Test Monitor HP ZR24w
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Helligkeitsverteilung

Mit einem weißen Testbild haben wir an 15 Messpunkten die Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität des HP ZR24w vermessen. Je Messpunkt ermitteln wir die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaE mit Bezug auf den zentral gemessenen Wert. Für das DeltaE liegt die Wahrnehmungsschwelle bereits bei etwa 0,5. Ein DeltaE von 4 sollte nicht signifikant überschritten werden sonst ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Helligk
Hp Zr24w Monitor ZR24w Helligk Deltae
Helligkeitsabweichung in Prozent (links) und DeltaE Abweichungen (rechts) jeweils vom Referenzwert in der Displaymitte.

Im Durchschnitt liegt die Helligkeitsabweichung des HP ZR24w bei 7,1 Prozent und kann noch als gut gewertet werden. Die größten Abweichungen messen wir im unteren Displaybereich. Hier liegt der Durschnitt bei 13,71 Prozent. Das DeltaE der einzelnen Messpunkte im Vergleich zum Referenz-Weißpunkt bleibt auf niedrigem Niveau. In der linken unteren Displayecke kann aber auch ohne Messinstrumente mit Hilfe eines weißen Testbildes ein etwas wärmerer Weißton beobachtet werden. Der Unterschied ist aber nur gering und noch nicht störend. Subjektiv fällt die Helligkeitsverteilung des HP ZR24w gleichmäßig aus. Auch Farbstiche zeigt der ZR24w keine.

Blickwinkel

Das S-IPS Panel des HP ZR24w zeigt sich sehr blickwinkelstabil. Es treten keine Farbverfälschungen auf. Je größer der Winkel wird desto mehr nehmen Kontrast und Helligkeit ab. Die Farben verblassen ein wenig und es legt sich ein milchiger Schleier über das Bild.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Blickwinkel
Blickwinkel des HP ZR24w.

Auch der HP ZR24w zeigt ein typisches Problem der IPS Technik, nämlich Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel. Eine große Bilddiagonale ist dabei nicht gerade förderlich und so fällt dieser „Glanz-Effekt“ schon bei normalem Betrachtungsabstand und zentraler Sitzposition auf, insbesondere im linken unteren Displaybereich.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Aufhellung
Bekanntes Problem bei IPS Panels: Aufhellungen von dunklen Tonwerten aus dem Winkel.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den HP ZR24w vor und nach Kalibration und Profilierung umfangreich vermessen und die Ergebnisse ausgewertet. Die Ergebnisse sind insbesondere für die elektronische Bildverarbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele ist zumindest eine ausreichende Neutralität des Bildschirms wichtig. Die Messungen werden in einer eigenen Software ausgewertet. Das ermöglicht exakte und detaillierte Aussagen zum vorliegenden Testgerät.

Farbraumvergleich in Lab (D50)

Zunächst haben wir ermittelt, wie gut der HP ZR24w verschiedene Farbräume abdeckt. Als Referenz nutzen wir den Arbeitsfarbraum sRGB. Da es sich um einen Bildschirm ohne erweiterten Farbraum handelt, ist ein Arbeiten mit AdobeRGB oder ECI-RGB 2.0 nicht sinnvoll möglich. Zusätzlich haben wir mit dem „ISOcoated_v2_eci.icc“-Profil verglichen. Es basiert auf den FOGRA39-Charakterisierungsdaten und repräsentiert die Standard-Druckbedingungen für den Offset-Druck auf bestimmten Papiertypen. Die exakten Bedingungen können hier nachgelesen werden.

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zum Funktionieren dieser „sRGB-Kette“ ohne Farbmanagement sollten allerdings alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen möglichst exakt erfüllen, oder selbständig geeignete Transformationen durchführen. Für einen modernen Tintenstrahldrucker, der i.d.R. einen deutlich größeren Farbraum abdecken kann, bedeutet dies, dass treiberseitige Umrechnungen vorgenommen werden müssen. Ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum muss einen brauchbaren sRGB-Modus besitzen.

3D-Farbraumvergleich

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Netz stellt den jeweiligen Referenz-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den Referenzfarbraum dann nicht mehr vollständig darstellen, wenn das schwarze Netz aus dem Würfel herausragt. Falls der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Netz aus dem Würfel heraus.

Die Farbraumansicht wurde anhand des während der Profilierung erstellten ICC-Matrix-Profils mit dem Programm ICC3D generiert. Es berechnet für die Aufbereitung eine Vielzahl von Stützstellen aus den vorhandenen Parametern. Durch die Kalibration auf den für den jeweiligen Arbeitsfarbraum empfohlenen Weißpunkt, der aber keine zwingende Vorgabe darstellt, wird der Farbraum gegenüber der Werkseinstellung etwas eingeschränkt bzw. verändert (umso stärker, je weiter die Intensität der Farbkanäle reduziert werden musste).

Die Abweichungen zu den im UGRA-Test ermittelten Abdeckungen kommen dadurch zustande, dass die dort vermessenen Tonwerte im Hinblick auf ein maximales DeltaE (originäre Definition von 1976) von 5 ausgewertet werden. Eine hier ermittelte Abdeckung von 100 Prozent führt daher nicht zwangsläufig zu einer vollständigen Abdeckung des angegebenen Referenzfarbraumes.

ISOcoated (FOGRA39): 92 % Abdeckung

Hp Zr24w Monitor ZR24w Vergleich Iso1
Hp Zr24w Monitor ZR24w Vergleich Iso2
sRGB: 94 % Abdeckung
Hp Zr24w Monitor ZR24w Vergleich SRGB1
Hp Zr24w Monitor ZR24w Vergleich SRGB2
 

Eine Abdeckung von 94 Prozent des sRGB-Arbeitsfarbraums ist noch als gut zu werten, hier haben wir aber auch schon bessere Resultate gesehen wie beispielsweise der Fujitsu P22W-5 oder Dell 2209WA zeigen. Eine 92 prozentige Abdeckung im ISOcoated Farbraum ist ein üblicher Wert für Bildschirme ohne erweiterten Farbraum.

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