Test Monitor NEC EA261WM-BK
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Im kalibrierten Zustand ist der Weißpunkt optimal und auch der Schwarzpunkt konnte deutlich gesenkt werden, was sich positiv auf den Kontrastumfang auswirkt. Der Gammawert ist mit 2,08 nicht ganz optimal aber schon wesentlich besser als vor der Kalibration. Die durchschnittliche deltaE-Abweichung kann auf 5,6 gesenkt werden. Im Vergleich zur anfänglichen Werkseinstellung ist zwar eine „enorme“ Verbesserung festzustellen, allerdings sind die Ergebnisse nicht berauschend, was allerdings auch nicht völlig verwundert. Durch den erweiterten Farbraum kommt es erfahrungsgemäß im sRGB Farbraum zu größeren Abweichungen.

Im OSD haben wir für die Kalibrierung mit einem Weißpunkt von 6500K und einer Helligkeit von 140 cd/m² folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellung gewählt: Helligkeit 38 %, R=91, G=89 und B=100.

Vergleich des kalibrierten Profils mit dem AdobeRGB Standard

Kalibriert Ziel Erreicht
6500 6597
120 119
0,00 0,20
Nativ 594
2,2 2,18
Nec Ea261wm Bk Monitor Nec Ea261wm Kali Adobergbkali Vs Adobergb
 

Die Grafik spricht Bände im Vergleich zu den vorherigen Messungen: Der Gammawert ist fast perfekt, der Schwarzpunkt ist weiterhin gut und die durchschnittliche deltaE-Abweichung ist mit 2,0 sehr gut.

Im OSD haben wir für die Kalibrierung mit einem Weißpunkt von 6500K und einer Helligkeit von 120 cd/m² folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellung gewählt: Helligkeit 38 %, R=84, G=80 und B=87.

Vergleich des kalibrierten Profils mit dem ECI-RGB 2.0 Farbraum

Kalibriert Ziel Erreicht
5000 4988
120 118
0,00 0,20
Nativ 589
Lstar 2,31
Nec Ea261wm Bk Monitor Nec Ea261wm Kali Ecirgbkali Vs Ecirgb
 

Auch dieses Ergebnis fällt sehr gut aus. Der Weißpunkt wurde perfekt getroffen und die Abweichungen sind sehr moderat. Mit einem durchschnittlichen deltaE-Wert von 1,9 ist das Ergebnis hier sehr gut.nn

Im OSD haben wir für die Kalibrierung mit einem Weißpunkt von 6500K und einer Helligkeit von 120 cd/m² folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellung gewählt: Helligkeit 38 %, R=84, G=80 und B=87.

UGRA

Abschließend haben wir den NEC MultiSync EA261WM auf die Vorgaben der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit 120 cd/m²), um seine Farbstabilität und Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe / Softproof zu bestimmen. Das Ergebnis zeigt: Der NEC EA261WM besteht die UDACT-Zertifizierung nicht. Die Abweichungen und Verwerfungen im Graustufenbereich sind definitiv zu hoch, was die neuen Vorgabewerte der UGRA angeht.

Nec Ea261wm Bk Monitor Nec Ea261wm Kali Ugra
Der ausführliche UGRA-Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Bei der Ausmessung und Kalibration hinterlässt der EA261WM von NEC insgesamt ein zwiespältiges Ergebnis. Für Office und Gaming kann man die Monitorprofile problemlos nutzen, da hier nur der subjektive Eindruck zählt.

Wer sich hauptsächlich mit Grafik- und Fotoarbeiten beschäftigt, kann durch gezielte Kalibration durchaus ordentliche Ergebnisse erhalten. Durch den eingeschränkten Blickwinkel kann man den NEC EA261WN aber nicht für diese Aufgaben empfehlen. Die mitgelieferten Monitorprofile und Farbtemperaturvorgaben erwiesen sich als wenig geeignet und wichen von den vorgegebenen Werten zu stark ab.

Darstellung

Banding:

In Farbverläufen zeichnet sich kein sichtbares Banding ab. Insgesamt liefert der Monitor hier ein sehr gutes Ergebnis. Fast gleiches gilt für die Grauverläufe. Hier gibt es in der Werkseinstellung nur minimale Verwerfungen im unteren Verlauf von dunkelgrau zu neutralem Grau. Im kalibrierten Zustand ist das Banding etwas stärker ausgeprägt, da zum Erreichen des besseren Schwarzwerts Farbinformationen im Grauverlauf geopfert werden müssen und dadurch die Verläufe nicht mehr sauber ineinander übergehen.

Kontrast:

Beim Kontrast sollte man die werksseitige Einstellung von 50 Prozent nicht überschreiten, da der Monitor alle Nuancen optimal darstellt. Eine Änderung macht nur dann Sinn, wenn man zum Beispiel bei Filmen oder Spielen andere Effekte erzielen will. Für den farbgetreuen Gebrauch sind die Werkseinstellungen bestmöglich eingestellt. Schon eine geringe Erhöhung hätte Detailverlust bei den hellen Farbwerten zur Folge.

Für Standardanwendungen und Fotobearbeitung sollte das Kontrastverhältnis stets höher als 400:1 sein. Dies ist bei allen Einstellungen (mit Ausnahme des Monitorprofils sRGB) der Fall. Insgesamt ist der statische Kontrast als befiedigend zu werten. Der gemessene Maximalkontrast liegt in der Werkseinstellung bei 823:1, was auf den hohen Schwarzpunkt von 0,5 zurückzuführen ist.

Grauwerte:

Hier liefert der Monitor maximal befriedigende Ergebnisse. Im Werkszustand sind Graunuancen erst ab Stufe 10 von schwarz zu unterscheiden:

Nec Ea261wm Bk Monitor Nec Ea261wm Schwarzwert
Darstellung der Grauwerte.

Die Grauwerte sind in der Werkseinstellung nur schlecht differenzierbar. Bessere Ergebnisse erreicht man erst nach einer Kalibration, was allerdings zu leichtem Banding führt.

Weißwerte:

Bei einer entsprechenden Helligkeit hat der EA261WM weniger Probleme und zeigt alle Weißabstufungen mit Ausnahme von 254 problemlos an.

Nec Ea261wm Bk Monitor Nec Ea261wm Weisswert
Darstellung der Weißabstufungen.

Backlight Bleeding:

Schwarztest: Bei keiner Helligkeitseinstellung haben wir Lichthöfe festgestellt. Das Ergebnis ist als sehr gut anzusehen.

Weißtest: Hier war das Ergebnis fast genau so gut wie beim Schwarztest. Es gab nur minimale Abdunkelungen der Ränder, die nur bei sehr genauer Betrachtung auffallen.

Die Bildqualität ist insgesamt befriedigend. Die schwachen Grauwerte in Kombination mit dem bereits angesprochenen Blickwinkel, haben das Ergebnis deutlich gemindert.

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