Test Monitor NEC LCD2690WUXi
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Anwendungen

Mit seinem Breitbild-Format und der nativen Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln bietet der NEC LCD2690WUXi mehr als ausreichend Platz auf dem Desktop – in der Breite wie auch in der Höhe. Anwender im Bereich der Grafik- und Videobearbeitung werden dieses Mehr an Desktopfläche zu schätzen wissen.

Bei Anwendungen wie Photoshop oder Flash lassen sich Paletten und Tools bequem neben die eigentliche Arbeitsfläche schieben. Störend im Weg umherstehende Paletten und Fenster gehören bei einem Widescreen-TFT dieser Größenordnung somit der Vergangenheit an.

Auch beim alltäglichen Surfen im Internet hat das Widescreen-Format seine Vorteile. Zwar sind nach wie vor die allermeisten Webseiten nicht für Breitbildformate optimiert, aber dafür lassen sich problemlos mehrere Browserfenster nebeneinander geöffnet betrachten.

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Bei Anwendungen wie Flash kann die Desktopfläche gar nicht groß genug sein. Mit seinen 1.920 x 1.200 Pixeln, verteilt auf 25,5 Zoll Displayfläche trägt der NEC LCD2690WUXi diesem Umstand Rechnung.

An einem 25,5 Zoll Widescreen-Monitor wie dem NEC LCD2690WUXi ist auch die Bildhöhe ausreichend groß, um eine DIN A4 Seite 1:1 darstellen zu können. Selbst in der Bearbeitungsansicht der Textverarbeitungsprogramme, wo diverse Werkzeugleisten am oberen und unteren Displayrand hinzukommen, finden zwei DIN A4 Seiten mühelos in Originalgröße Platz.

Will man gleich drei Seiten komplett nebeneinander auf der Arbeitsfläche haben, so muss die Darstellung etwas verkleinert werden. Mit seinem ungewöhnlichen 25,5 Zoll Format bietet der NEC LCD2690WUXi bei gleicher nativer Auflösung jedoch einen größeren Pixelabstand (0,287 mm), als die weit verbreiteten 24″ Breitbild-TFTs (0,270 mm). Somit lassen sich auch verkleinerte Texte noch sehr gut lesen und bearbeiten.

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Die Textverarbeitung MS Word 2007 am NEC LCD2690WUXi mit drei Textseiten in der Bearbeitungsansicht…
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…und mit zwei Seiten in der Vollbildansicht.

DVD/Video

Die Wiedergabequalität des NEC LCD2690WUXi haben wir mit mehreren Film-DVDs, Videos und HD-Videos getestet. Wie die meisten TFT-Monitore arbeitet auch der 2690WUXi mit einer festen internen Panelupdatefrequenz von 60 Hz. Bei der Wiedergabe von PAL-Material kann es deshalb zu leichten Rucklern (Judder-Effekt) kommen, da Filme und Videos im PAL-Format üblicherweise eine Bildwechselfrequenz von 50 Hz aufweisen.

Bei unseren Tests war von Juddering aber kaum etwas zu spüren. Gängige Abspielprogramme sind mittlerweile ohnehin in der Lage PAL-Material durch Umrechnung auf 60 Hz praktisch ruckelfrei wiederzugeben.

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Szene aus dem Film „Matrix Reloaded“.

Der NEC LCD2690WUXi überzeugt bei der Wiedergabe mit einer kristallklaren Darstellung und leuchtenden, brillanten Farben. Auch ’schwierige‘ Filmsequenzen mit Nebel, Gegenlicht und Lichteffekten werden ebenso sauber dargestellt, wie Szenen mit schnellen Schnitten und rasanten Kameraschwenks.

Gegebenenfalls lässt sich die Bildwiedergabequalität mit einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, die das OSD des LCD2690WUXi bietet, noch weiter optimieren.

Wirklich beeindruckend ist die Darstellung hochauflösenden Videomaterials. Hier spielen großformatige Breitbild-TFTs wie der LCD2690WUXi ihre Stärken aus. Signale mit Zeilensprung (wie etwa 480i oder 1080i) unterstützt der NEC allerdings nicht.

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Szene aus dem HD-Film „King Kong“.

Insgesamt erreicht der NEC LCD2690WUXi bei der Darstellung von Film- und Videomaterial eine gute bis sehr gute Leistung. In Puncto Farbbrillanz und Reaktionszeit liegt der NEC auf sehr hohem Niveau. Auch der Schwarzwert ist für ein Gerät mit IPS-Panel ausgezeichnet, kommt aber nicht ganz an die hervorragenden Schwarzwerte der S-PVA-TFTs heran.

Fazit

Der NEC LCD2690WUXi überzeugt in allen Bereichen von der Verarbeitung über die Bedienung und den riesigen Einstellungsumfang bis hin zur Bildqualität. TFTs, die in der Lage sind, den Adobe-RGB Farbraum annähernd vollständig darzustellen, kann man (fast) an den Fingern einer Hand abzählen und für gewöhnlich finden sich diese Exemplare dann auch in preislichen Regionen wieder, die sie für Privatnutzer unerschwinglich machen.

Die subjektiv wahrgenommene Bildqualität bei Spielen und Filmen ist ausgezeichnet, auch wenn der NEC mit seinem H-IPS Panel in puncto Schwarzwert nicht ganz an S-PVA-Geräte herankommt, die hier generell besser abschneiden. Dafür kann die Blickwinkelstabilität des LCD2690WUXi als hervorragend gewertet werden.

In Sachen Reaktionszeit ist der 26 Zöller für Gelegenheitsspieler uneingeschränkt und für Hardcore-Spieler bedingt tauglich, weil eine Darstellungslatenz von zwei Frames auch bei deaktiviertem Overdrive vorhanden ist.

Zusätzliche hochinteressante Features wie ColorComp sorgen für eine fast perfekte Flächenhomogenität bei Farbdarstellung und Helligkeitsverteilung. Die Benutzerführung und Bedienung mit gleich zwei OSDs und der zusätzlichen, praktischen NaViSet-Software überzeugt sofort.

Auch bei Ergonomie und Mechanik des Standfußes gibt es so gut wie nichts zu kritisieren. Die nicht ganz exakt arbeitende Pivot-Mechanik, bei der gegebenenfalls von Hand etwas nachjustiert werden muss, kann den insgesamt sehr guten Gesamteindruck der Verarbeitung nicht merklich trüben.

Der NEC LCD2690WUXi stellt ein rundum gelungenen Stück High-End TFT-Technik dar und ist nach UGRA voll tauglich für den professionellen Einsatz als farbverbindliches Grafiker-Display. Mit einem Straßenpreis von ca. 1.220,00 Euro kann der 26 Zöller von NEC in Anbetracht seiner enormen Leistungsmerkmale sogar als echtes Schnäppchen bezeichnet werden.

Technische Spezifikation: NEC LCD2690WUXi

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