Test Monitor LG 43UD79-B
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Sound

Zum großen Bild gehört auch ein guter Ton. LG hat dazu dem 43UD79 ein Soundsystem von Harman Kardon spendiert. Die beiden kräftigen Stereo-Lautsprecher befinden sich an der Rahmenunterseite und haben eine Ausgangsleistung von zweimal 10 Watt.

Lg 43ud79 B Monitor Lautsprecher
Soundsystem von Harman Kardon

Die Tonausgabe kann im OSD für Standfuß- und Wandmontage optimiert werden. Die Entgegennahme und das Weiterleiten von Audiosignalen gelangen im Test sowohl via HDMI als auch am DP einwandfrei. Die Klangqualität ist beim LG 43UD79 auf jeden Fall überdurchschnittlich und dürfte mit den meisten Smart-TVs mithalten können. Selbst Musik und Filme klingen erstaunlich gut. Im Vergleich zu einer ausgewachsenen Surround-Anlage bleiben natürlich noch Wünsche hinsichtlich Volumen und Bass übrig, aber Tagesschau, Serien und sogar Spielfilme kann man ohne Weiteres bereits mit den integrierten Lautsprechern genießen.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des LG 43UD79 angeschlossen werden, der Ton wird wahlweise an die integrierten Lautsprecher oder an den Kopfhörerausgang weitergeleitet.

Das Multitasking hebt der LG 43UD79 nicht nur dank seiner umfangreichen Screen-Split-Funktionen auf ein neues Niveau. Dank der zahlreichen Anschlüsse lassen sich auch bis zu vier Quellen gleichzeitig auf dem großen Display darstellen (Picture by Picture (PbP)). Die Auswahl und Anordnung der Quellen lassen sich auch noch jederzeit bequem per Fernbedienung steuern. Damit ist das Gerät auch im Business-Bereich für alle Anwendungsfelder prädestiniert, bei denen eine hohe Informationsdichte gleichzeitig dargestellt werden soll, wie z. B. Videoüberwachung und Arbeitsplätze an der Börse.

Wir haben den LG 43UD79 im Praxistest auch als TV-Ersatz genutzt. Wer für das „große Kino“ am Abend einen Beamer zur Verfügung hat, wird vielleicht dennoch am Tage noch ein anderes Bildwiedergabe-Gerät benötigen. Wenn die Infrastruktur in puncto TV-Tuner, BD-Player und Streaming-Boxen eh schon vorhanden ist, braucht man dazu auch kein Smart-TV. Der LG 43UD79 ist hier auf jeden Fall handlicher und kann auch mal in einen anderen Raum zur alternativen Nutzung transportiert werden.

Als Voreinstellung für Filme bietet der LG 43UD79 den Bildmodus „Cinema“ an. Er ist etwas wärmer als der Werksmodus abgestimmt, verbessert den Schwarzwert und sorgt für deutlich kräftigere Farben. In Bewegtbildern hat er uns auf den ersten Blick ganz gut gefallen. Spätestens wenn man damit aber einmal ein bekanntes Foto anschaut, fällt auf, dass die Farbsättigung hier doch massiv nach oben gezogen wurde – für unseren Geschmack dann doch etwas überzogen. Leider hat man hier auch keinerlei Möglichkeit, die Abstimmung etwa anzupassen, da die allermeisten Regler nicht verfügbar sind.

Der Standardmodus ab Werk ist zwar wie beschrieben sehr kühl abgestimmt, liefert aber den besten Kontrast und hat uns überraschenderweise auch bei allen Videoszenarien – von Tagesschau über Serien bis hin zu Spielfilmen – recht gut gefallen. Bei Filmen wie der Matrix-Trilogie oder generell für Science-Fiction-Filme ist die kühlere Darstellung sogar von Vorteil. Die Farbdarstellung wirkt insgesamt sehr natürlich, insbesondere auch bei den Hauttönen.

Am HDMI-Eingang kann der LG 43UD79 mit der Schwarzwert-Option an den korrekten Signalpegel angepasst werden. Allerdings sind die Bezeichnungen etwas verwirrend. So weit ersichtlich, wird bei „Tief“ der volle Signalumfang mit RGB 0-255 erwartet, bei „Hoch“ dagegen 16-235. Die Voreinstellung „Hoch“ erscheint uns daher etwas unglücklich. Die Einstellung „Tief“ verbessert den Schwarzwert erheblich. Bei Bedarf kann man mit dem Regler „Schwarzstabilisator“ die Detailzeichnung in dunklen Bereichen dann wieder etwas anheben bzw. verbessern.

Laut Handbuch verträgt das Gerät in allen gängigen Video-Auflösungen (480p, 720p, 1080p, 2160p) nur eine 60-Hz-Zuspielung als Bildwiederholfrequenz. Wir haben auch die 24p-Wiedergabe sowohl via PC als auch BD-Player getestet und erhielten problemlos eine kinoreife Wiedergabe ohne sichtbare Mikroruckler.

Auch in diesem Einsatzszenario kommt dem LG 43UD79 natürlich wieder die ausgezeichnete Blickwinkel-Neutralität zugute, so dass seitlich sitzende Zuschauer ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Auch wenn die Werkseinstellungen je nach Geschmack noch etwas Feintuning bei den Einstellungen erfordern, ist die Bildqualität insgesamt gut bis sehr gut und liegt auf jeden Fall auf dem Niveau preislich vergleichbarer Smart-TV-Geräte.

11 KOMMENTARE

  1. Ich habe den Monitor gestern geliefert bekommen und habe ein Problem.
    Der Monitor stellt bei dunklem Hintergrund die Fläche über einem hellen/weißen Fenster (z.B. Explorer) etwas heller dar, als den restlichen Hintergrund. Diese helle Fläche bewegt sich mit dem Fenster mit, wenn man es bewegt.
    Ist dieser Fehler bekannt oder ist das eine Ausnahme?
    Vielen Dank für Eure Hilfe!
    VG Tobi

    • Ich kann mir das nicht so recht vorstellen. Meinst Du einen Corona-Effekt, also das Nachleuchten von Kanten? Ich habe aber noch nie was davon gehört, dass dies bei einem feststehenden Fenster so ist. Auf welcher Stufe steht bei dir Overdrive? Schalte es mal auf die mittlere Stufe oder ganz aus, ob sich da was ändert.

  2. Das beide USB-Anschlüsse Quick Charge fähig sind, deckt sich aber nicht mit der Anleitung.
    Was für einen Standard (welche Spannung und Strom) sie bedienen können ist leider nicht erwähnt.

    • Bei den USB 3.0 Anschlüssen erlaubt USB1 Quick Charge (USB1 5V/1,5A und USB2 5V/0,9A) Der USB-Typ-C-Anschluss (DP Alt Mode 7,5 Watt) des 43UD79 erlaubt nicht das Laden von Laptops. Mehr habe ich nicht finden können.

      • Anleitung sagt dazu nur an zwei stellen kurz etwas aus: „Quick Charge is available through the USB1 port“ und „Quick Charge is a feature that rapidly charges the device connected to the USB 1 port.“
        QC kann also nur der Port1 … laut Handbuch. Hast Du es den schon mal versucht Sachen am Monitor zu laden? Wenn ich über ein USB2.0 Kabel was anschließe passiert gar nichts. (?) Erst wenn ich das Schnellladen im Menü aktiviere habe ich nur am Port knappe 5V bei 1A. Quick Charge ist aber eigendlich was anderes. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Quick_Charge
        Das ich aus den Ports sonst nichts raus bekomme ist normal (bei 2.0) oder ein Defekt?

    • Und wo bitte steht im Test dass es ein Curved Monitor ist? Das Wort Curved kommt im Test nach meiner Recherche genau einmal vor und zwar in einem ganz anderen Kontext. Also bitte genau lesen.

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