Test Monitor ViewSonic VP930
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Bedienung und OSD

Die Tasten des ViewSonic VP930 haben einen spürbaren Druckpunkt und sind auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen gut erkennbar. Die Funktion der jeweiligen Taste ist zudem in diese eingeprägt, so dass diese auch erfühlt werden kann.

Viewsonic Vp930 Monitor Viewsonic Vp930 Tasten
Tasten des ViewSonic VP930

Das OSD (On-Screen-Display) des ViewSonic VP930 ist übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut. Die Menüs und Funktionen können mit den Tasten schnell angewählt werden. Die Nutzung des OSD wird durch die angenehmen Tasten unterstützt. Schon nach kurzer Zeit gelingt die Bedienung intuitiv. Mit der Taste 1 wird das OSD gestartet. Mit den Tasten und wird die Kontrast- und Helligkeitseinstellung direkt aufgerufen. Mit der Taste 2 kann ohne Umweg über das OSD zwischen den Eingängen umgeschaltet werden. Mit der Taste wird der Monitor an- und ausgeschaltet.

Im folgenden Bilder und Informationen zu den Funktionen des OSD:

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Hauptmenün Von hier werden die Menüs und Funktionen angewählt. Menüpunkte mit schwarzer Schrift können im digitalen Betrieb des ViewSonic VP930 nicht angewählt werden, da diese Einstellungen im digitalen Betrieb des Displays nicht benötigt werden.

Automatische Bildanpassung
Diese Funktion stellt den ViewSonic VP930 automatisch auf ein analoges Bildsignal ein.

Kontrast / Helligkeit
Unter diesem Menüpunkt sind der Kontrast und die Helligkeit einstellbar.

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Eingangsquellen In diesem Menü wird eine der drei Signalquellen ausgewählt, die jeweils angezeigt werden soll. Die Signaleingänge können auch ohne Umweg über das OSD direkt per Taste 2 angewählt werden.

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Farbeinstellungenn Hier kann unter 6 festen Farbprofilen: sRGB, 9300K, 7500K, 6500K, 5400K und 5000K gewählt werden. Zusätzlich gibt es noch den Punkt Benutzerfarbprofil.

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Benutzerfarbeinstellungenn In diesem Untermenü lassen sich die Farbkanäle Rot, Grün und Blau ganz individuell regeln oder aber auf ganz bestimmt Farbwerte einstellen, um den VP930 farblich zu kalibrieren.

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Informationenn Hier werden verschiedenen Betriebsparameter und Informationen des VP930 angezeigt: horizontale Frequenz, vertikale Frequenz, Videobandbreite (Pixeltakt), Modell- und Seriennummer.

Manuelle Bildeinstellung
Unter diesem Menüpunkt stehen im analogen Betrieb die folgenden Funktionen zur manuellen Anpassung zur Verfügung: Bildgröße, horizontal/vertikale Bildposition, Feineinstellung und Bildschärfe.

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Einstellungenn Unter diesem Menüpunkt werden Grundeinstellungen des OSD vorgenommen: Menüsprache, Anzeige zur Auflösung, OSD-Position, OSD-Einblendzeit, OSD-Transparenz und Drehung des OSD.

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Sprachen In diesem Untermenü wird die Sprache eingestellt, mit der die Informationen des OSD angezeigt werden.

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Signalprioritätn In diesem Untermenü wird der Signaleingang eingestellt, der beim Anliegen mehrerer Bildsignale den Vorrang hat. Zur Wahl stehen: erster analoger Eingang, zweiter analoger Eingang, digitaler Eingang und automatisch Auswahl.

Zurücksetzen
Hier können die Einstellungen auf die Werkseinstellungen des VP930 zurückgesetzt werden. Achtung: Es wird keine Abfrage eingeblendet, die Funktion wird sofort ausgeführt.

Screenmanger

ViewSonic liefert zum VP930 die Screenmanagersoftware PerfectSuite mit. PerfectSuite bietet den größten Funktionsumfang, den wir bisher bei einer Screenmanagersoftware gesehen haben. Wegen des großen Funktionsumfangs der Software, können wir auf die Funktionen nur kurz eingehen.

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Unter Anpassen können folgende Parameter eingestellt werden: Helligkeit, Kontrast, Schärfe (nur im analogen Betrieb) und Auflösung.

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Unter Farbe können der Weißpunkt und die Farben individuell über Rot, Grün und Blau justiert werden. Der Screenmanager unterstützt dabei den Anwender mit kurzen Erklärungen und Testbildern.

Der Assistent führt den unerfahrenen Anwender Schritt für Schritt durch die Einstellprozedur und unterstützt dabei mit Erklärungen und Einblendungen von Testbildern, um die Einstellungen zu erleichtern.

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Unter Optionen bietet PerfectSuite die interessante Funktion Auto-Pivot. Der ViewSonic VP930 verfügt über einen Sensor, der die Lage des Panels über DDC (Display Data Channel) an PerfectSuite überträgt. Wenn die Auto-Pivot Funktion aktiviert ist, dreht die Screenmanagersoftware das Bild automatisch in die Landcape- oder Portraitstellung.

Unter diesem Menüpunkt sind folgende weitere Funktionen verfügbar: eine ausführliche Hilfe, Updatecheck der Software, Informationen zum Betriebsstatus und die Wahl des Signaleingangs.

Unter dem Menüpunkt Datei können Profile gespeichert, geladen und als Standard festgelegt werden.

Der Menüpunkt Plug-ins verfügt über zwei interessanten Funktionen: Anlagenverwaltung und Diebstahlsicherung. Mit der Anlagenverwaltung kann ein Administrator über das Netz auf allen Computern, auf denen PerfectSuite läuft, die Konfiguration der Monitore durchführen. Die Diebstahlsicherung lockt den Monitor unter Verwendung einer selbst vergebenen PIN-Nummer auf die eigene Grafikkarte. Soll das Display an einer anderen Grafikkarte eingesetzt werden, so wird man zur Eingabe der PIN-Nummer aufgefordert. Ohne die Nummer kann der TFT nicht in Betrieb genommen werden. Die Funktion ist vergleichbar mit der Simlock Diebstahlsicherung/Netzbindung bei Handys.

Das Bedienkonzept des VP930, in Verbindung mit dem durchdachten Screenmanager, ist unserer Meinung nach vorbildlich gelungen.

Bildqualität

Der ViewSonic VP930 besitzt ein MVA-Panel von AUO (Acer Display Technology Inc. und Unipac Optoelectronics Corporation). Der Kontrastumfang des MVA-Panels wird von ViewSonic mit 1000:1 angegeben. Damit bietet das Panel einen hohen Kontrastumfang und verfügt über einen guten wahrnehmbaren Schwarzwert. An den sehr guten Schwarzwert z.B. des Eizo S1910-K mit S-PVA Panel von Samsung kommt der VP930 allerdings nicht heran.

ViewSonic gibt die maximale Helligkeit des VP930 mit 250 Candela pro m² an. Wir haben die Helligkeit des Displays mit einem Colorimeter nachgemessen. Als minimalen Helligkeitswert konnten wir 43 cd/qm und als maximalen 241 cd/qm ermitteln. Damit erreicht unser Testgerät nicht ganz die Angaben des Herstellers. Der Einstellbereich für die Helligkeit kann als gut bezeichnet werden. So kann der ViewSonic VP930 ausreichend gedimmt werden und besitzt außerdem eine noch ausreichende maximale Helligkeit. Wir halten unter normalen Lichtverhältnissen eine Helligkeit von 140 cd/qm für einen optimalen Wert. Dies entspricht beim VP930 etwa einer Helligkeitseinstellung von 75 % bei einem gleichzeitigen Kontrastwert von 50 %.

Der Blickwinkel des MVA-Panels von AUO wird bei einem 10:1 Kontrastverhältnis, horizontal und vertikal mit 170° angegeben. Der Monitor bietet damit einen großen Blickwinkelbereich. Der Kontrast fällt ab einem Blinkwinkel von ca. 160° jedoch deutlich sichtbar ab, was zu einem Verblassen der Farben führt.

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Das linke Bild zeigt den Blickwinkel von rechts und das rechte Bild zeigt die Darstellung bei frontaler Ansicht.
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Das obere Bild zeigt den Blickwinkel von unten und das untere Bild zeigt den Blickwinkel von oben.

Das Testgerät zeigte am rechten Rand einen Pixelfehler. Die Ausleuchtung des Monitors werten wir als gut. Die beiden Punkte können sich von Gerät zu Gerät unterscheiden, da immer mit einer gewissen Serienstreuung gerechnet werden muss.

Mit dem Colorimeter Silver Haze Pro (x-rite Modell DTP94) und der iColor Software von Quatographic, wurde der ViewSonic VP930 farblich kalibriert. Anschließend wurden der anzeigbare Farbraum und die Farbausgabequalität gemessen.

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