness / cd/m² ** 140.9
Black Point / cd/m² ** 0.18
Contrast / x:1 783:1
Gradation (Average) 2.19

* Based on CCT / ** Measured with X-Rite DTP94

Eizo Cg246 Monitor Validierung1
Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Der Eizo CG246 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschöne Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profivalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist optimal.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Eizo Cg246 Monitor Cmm SRGB
Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Vergleich mit AdobeRGB (farbtransformiert)

Eizo Cg246 Monitor Cmm ARGB
Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Vergleich mit ECI-RGB 2.0 (farbtransformiert)

Eizo Cg246 Monitor Cmm EciRGB
Detaillierte Informationen stellen wir Ihnen als PDF-Dokument zur Verfügung.

Ein CMM kann in farbmanagementfähiger Software die notwendigen Tonwerttransformationen in Bildschirm-RGB unter Berücksichtigung der beteiligten Profile durchführen. Unsere Messungen zeigen, dass dies beim Eizo CG246 einwandfrei gelingt. Der große Farbumfang ermöglicht die stets präzise Darstellung von Quelldaten in sRGB und AdobeRGB. Die teilweise hohen Abweichungen gesättigter Farben in ECI-RGB v2 ergeben sich aus den Unterabdeckungen in Bezug auf diesen Arbeitsfarbraum. Entsprechende Tonwerte können nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze dargestellt werden, was auch die Gefahr von Tonwertabrissen steigert.

7 KOMMENTARE

  1. Noch ein allgemeiner Kommentar zum Thema Geräuschentwicklung bei (IT-)Geräten. Es ist leider so, dass die Leute, die nicht so empfindliche Ohren haben wie andere, das manchmal als ziemliche „Anstellerei“ wahrnehmen, wenn man sich über ein „flüsterleises“ Geräusch beschwert. Andere Leute haben aber leider empfindlichere Ohren. Und wenn es auch nicht darum geht, dass man vom Lüftungsgeräusch eines Notebooks oder Monitors direkt „weggeblasen“ wird, so nervt es doch einfach tierisch, dieses monotone Surren/Rauschen/Fiepen den lieben langen (in meinem Fall) 8 bis 14 Stunden dauernden Arbeitstag, Tag für Tag für Tag für Tag…, um die Ohren zu bekommen.

    Und für empfindlichere Ohren ist es leider auch keine Alternative, einfach die ganze Zeit mit lauter Musik gegenzusteuern — das nervt ja noch mehr. Nicht in den ersten 15 Minuten, klar. Die ersten 2 bis 3 Stunden werden auch noch OK sein — aber irgendwann geht’s einem einfach auf die Nerven.

    Eine Lösung könnte darin bestehen, mehrere Tage hintereinander die Disco zu besuchen, und die Ohren abwechselnd direkt an die Basslautsprecher zu halten, so lange bis man seine Ohren auf eine einigermaßen „allgemeinverträgliche“ Unempfindlichkeit runtergewirtschaftet hat. 😉 Aber das dürfte für die meisten meiner „Leidensgenossen“ auch keine Alternative sein. Wir *hören* einfach das Surren der Netzteile, das Rauschen der Notebooks und das Fiepen der Lichtdimmer. Das können sich einige Leute nicht vorstellen, weil sie selbst es eben nicht hören, und gehen davon aus, dass sich hier völlig überzogen angestellt wird. Aber wenn man zu den betroffenen „Katzenohren“ gehört, dann ist man für jedes Gerät dankbar, dass keine zusätzlichen Geräusche verursacht.

    Da die neuen EIZOs offenbar alle Lüfter verbaut haben, werde ich nach rund 20 Jahren EIZO-Fanschaft mich wohl leider anderweitig umsehen müssen. 🙁 Sehr schade… wird nicht einfach werden, was adäquates zu finden.

  2. Na ja wir haben noch Meinungsfreiheit und ich denke jeder wird erkennen, dass es sich hier um eine maßlose Übertreibung handelt. Jeder hat ein anderes Empfinden und solche Monitore werden in der Regel im Kreativ-Büro eingesetzt. Da wird es kaum so still sein, dass man den Lüfter hört. Wer aber einen absolut auf leise getrimmten Rechner hat, vermag den Lüfter bei absoluter Stille wohl wahrnehmen.

  3. 6 Lüfter in meinem PC selbst wenn dieser im Vollastbetrieb läuft…

    solche Behauptungen können geschäftsschädigend sein. Das mit dem Lüfter kann kaum sein und man muss hier aufpassen, dass man nicht wegen unlauterem Wettbewerb drankommt. Ich kann bei meinem EIZO nichts hören und bin sicher nicht schwerhörig. Von wegen 6 Lüfter. Ich bitte Sie, diesen Text zu überprüfen und gegebenenfalls zu entfernen, danke

  4. Das Lüftergeräusch im CG246 macht konzentriertes Arbeiten in ruhiger Umgebung praktisch unmöglich. Ein absolutes No Go für einen Monitor dieser Preisklasse. Das Lüfterrauschen übertönt die 6 Lüfter in meinem PC selbst wenn dieser im Vollastbetrieb läuft. Der Lüfter selbst ist zudem nicht temperaturgeregelt, läuft also unabhängig von der Umgebungstemperatur stets mit voller Lautstärke.

  5. CG246 – Lüftergeräusch! Trotz dieses sehr informativen Test bestand weiter die Unsicherheit wegen der Geräuschwahrnehmung. Denn die Einsatzumgebung ist normal/nicht störend. Bei üblichen Grafikkarten-Test werden Lüftergeräusche in dB gemessen, in diesem Test leider nicht.
    Zum Geräusch dieses Eizo CG246 mit Lüfter. PC unter dem Tisch, Dell XPS 630i (Grafikkarte Quadro 2000) > leises Summen.

    Meßwerte :

    PC AUS – Meßwert 35 dB – CG246 AUS

    PC AN – Meßwert 42 dB – CG246 Aus

    PC AN – Meßwert 43 dB – CG246 AN

    Mein subj. Empfinden, CG246-Lüftergeräusch erhöht nicht das übrige Grundgeräusch, Differenz kaum meßbar, sehr gut!

  6. Die Wahrnehmung ist in diesem Fall doch unterschiedlich. Auch wenn der Lüfter durchaus hörbar ist, von unangenehme kann keine Rede sein. Zumal es sich hier um einen Grafikmonitor für den Produktiveinsatz und weniger für das Schlafzimmer handelt.

    Auch wenn die LED-Technologie weniger Wärme entwickelt, so kommt hier sehr komplexe Technik zum Einsatz. Eine Erwärmung wäre absolut kontraproduktiv für die Bildstabilität und bei der Entwicklung stand die Bildqualität sicherlich vor der Geräuschentwicklung.

  7. Ich habe den fast baugleichen CX240 auf Grund der Geräuschentwicklung sofort wieder zurückgeschickt. Ich bin fast vom Stuhl gefallen nach dem Anschalten. Ein Lüfter hat in einem Monitor von der Größe nicht verloren. Ein Gerät dieser Preisklasse soll einfach ein vernünftiges Bild machen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Jeder aktuelle Aldi-PC ist leiser. Für den Betrieb im Schlafzimmer absolut untauglich. Mein Tinnitus hat sich gleich bedankt, als ich den Monitor wieder ausgeschaltet habe. Das sollte mein dritter Eizo werden und mir den Traum von einem hardwarekalibrierbaren Monitor erfüllen. Leider wurde er zum Alptraum. Wie man bei weniger Wärmeentwicklung (LED Technik) einen Lüfter verbauen kann, der noch dazu unentwegt gleichmäßig pustet (keine Temperaturregelung), ist mir ein Rätsel. Das Geräusch hört man noch in 4 Meter entfernung – meinen Core i2600k mit GeForce 56ooTi nicht. Dazu kommt, dass so ein Monitor im Gegensatz zum Rechner direkt vor der Nase steht. Das es auch anders geht, beweisen CG245 wie auch die entsprechenden NEC-Geräte. Eine diesbezügliche Anfrage an Eizo hat bis heute zu keiner Antwort geführt. Schade, wirklich schade. Ich bin fassungslos (immernoch).

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen