Test Monitor HP ZR24w
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Input-Lag

Neben der Reaktionszeit die für den schnellen Bildaufbau notwendig ist, ist auch der Input-Lag eines Monitors von Bedeutung besonders für Spieler mit Augenmerk auf Spiele mit schnellen Bewegungen wie sie in Rennsimulationen oder Ego-Shootern vorkommen. Vergeht zwischen der Eingabe und anschließender Bildausgabe zu viel Zeit, wird die Steuerung zu indirekt und für Profispieler unakzeptabel.

Besonders bei Bildschirmen mit hoher nativer Auflösung muss darauf geachtet werden dass für aktuelle Spiele auch entsprechend aktuelle Hardware im Einsatz ist damit fehlende Performance nicht ungerechtfertigter Weise dem Input-Lag angelastet wird.

Im Clone-Modus haben wir den HP ZR24w mit dem neuen Testprogramm SMTT gegen einen Siemens MCM 21T1 21 Zoll CRT Monitor antreten lassen. Mit über 300 auswertbaren Bildern haben wir den Input-Lag sowohl bei aktiviertem als auch deaktiviertem Overdrive ermittelt. Links ist jeweils die Ausgabe des TFT, rechts die des CRT Monitors zu sehen.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Stop17
Hp Zr24w Monitor ZR24w Stop34
Input-Lag zwischen 17 und 34 Millisekunden.

Da der HP ZR24w dem Anwender die Möglichkeit bietet Overdrive ein- sowie auszuschalten, haben wir zwei Messreihen mit je 150 auswertbaren Bildern durchgeführt. Eine zu aggressive Overdrive-Schaltung kann sich negativ auf den Input-Lag auswirken und tatsächlich zeigt der HP ZR24w zwei unterschiedliche Ergebnisse, wenn auch die Differenz nicht allzu gravierend ist.

Ohne aktiviertes Overdrive ergaben 71 Prozent der Messungen eine Verzögerung von einem Bild pro Sekunde. Die restlichen 29 Prozent wiesen eine Latenz von 2 Bildern pro Sekunde auf. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Input-Lag von 21,9 Millisekunden.

Mit aktiver Overdrive-Schaltung messen wir hingegen nur zu 63 Prozent eine Verzögerung von einem Bild pro Sekunde und 37 Prozent der Messungen zeigten eine Latenz von 2 Bildern pro Sekunde. Das hört sich anfangs zwar nach einem großen Unterschied an, im Durchschnitt steigt der Input-Lag aber nur um 1,4 Millisekunden auf 23,3. Der durchschnittliche Input-Lag des HP ZR24w liegt somit bei etwa 1,5 Bildern pro Sekunde. Ein sehr ordentliches Resultat, bedenkt man, dass im HP ZR24w ein S-IPS Panel für diese Leistung sorgt. An das außerordentlich gute Ergebnis des Fujitsu P22W-5 kommt der HP ZR24w zwar nicht ganz heran, gegen andere Bildschirme mit IPS Panel kann er sich in Punkto Input-Lag aber locker durchsetzen.

DVD und Video

Zuerst haben wir die Zuspielung von SD und HD Medien über den PC getestet. Die externe Zuspielung von Videoquellen mittels eines Blu-ray Player folgt im nächsten Schritt.

Kopiergeschützte Inhalte kann der HP ZR24w durch HDCP Unterstützung sowohl am DVI als auch DisplayPort Eingang problemlos wiedergeben. Gängige Videoplayer wie VLC, PowerDVD oder Windows Media Player, wählen automatisch die richtige Bildformatanzeige und verhindern dadurch eine beschnittene oder verzerrte Videowiedergabe, dafür sind unterschiedlich hohe schwarze Balken am oberen und unteren Bildrand zu sehen.

Wegen der hohen nativen Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel die der HP ZR24w bietet, ist die Zuspielung eines qualitativ minderwertigem PAL Signals nicht optimal und die Darstellung unscharf und zeigt in manchen Bildbereichen Auflösungsartefakte. Dennoch macht der HP ZR24w das Beste daraus und gemessen an der schlechten Signalqualität ist das Ergebnis recht ordentlich. Die gute Farbdarstellung und ein hoher Kontrast tragen ihr übriges zur Bildqualität bei.

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Szene aus dem DVD Film „8 Blickwinkel“.

In dunklen Filmpassagen sorgt die gute Graustufenauflösung für Detailschärfe, mangels Signalqualität ist aber auch verstärktes Bildrauschen und Banding in Farbverläufen zu beobachten. Die Darstellung bleibt kontrastreich. Aufhellungen (Glanz-Effekt) aus dem Winkel sind ebenfalls verstärkt wahrzunehmen.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Dvd02
Szene aus dem DVD Film „Underworld“.

Ein qualitativ hochwertigeres Signal wie es FullHD Filmmaterial bietet, äußert sich auch in einer deutlich besseren Bildqualität. Die Darstellung ist sichtbar schärfer und Dithering in dunklen Bildbereichen tritt nur noch selten auf. Nun kann der HP ZR24w seine Stärken ausspielen. Eine gute Farbwiedergabe, viel Kontrast und eine schnelle Reaktionszeit sorgen für echten Filmgenuss. Dabei stört es kaum dass die schwarzen Balken wegen des 16:10 Bildformates etwas größer ausfallen. Der HP ZR24w bietet die Möglichkeit einer dynamischen Kontrastanpassung. Allerdings sehen wir hier nicht wirklich einen Vorteil denn die Darstellung wird insgesamt nur dunkler, subjektiv steigt ein höheres Kontrastempfinden dadurch aber nicht.

Hp Zr24w Monitor ZR24w Dvd03
FullHD Trailer „Iron Man 2“.

Videosignalverarbeitung

Da der HP ZR24w weder einen HDMI Eingang noch sonstige Videoeingänge besitzt, sind die Voraussetzungen für die Zuspielung von Filmmaterial über einen externen Zuspieler, schon von vornherein schlecht, dennoch haben wir im nachfolgenden Abschnitt getestet welche Möglichkeiten der HP ZR24w bietet und ob er uns vielleicht auch positiv überraschen kann. Die Zuspielung übernahm der Sony BDP-S350 Blu-ray Player den wir mit einem HDMI-DVI Kabel mit dem HP ZR24w verbunden haben.

Unterstützte Refreshraten

Für TFT Bildschirme ist eine digitale Vertikalfrequenz von 60 Hertz noch ein gängiger Standard. Einige Bildschirme können inzwischen aber auch schon 50 Hertz verarbeiten um eine judderfreie Wiedergabe von PAL Signalen zu ermöglichen. Der HP ZR24w ist in diesem Bereich noch von der alten Schule und bietet ausschließlich die Wiedergabe mit 60 Hertz. Damit ist es nicht möglich dem HP ZR24w über einen externen Player PAL Signale zuzuspielen.

Zumindest Blu-ray Filme können mit 60 Hertz wiedergegeben werden, wenn auch damit keine ganz ruckelfreie Wiedergabe möglich ist. Hierfür müsste das Display 24 Hertz oder ein vielfaches davon (48 Hz, 72, Hz, 96 Hz) verarbeiten können.

Deinterlacing

Mit Signalen die in Halbbildern vorliegen kann der HP ZR24w nichts anfangen. Es wurde somit auf einen Deinterlacer verzichtet und der Player muss gewährleisten dass dem HP ZR24w ausschließlich Vollbild basierte Signale zugespielt werden.

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