Test Monitor HP Pavilion 22xi
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Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit nur 0,8 Millisekunden ist die Signalverzögerung des 22xi kaum noch zu unterbieten.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit von 6,4 Millisekunden (Overdrive ein) ist auch recht kurz, daher kann der 22xi mit seiner mittleren Gesamtlatenz von nur 7,2 Millisekunden selbst sehr engagierte Spieler zufrieden stellen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des 22xi arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren geregelt.

Selbst bei voll aufgedrehtem Backlight werden schon ganz kurze Pausen eingelegt, mit nur 2 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von 98 Prozent) sind die aber nicht wahrnehmbar.

Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) ist die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart deutlich zu sehen, die Schaltfrequenz beträgt 265 Hz mit einer Tastrate von 52 Prozent. Das Backlight-Flimmern sollte daher nur für besonders empfindliche Menschen wahrnehmbar sein.

Hp Pavilion 22xi Monitor Back
LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Durch die guten Messergebnisse ist der Monitor für Gelegenheitsspieler uneingeschränkt zu empfehlen. Da der Monitor keinen 120 Hz Modus besitzt, sind aber leichte Schlieren erkennbar. Hardcoregamer greifen dagegen wie gewohnt am besten zu Geräten mit TN-Panel und mindestens 120 Hz.

Wer aus anderen Gründen dagegen ein IPS-Panel benötigt, bekommt mit dem HP Pavilion 22xi einen Monitor mit einem der besten Latenzenwerte die wir bei dieser Panelart bisher ermitteln konnten.

Sound

Der Monitor von HP besitzt keine eingebauten Lautsprecher und kann Audiosignale, die per HDMI zugespielt werden auch nicht an externe Geräte weitergeben.

DVD und Video

Für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen bietet der 22xi einen HDMI-Eingang an.

Unter den im OSD angebotenen Voreinstellungen finden wir keine, die uns mit besonderen Videoqualitäten überzeugt. Aufgrund unserer Farbmessungen wählen wir für unser Testvideo den 6500K-Modus mit Kontrast 80, die Gamma-Einstellung ändern wir von Mittel auf Hoch. Den Overdrive lassen wir ausgeschaltet.

Hp Pavilion 22xi Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften.

So eingestellt zeigte der 22xi am BD-Player ein sehr scharfes Bild. Die Farben erschienen kräftig, wirkten aber natürlich. Auch dunkle ebenso wie blasse Hauttöne wurden ansprechend wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast waren hervorragend, die Detailzeichnung in hellen wie dunklen Szenen gelang gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen waren trotz deaktiviertem Overdrive nicht zu sehen.

Die geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe des IPS-Panels ist vorteilhaft. Im dunklen Wohnzimmer kann seitlich sitzenden Zuschauern bei dunklen Szenen ein leichtes Glühen (IPS-Glow) auffallen, das bei allen heutigen IPS-Monitoren mehr oder minder stark zu beobachten ist.

Skalierung,Bildraten und Deinterlacing

Die Optionen für die Anpassung des Bildformats sind im OSD des 22xi zunächst nicht zugänglich. Erst wenn Nicht-HD-Material zugespielt wird, öffnet sich die Option für die seitengerechte Darstellung, die das Bild meistens seitengerecht auf volle Höhe aufzieht. Mehr Möglichkeiten werden nicht geboten. Eine nicht hochgerechnete 1:1-Darstellung gibt es nur mit FullHD.

Mit progressivem Material kommt der 22xi gut zurecht, 720 und 1080 werden mit 60p und 50p einwandfrei und ohne Judder wiedergegeben. 24p von BluRay oder 30p von Kameras oder MHL-fähigen Smartphones und Tablets sind nicht im Angebot. Das 720er HD-Format mit 60 Hz kommt wie erwartet als Vollbild, während 720p50 merkwürdigerweise mit einem schwarzen Rahmen rundum gezeigt wird.

Auch Halbbildmaterial haben wir getestet, obwohl dies im Datenblatt nicht erwähnt wird. Erfolg hatten wir damit aber nicht, denn das Bild zitterte sehr stark. Ein Deinterlacer ist also nicht an Bord, hier muss der Medienplayer einspringen.

Overscan

Der Overscan findet sich im OSD des 22xi als Option bei der Bildskalierung. Das Bild wird um einen festen Betrag von je 24 Pixeln rechts und links sowie 13 Pixel oben und unten beschnitten und anschließend auf Vollbild skaliert.

Neben Ein und Aus ist auch die Einstellung Auto vorhanden, deren Sinn uns aber nicht klar wurde – eventuell dazu passendes altes SD-Material in interlaced verarbeitet der 22xi ja nicht.

Farbmodelle und Signallevel

Einstellmöglichkeiten für den korrekten RGB-Signalumfang und das verwendete Farbmodell am HDMI-Eingang gibt es nicht.

Im Test passten die Werte am PC und am BluRay-Player automatisch, das muss aber in der Praxis nicht bei jeder Kombination so sein. Mangels Einstellmöglichkeit am Monitor empfiehlt es sich, beim Player auf PC-kompatible RGB-Optionen zu achten.

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