Test Monitor Samsung S27E650X
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Samsung S27e650x Monitor 60Hz Netz Standard
Samsung S27e650x Monitor 60Hz Netz Schneller
Netzdiagramm Reaktionszeit „Standard“ (links) und „Mittel“ (Schneller).
Samsung S27e650x Monitor 60Hz Netz Schnellstens
Netzdiagramm Reaktionszeit „Schnellstens“.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Der Input-Lag ist mit 2,5 ms sehr gering, jedoch sind die Reaktionszeiten zu hoch für schnelle First-Person-Shooter. Langsame RTS- oder (MMO)RPGs hingegen sind kein Problem. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 7,2 ms hierfür kurz genug. Insgesamt sind 9,7 ms Gesamtwert ein gutes Ergebnis.

Auch wenn der Samsung S27E650X bei der Geschwindigkeit nicht mit klassischen Gaming-Monitoren mithalten kann, sind die erzielten Ergebnisse für gelegentliche Spiele durchaus akzeptabel. Wir empfehlen, das Modell in der Werkseinstellung zu betreiben („Schneller“), um wahrnehmbare Überschwinger zu vermeiden. Samsung hat hier auch beim Helligkeitsverlauf der einzelnen Pixel auf eine augenschonende Abstimmung Wert gelegt.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Dieses Feature wird von Samsung als augenschonender Flicker-free-Modus beworben.

Samsung S27e650x Monitor Backlight
LED-Backlight mit kombinierter Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei einfachen Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Und auch bei schnellen Bewegungen weist das Bild nur wenige Schlieren auf. Dafür wirken schnelle Bewegungen unruhiger.

Im PixPerAn-Lesbarkeitstest konnten wir den guten Wert Stufe 8 erreichen. Die Lesbarkeit ist jedoch bereits ab Stufe 4 erschwert. Mit der Einstellung „Schnellstens“ wird der Monitor etwas agiler, aber es werden auch verstärkt Halo-Effekte sichtbar. Für ein PLS-Panel schlägt sich der S27E650X recht ordentlich.

Samsung S27e650x Monitor Schliertest 1
Samsung S27e650x Monitor Schliertest 2
Bewegungsunschärfe und Schlierenbildung bei schnellen Bewegungen.

Die Verschlusszeit beider Fotos beträgt 1/60 Sekunde und wurde entsprechend der Bildwiederholrate des Monitors gewählt. Dabei wählen wir in PixPerAn die maximale Geschwindigkeitseinstellung 16. Auch bei längeren Verschlusszeiten von 1/30 oder 1/20 Sekunde, die dem zeitlichen Wahrnehmungsfenster des Auges näherkommen, ändern sich die gezeigten Schlierenbilder nur geringfügig.

Die Anzahl der nachleuchtenden Rennwagen und der Schliertexte bleibt gering, und damit auch die Bewegungsunschärfe. Details des bewegten Objekts werden jedoch nicht mehr sauber differenziert.

Sound

Tonsignale empfängt der S27E650X über den Audio- oder den DP-Eingang. Sie können über den Audio-Ausgang an Boxen oder an einen Kopfhörer weitergegeben werden. Die eingebauten Lautsprecher bieten für Büromonitore einen ordentlichen Klang, der jedoch nur bis zu einer mittleren Lautstärke hochgeregelt werden kann. In lauteren Umgebungen dürfte dies schon etwas zu leise sein.

Die Lautstärke der eingebauten Boxen kann nur über das Kurzwahlmenü angepasst werden. Dies gestaltet sich allerdings etwas umständlich: vier Tastendrücke braucht man bis zum Regler. Eine Stummschaltung (Mute) gibt es nicht.

DVD und Video

Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielkonsolen kann nur der DVI-Eingang genutzt werden. Ein HDMI-Eingang ist nicht vorhanden, so dass man gegebenenfalls ein DVI-Adapterkabel besorgen muss. Eine Übertragung des Tons wird damit erschwert, denn die Verwendung eines HDMI-zu-DP-Adapters funktioniert in diesem Falle nicht. Es ist die Quelle und nicht der Empfänger, der den DP-Anschluss aufweisen muss, um solch ein Kabel nutzen zu können. Einfacher wird die Situation, wenn der HD-Zuspieler ebenfalls einen DP-Ausgang aufweist.

Dabei muss das zugespielte Bildsignal eine Wiederholfrequenz von 60 Hz aufweisen. 24 Hz werden leider nicht unterstützt.

Samsung S27e650x Monitor Video
Test der Videoeigenschaften (Sintel).

Für die Betrachtung von Videofilmen eignet sich bereits die Standardeinstellung des Monitors problemlos. Mit der Einstellung „MagicBright Kino“ erhält das Bild mehr Helligkeit und Schärfe und die Hauttöne einen etwas rötlicheren und lebendigeren Eindruck. In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet.

Der Samsung S27E650X zeigt dabei ein sehr detailreiches und scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben. Schwarzwert und Bildkontrast sind sehr gut. Nachzieheffekte traten nicht auf. Die Farbwiedergabe gefiel uns auch in rasch bewegten Szenen gut. Lediglich die scharfe Wiedergabe von schnell bewegten Bilddetails fiel weniger überzeugend aus.

Filme mit mehreren Zuschauern sind mit dem S27E650X problemlos möglich. Die geringe Blickwinkelabhängigkeit schränkt den Filmspaß selbst bei sehr weit außen sitzenden Zuschauern nur geringfügig ein. Präsentationen oder ein Filmabend mit mehreren Personen stellen für diesen Monitor kein Problem dar.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der S27E650X erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. SD-Auflösungen im Vollbildverfahren konnten leicht gestreckt und auch seitengerecht als 4:3-Bild wiedergegeben werden.

Erst im AV-Modus erhält man jedoch eine bildschirmfüllende Darstellung für SD-Material, das ansonsten ringsum breite schwarze Ränder aufweist. Älteres Halbbildmaterial in 480i oder 576i wurde nicht angenommen, 1080i dagegen schon.

1 KOMMENTAR

  1. Während bei Samsung Smartphones die höchsten Pixeldichten zustande kommen muss sich der Desktop Anwender mit Full HD Pixelschleudern auf 27 Zoll zufrieden geben. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und wenn man etwas höherauflösendes haben will muss man echt danach suchen und bezahlt dann das dreifache. Ich werde mir definitiv kein Samsung Monitor kaufen weil Samsung die Desktop Sparte vernachlässigt.

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