Test Monitor Samsung S27C650D

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Einleitung

Der Samsung S27C650D LED ist Teil der Serie 6, in dem ein 27-Zoll-MVA-Panel mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln im 16:9-Format und einem sehr hohen statischen Kontrastverhältnis von 5000:1 zum Einsatz kommt.

Trotz dieser Daten gehört er nicht in die Sparte der Multi-Media-Monitore. Denn dazu fehlen integrierte Lautsprecher und statt eines HDMI-Eingangs, welcher sich zum Anschluss von BluRay-Playern eignen würde, gibt es einen DisplayPort. Aufgrund der guten ergonomischen Eigenschaften lässt sich der S27C650D LED eher im Bereich der Office-Monitore einordnen.

Samsung S27c650d Monitor Monitor
Samsung S27C650D LED in frontaler Ansicht.

Der Samsung S27C650D besitzt drei Bildanschlüsse. Zum bereits erwähnten DisplayPort kommen ein DVI- und ein D-SUB-Anschluss hinzu. Das Netzteil ist intern verbaut und besitzt keinen Netzschalter. Im mitgelieferten Standfuß ist ein USB-HUB 2.0 verbaut.

Auf der eigenen Webseite bewirbt Samsung den S27C650D mit „bestmöglichen Blickwinkeln“ am Arbeitsplatz und den ergonomischen Fähigkeiten, genannt HAS-Design (Hight Adjustable Stand Design). Außerdem wird der schmale Rahmen hervorgehoben, der insbesondere im Mehrschirmbetrieb punkten soll.

Lieferumfang

Die Verpackung des S27C650D fällt eher klein aus mit 722mm x 187mm x 461mm und wiegt der Monitor gerade mal 8 kg. Plastik-Haltegriffe zum bequemeren Transport gibt es nicht, dennoch fällt der Transport zu Fuß aufgrund der Maße trotzdem leicht.

Samsung S27c650d Monitor Lieferumfang
Standfuß, CD, Garantiekarte und D-SUB-Kabel.

Der Lieferumfang ist eher spärlich. Es wird nur das Strom-Kabel und ein D-Sub-Kabel mitgeliefert. Ein Handbuch ist in digitaler Form auf der CD und in einer gedruckten Kurzfassung im Zubehör vorzufinden. Der Standfuß hat einen USB-Hub integriert und wird in demontierter Form in der Verpackung mitgeliefert.

Optik und Mechanik

Ein weiteres auf der Samsung-Webseite aufgeführtes Merkmal ist das minimalistische, schnörkellose Design des S27C650D. Dieser positive Wandel, den viele Hersteller immer mehr gehen, führt weg von den Hochglanz-Billig-Plastik-Rahmen und stellt neue, kluge und praktische Design-Elemente vor.

Einer davon ist der bereits erwähnte Standfuß mit integriertem USB-Hub. Was aber nicht so sehr gefällt, ist die Gestaltung der Form des Standfußes selbst. Leider ist er nicht vollständig plan und eignet sich somit nicht perfekt als zusätzliche Ablagefläche.

Samsung S27c650d Monitor Samsung
Samsung S27c650d Monitor Model
Das Samsung-Logo mittig am unteren Rahmen und die Modellbezeichnung in der rechten oberen Ecke.

Trotz der matten Textur des Plastik-Rahmens werden Fingerabdrücke nicht vollständig verborgen und fallen je nach Lichteinfall auf. Die Verarbeitung des Gehäuses ist gut. Die Spaltmaße sind gering und das Panel ist gut in den Rahmen eingepasst.

Es ist nichts locker und nichts knarzt. Dieser Eindruck wird jedoch durch den doch recht lockeren Gelenkarm getrübt, der uns schon bei einigen der von uns getesteten Samsung Modelle auffiel.

Hands on Samsung S27C650D (Video)

Die horizontale Verstellung des Panels gelingt einfach, schlicht zu einfach, denn jede noch so geringe Berührung hat Auswirkungen. Die Höhenverstellung läuft alles andere als geschmeidig und klemmt in den oberen 30 mm des Verstellungsbereiches. Ergonomie ja, aber leider nicht ganz so komfortabel.

Samsung S27c650d Monitor Standfuss
Einfache Montage des Standfußes.

Der S27C650D hat eine VESA-Bohrung, an welche der Trägerarm montiert ist. Der Standfuß muss zunächst montiert werden. Dabei fällt negativ auf, dass für die feste Verschraubung ein Schraubenzieher nötig ist. Ist alles befestigt, lässt der Ergonomie-Mechanismus des Samsung eine Neigung des Panels von -5° und +25° sowie eine Drehung von 75° nach rechts und links zu.

Die Höhenverstellung mit insgesamt 130 mm ist ausreichend. In der höchsten Stellung ist die Unterkante des Panelrahmens 150 mm von der Arbeitsfläche entfernt und in der untersten Position 20 mm. Der Panelrahmen ist an jeder Stelle 16 mm breit.

Samsung S27c650d Monitor Front
Samsung S27c650d Monitor Front Down
Frontalansichten des Samsung S27C650D in höchster und niedrigster Stellung.
Samsung S27c650d Monitor Hinten Up
Samsung S27c650d Monitor Hinten
Monitor-Rückseite: aufgeräumt, in höchster und niedrigster Stellung.

Die Gehäuse-Rückseite wird durch die großflächig angelegten Lüftungsschlitze dominiert und ist sauber verarbeitet. Die matte Textur setzt sich auch hier fort. Die Bild-Anschlüsse zeigen nach unten, was eine saubere Rückansicht ermöglicht und eine Aufstellung des Monitors in Wandnähe erlaubt.

Samsung S27c650d Monitor Neig
Samsung S27c650d Monitor Neig 1
Seitliche Ansicht: links +25°; rechts -3° Neigungswinkel.
Samsung S27c650d Monitor Pivot
Samsung S27c650d Monitor Pivot Back
Pivot-Stellung Vorder- und Rückansicht.

Die Pivot-Drehung gelingt nach Justierung in die höchste Position und Neigung des Displays nach hinten einfach. Wie bereits beschrieben ist der Mechanismus der Höhenverstellung sehr schwergängig, sodass man sichergehen sollte, dass die höchste Stellung auch erreicht wurde, bevor man das Gehäuse dreht.

Samsung S27c650d Monitor Beluftung
Sehr viele Belüftungsgitter auf der Gehäuserückseite.

Die großflächigen Belüftungsschlitze des S27C650D sind nicht nach unten ausgerichtet, was das Eindringen von Staub in das Gehäuse-Innere erschweren soll. Für einen LED-Monitor sind so viele Öffnungen doch eher ungewöhnlich, aber zumindest sorgt es für eine gute Luftzirkulation.

Technik

Betriebsgeräusch

Von der normalen Sitzposition und selbst bei wandnaher Aufstellung hört man keine Geräusche, die die elektronischen Bauteile erzeugen könnten. Begibt man sich hinter den Monitor, um danach zu lauschen, stellt man fest, dass der S27C650D nicht völlig geräuschlos arbeitet. Das Geräusch ist aber im normalen Sitzabstand nur bei völliger Stille minimal wahrnehmbar.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 45,0 W 42,0 W
Werkseinstellung 100 42,0 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 24 20,0 W
Betrieb minimal 0 15,4 W
Standby-Modus 0,3 W 0,3 W
Ausgeschaltet 0,3 W 0,0 W

* Messwerte ohne Audio und USB

42 Watt messen wir bei maximaler Helligkeit – für ein LED-Gerät ist das gewiss nicht wenig. An den beiden USB-Anschlüssen könnten zusätzliche Verbraucher noch ein paar Watt beitragen, die vom Hersteller Samsung angegebenen 45 Watt sind somit sehr genau.

Einen mechanischen Ausschalter gibt es nicht. Der elektronische Frontausschalter arbeitet sehr effizient, der Restverbrauch ist so niedrig, dass wir ihn nicht mehr messen können. Im Standby-Modus sind es 0,3 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden also weit übertroffen.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz kommen wir auf 20,0 Watt, daraus errechnen wir eine gute Effizienz von 1,31 cd/W – tatsächlich genehmigt sich der S27C650D also nur dann viel Strom, wenn man ihm auch viel Licht abverlangt, und davon hat er reichlich zu bieten. Der bürotypische Jahresstromverbrauch beträgt 42 kWh, das kostet derzeit 11 Euro.

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