Test Monitor Samsung P2250
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Bedienung

Die Bedienung erfolgt über fünf berührungsempfindliche Tasten, die im rechten unteren Teil eingelassen sind. Die erste Berührung auf eine der Tasten lässt die rote Beschriftung aufleuchten, mit einem weiteren Druck lässt sich ein Menüfeld öffnen.

Samsung P2250 Monitor Bedienung
Beleuchtete Touch-Flächen des Samsung P2250.

In früheren Tests haben wir häufig die Touch-Flächen kritisiert, da sie nicht sensibel genug reagiert haben. Dies ist auch beim Samsung P2250 der Fall. Wenn man mit der gesamten Hand den unteren rechten Teil des Monitorrahmens umfasst und so den Daumen direkt mittig auf die Touch-Flächen drücken kann, reagiert der Monitor (fast) auf jede Eingabe. Bei allen anderen Eingabeversuchen ist häufig ein zweiter Druck notwendig, um eine Reaktion hervorzurufen. Kleine graue Punkte zeigen die Mitte der Touch-Fläche an und helfen beim Finden der Tasten bei ausgeschalteter Beleuchtung.

Die Power-Anzeige geht im Gegensatz zu den restlichen Anzeigen nicht aus, sondern leuchtet im Betrieb dauerhaft rot. Im Energiesparmodus blinkt die Taste ebenfalls rot.

OSD

Mit der ganz linken Taste lässt sich das übliche ausführliche Menü öffnen. Die Tasten daneben bieten einen Schnellzugriff auf eine einstellbare Funktion, die Helligkeit und die Wahl des Eingangssignals.

Samsung P2250 Monitor Osd
Übersicht des OSD-Menüs.

Alle Funktionen lassen sich auch bequem per Maus über die mitgelieferte Software MagicTune einstellen. Diese funktionierte trotz Windows 7 Logo des Monitors erst nach einem Update aus dem Internet. Unter Windows 7 64bit funktionierte die Software einige Male nicht und beendete sich mit der Fehlermeldung: „Dieses System wird von MagicTune nicht unterstützt“. Nach einem Neustart des Systems war sie aber meistens wieder verwendbar. Einen wirklich ausgereiften Eindruck machte die Software unter Windows 7 (64Bit) jedenfalls nicht.

Einstellen lassen sich die üblichen Parameter wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe und die Farbwerte Rot, Blau und Grün. Per MagicBright kann je nach Anwendung ein automatisch passendes Profil (Text, Internet, Game, Sport oder Film) gewählt werden, außerdem gibt es die Einstellung „Dynamic Contrast“ die bei jeder Anwendung die optimale Einstellung finden soll. Natürlich ist auch eine benutzerdefinierte Einstellung möglich.

Samsung P2250 Monitor Magictune
MagicBright-Einstellungen mit der Software MagicTune.

Mit MagicColor ist ebenfalls eine automatische Anpassung des Kontrastes bei bewegten Bildern möglich. Durch die Demoeinstellung wird das Bild in der Mitte geteilt, um ein Bild mit und ohne Veränderung vergleichen zu können. Der Kontrast mit der Einstellung MagicColor wirkt dabei besser, so dass die Funktion durchaus ihre Berechtigung hat.

Die restlichen Einstellungen sind eher ungenau, die Farbtemperatur hat zum Beispiel keine genauen Werte, sondern nur die Einstellmöglichkeiten „warm“, „normal“ und „kalt“. Die Gammawerte sind ebenfalls nur mit den Werte eins bis drei gekennzeichnet.

Ein kleines praktisches Feature ist die Programmierung der zweiten Monitortaste. Sie kann per MagicTune auf vier verschiedene Möglichkeiten eingestellt werden, so dass man je nach Anwendungstyp einen schnellen Zugriff auf die individuell am häufigsten benutzte Funktion erhält.

Samsung P2250 Monitor Magictune2
Einstellmöglichkeiten der zweiten Monitortaste mit MagicTune.

Software

Neben der Software MagicTune wird auch das Programm MultiScreen auf der CD mitgeliefert. Mit diesem Tool lässt sich der Monitor in Felder aufteilen, in diese man Programme ziehen kann, welche dann exakt an diesen Bereich angepasst werden. So lassen sich ohne großen Aufwand zum Beispiel vier Programme mit der gleichen Fenstergröße geöffnet darstellen. Dies funktionierte allerdings nicht bei allen Programmen, der Explorer von Windows 7 oder ein Microsoft Office Worddokument konnten so zum Beispiel nicht automatisch an eine Größe angepasst werden. Generell schienen alle windowsinternen Programme nicht kompatibel zu sein.

Samsung P2250 Monitor Multiscreen
Samsung P2250 Monitor Multiscreen2
Einstellmöglichkeiten und Beispielanwendung der Software MultiScreen.

Bildqualität

In der Werkseinstellung beträgt der maximale Helligkeitswert 274 cd/m², der vom Hersteller genannte Wert von 300 cd/m² wird nicht ganz erreicht. Die niedrigste Einstellung liefert eine Helligkeit von 29 cd/m², so dass sich ein großes Einstellspektrum von 245 cd/m² ergibt. Um auf einen idealen Wert von 140 cd/m² zu kommen, musste die Helligkeit des Testgerätes auf den Wert 41 eingestellt werden. Einstellbar sind Werte zwischen 0 und 100, wobei jede ganze Zahl gewählt werden kann.

Das Gamma lässt sich nicht zahlengenau verstellen, sondern nur durch die Wahl von „Modus 1“, „Modus 2“ oder „Modus 3“ festlegen. Voreingestellt ist der erste Modus, welcher einen Wert von 2,31 liefert, der zweite Modus liefert 2,09 und der Dritte einen Wert von 2,46. Empfohlen wird die Standardeinstellung beizubehalten, da diese dem Zielgamma von 2,2 am nächsten kommt.

Samsung gibt für den dynamischen Kontrast des P2250 einen Wert von 50.000:1 an. Dieser Wert beschreibt das Kontrastverhältnis von zwei aufeinander folgenden Bildern. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren. Unser Testgerät erreichte einen statischen Kontrast von 812:1 der nach der Kalibrierung leicht auf 822:1 angestiegen ist.

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m2 274 cd/m2
k.A. 161 cd/m2
k.A. 140 cd/m2
k.A 115 cd/m2
k.A. 29 cd/m2

Helligkeitsverteilung

An 15 Messpunkten haben wir die Ausleuchtung des Samsung P2250 überprüft, als Ausgangswert wurde eine Helligkeit von 140 cd/m² in der Mitte des Displays eingestellt.

Samsung P2250 Monitor Helligkeit
Helligkeitsverteilung des Samsung P2250.

Die maximale Abweichung liegt bei 21 cd/m² welches etwa 15 Prozent beträgt. Die durchschnittliche Abweichung von 8 Prozent ist als gut zu bezeichnen, die linke Hälfte des Monitors weicht dabei stärker ab, als die rechte Seite. Die Ausleuchtung ist leicht wolkig, extreme Lichthöfe sind aber keine zu erkennen.

Blickwinkel

Samsung P2250 Monitor Blickwinkel
Das Bild zeigt die frontale Sicht in der Bildmitte und die horizontalen (links/rechts) sowie die vertikalen Blickwinkel (oben/unten).

Das Bild verliert aufgrund des verbauten TN-Panels bei einem nicht mittigen Blickwinkel schnell an Qualität. Die horizontalen Veränderungen sind durch ein Abnehmen des Kontrastes gut erkennbar, aber als noch akzeptabel einzustufen. Die vertikalen Veränderungen fallen allerdings deutlich schlechter aus. Bei einem Blick von oben wirkt das Bild stark überbelichtet und gelbstichig, bei einem Blick von unten entsteht der typische Negativeffekt, der die Farben des Bildes umkehrt.

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