Test Monitor Philips 272P4QPJKEB
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Optik und Mechanik – Teil 2

Der Sehnenschnitt an der Vorderseite des Drehtellers erweist sich zudem als platzsparendes Detail: So lässt sich die Tastatur bei Nichtgebrauch bündig an der Sehne platzieren und liegt nicht auf dem Schreibtisch im Wege herum.

Philips 272p4qpjkeb Monitor Drehteller
Philips 272p4qpjkeb Monitor Drehplatte
Der Drehteller mit dem Sehnenschnitt weist an der Unterseite eine massive Metallplatte auf.

Das Schwenken, Drehen und Neigen des 272P4QPJKEB funktioniert generell problemlos, lediglich beim Drehen in die Pivotstellung und zurück treten die bereits erwähnten Anfangs- und Endwiderstände auf. Die Mechanik der Höhenverstellung erzeugt indes deutlich wahrnehmbare Ablaufgeräusche, ähnlich einer schweren, rollengelagerten Schreibtischschublade.

Durch seine Masse von 8,5 kg wirkt der 272P4QPJKEB einerseits stabil und solide, andererseits schwingt der Monitor aber merklich nach, wenn er an der Gehäusekante angestoßen wird, besonders in der maximalen Höheneinstellung. Der massive Drehteller und der robuste Tragarm halten das Gerät aber sicher an seinem Platze, so dass auch ein unbeabsichtigter kleiner Rempler keine größeren Folgen nach sich zieht.

Die Lüftungsschlitze auf der Gehäuserückseite befinden sich versteckt unter der oberen Kante der rückwärtigen Gehäuseauswölbung sowie neben dem Netzanschluss auf der Unterseite. Selbst nach stundenlangem Betrieb wurde die Monitorrückseite nur im Bereich der oberen Lüftungsschlitze etwas mehr als handwarm, und das innerhalb eines sehr begrenzten Areales. An den seitlichen Gehäusekanten etwa war keinerlei Erwärmung zu spüren. Zur Diebstahlsprävention lässt sich der Monitor mit einem Kensington-Lock sichern.

Philips 272p4qpjkeb Monitor Kensington
Die Aufnahme für ein Kensington-Lock sitzt an der hinteren Gehäuseseite rechts.nn

Technik

Betriebsgeräusch

Der 272P4QPJKEB lief während des Testzeitraumes ohne wahrnehmbare Betriebsgeräusche. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 % 67,0 W 42,0 W
Werkseinstellung 100 % 39,7 W 42,0 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 45 % 30,1 W
Betrieb minimal 0 % 20,4 W
Standby-Modus 0,3 W 0,4 W
Ausgeschaltet 0,2 W

* Messwerte ohne Audio und USB

Den Stromverbrauch gibt Philips mit 39,2 Watt nach EnergyStar 6.0 an. Wir messen zunächst bei maximaler Helligkeit nach und erhalten 42,0 Watt ohne Sound und ohne USB-Verbraucher. Bei voll aufgedrehten Lautsprechern und ausgelasteten USB-Ports könnten durchaus weitere 25 Watt hinzukommen, damit erscheinen auch 67 Watt Maximalverbrauch plausibel.

Der mechanische Ausschalter wird durch einen elektronischen Frontausschalter ergänzt – er lässt mit nur 0,2 Watt aber auch nicht mehr viel Strom durch. Im Standby-Modus bleiben 0,4 Watt übrig, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden also sehr gut eingehalten.

Die Ergebnisse bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz sind enttäuschend: 30,1 Watt sind für einen 27 Zoll Monitor ohne erweiterten Farbraum einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Effizienzberechnung ergibt magere 0,87 cd/W. Der bürotypische Jahresstromverbrauch des 272P4QPJKEB beträgt 64 kWh, die Stromkosten liegen bei 17 Euro.

Anschlüsse

Der 272P4QPJKEB weist eine Vielzahl von Anschlüssen auf: Auf der Gehäuserückseite befinden sich links des Tragarmes (von hinten gesehen) der Netzanschluss, rechtsseitig hat Philips die Ein- und Ausgänge gruppiert: DisplayPort-In, DVI-Dual-Link, 2x HDMI, DisplayPort-Out und Audioeingang.

Philips 272p4qpjkeb Monitor Netzanschluss2
Philips 272p4qpjkeb Monitor Portsunten
Dem Netzanschluss auf der linken Seite (von hinten gesehen) steht eine ganze Reihe von Ein- und Ausgängen auf der rechten Seite gegenüber.

An der von vorne gesehen linken Gehäuseseite gesellen sich vier USB 3.0-Buchsen hinzu: ein Ladeanschluss, zwei Downstream-Ports und ein Upstream.

Der Kopfhöreranschluss befindet sich von vorne gesehen an der linken unteren Gehäuseseite, unter der Frontblende. Mit einem dedizierten Netzschalter an der rechten Gehäuseseite lässt sich das Gerät komplett ausschalten.

Philips 272p4qpjkeb Monitor PortsPivot
Philips 272p4qpjkeb Monitor USBseitlich
In der Pivot-Stellung sind die Anschlüsse deutlich leichter zu erreichen. Weitere Anschlussoptionen bieten die USB 3.0-Buchsen am linken hinteren Gehäuserand.

Über den DisplayPort lassen sich am 272P4QPJKEB mittel „DaisyChain“ mehrere Monitore in Reihe schalten. Philips sieht mögliche Anwendungsfelder in den Bereichen Finanzen und Banking oder in Steuerungszentralen.

Philips 272p4qpjkeb Monitor Kopfhoerer
Philips 272p4qpjkeb Monitor Netzschalter
Kopfhörereingang an der Gehäuseunterseite und der mechanische Netzschalter.

Bedienung

Das OSD-Menü wird beim 272P4QPJKEB über vier Sensorflächen auf dem rechten unteren Displayrahmen angesteuert. Von rechts nach links belegen die Flächen folgende Funktionen: OSD-Menüaufruf/Bestätigung, Nutzerdefinierter Schnellaufruf (Voreinstellung Audio)/Aufwärts, Multiview/Abwärts und SmartImage/Exit.

Allerdings sind die Sensorflächen nur durch eine Reihe extrem schlecht sichtbarer Symbole gekennzeichnet – selbst bei gedämpftem Tageslicht, etwa bewölktem Himmel, lassen sich die Symbole kaum erkennen. Zudem befindet sich rechts von den OSD-Sensorflächen der Standby-Sensor; da erfolgt schon mal leicht ein Vertippen, und der Bildschirm wird dunkel, anstatt das OSD-Menü anzuzeigen.

Bei der Bedienung der Sensoren erfährt der Benutzer keine haptische oder akustische Rückkoppelung, auch eine Unterstützung durch eine grafische Funktionszuweisung auf dem Display fehlt. Zudem scheinen die Sensoren extrem empfindlich eingestellt zu sein – während der Testphase geschah es häufiger, dass die aufgerufenen Einträge im OSD-Menü wechselten, obwohl der Finger die Sensorfläche noch gar nicht berührt hatte.

In dieser Form ist die Bedienung des OSD-Menüs schlichtweg unkomfortabel und gerät zum nerv- und zeitraubenden Blindflug – selbst bei simplen Einstellungen wie der Änderung der Helligkeit ist der Nutzer gezwungen, die Sensorfelder zusätzlich zu beleuchten oder den Monitor entsprechend ins Licht zu drehen, damit er überhaupt erkennen kann, wo er da herumtippt.

Als Betriebsanzeige dient eine kleine weiße LED am rechten unteren Gehäuserand, die filigran schimmert, wenn der Monitor im Betrieb ist – im Standby-Modus erlischt das Licht.

Philips 272p4qpjkeb Monitor Menueschrift
Die OSD-Sensorflächen am rechten unteren Gehäuserand sind nur durch schwer erkennbare Symbole gekennzeichnet – rechts daneben befindet sich der Standby-Sensor mit einer kleinen weißen Betriebsanzeige-LED.

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