Test MSI G27C4XDE: Günstiger 250-Hz-Gaming-Monitor
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27 Zoll großes, gewölbtes Full-HD-Display mit einer schnellen Reaktionszeit, geringer Latenz und vielen Gaming-Features

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Diagramm der gemittelten Helligkeitsverteilung
Gemittelte Helligkeitsverteilung
Diagramm der gemittelten Farbreinheit
Gemittelte Farbreinheit

Subjektiv zeigt die Ausleuchtung ein sattes Schwarz ohne erkennbare Verläufe an. Die Messgeräte sind aber wesentlich genauer und lassen vor allem in der oberen Messreihe vergleichsweise hohe Abweichungen bei der Helligkeitsverteilung erkennen. Die höchste Abweichung liegt bei 20,20 %. Im Durchschnitt wird eine Abweichung von 11,30 % erzielt. Beides sind befriedigende Werte.

Bei der Farbreinheit wird dagegen eine sehr gute Benotung erzielt, wenn auch denkbar knapp. Die höchsten Abweichungen messen wir auf der rechten Seite, auf der sich auch der Maximalwert von 2,13 Delta C befindet. Im Durchschnitt liegt die Abweichung bei nur 1,05 Delta C.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des MSI G27C4XDE
Coating des MSI G27C4XDE
Coating-Referenzbild
Coating-Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der MSI G27C4XDE besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Die schwarzen Linien in der Aufnahme sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen und eventuell. durch die Verschlusszeit bedingt.

Blickwinkel

Der MSI G27C4XDE besitzt einen sehr hohen Kontrast, der aber nur bei frontaler Sicht vollständig wahrgenommen werden kann. Bei horizontalen und vertikalen Blickwinkeln nimmt er spürbar ab, und das Bild wird zudem etwas dunkler wahrgenommen. Der gebogene Bildschirm verstärkt diese Effekte zusätzlich. Durch den recht unflexiblen Standfuß kann diesem Effekt auch nur in der Neigung entgegengewirkt werden. Insgesamt verhält sich das Gerät in diesem Bereich wie die meisten Konkurrenzprodukte mit VA-Panel.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom VA-Panel des MSI G27C4XDE
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Für nicht native Auflösungen stehen im OSD die Optionen „Auto“, „4:3“ und „16:9“ zur Verfügung. Eine Beschreibung der ersten Option gibt es im OSD nicht. Wir vermuten aufgrund unserer Tests aber, dass damit immer eine seitengerechte Vergrößerung erfolgen soll.

Unter Windows waren die Optionen auswählbar, führten aber nicht zu der gewünschten Darstellung. Grundsätzlich wurde eine seitengerechte Vergrößerung angezeigt. Wurde bei einer 4:3-Auflösung anschließend die 4:3-Option ausgewählt, erfolgte eine Stauchung des Bildes, da von der bereits vorgenommenen seitengerechten Darstellung ein 4:3-Bild erzeugt wurde. Bei einer Signalzuspielung mit einem Blu-ray-Player funktionierten die Optionen dagegen problemlos.

Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik nativ, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Testgrafik 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe nativ, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild
Textwiedergabe 1280 x 720, Vollbild

Wir haben der nativen Auflösung die kleinere 16:9-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln gegenübergestellt. Die Darstellung war scharf, wirkte auf dem Monitor aber entsprechend pixelig. Gamer dürften in der Regel eine Grafikkarte besitzen, die die native Auflösung problemlos mit vielen Details anzeigen kann, wodurch die Interpolation nicht häufig zum Einsatz kommen sollte.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter ColorChecker Display Plus und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

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Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Eine sRGB-Farbraumabdeckung von 99 % führt zu einer sehr guten Bewertung. Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse nach der Software-Kalibration mit Quato iColor Display zusammen.

Farbraum Abdeckung nach Kalibrierung
sRGB 99 %
Adobe RGB 82 %
ECI-RGB v2 74 %
DCI-P3 RGB 86 %
ISO Coated v2 (FOGRA39L) 95 %

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Bildmodus „Öko“ (Werkseinstellung)

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Die Werkseinstellung ist mit dem Öko-Modus und einer Helligkeit von 0 eine ungewöhnliche Voreinstellung für einen Gaming-Monitor. Überzeugen kann der Modus durch einen sehr hohen Kontrast und eine gleichmäßig verlaufende Gammakurve. Die Abweichungen bei den Grauwerten fallen mit durchschnittlich 2,41 Delta C allerdings sehr hoch aus, und auch der Range-Wert liegt mit 2,93 Delta C in keinem guten Bereich mehr.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Bildmodus „Nutzer“ (ansonsten wie Werkseinstellung)

Diagramm: Graubalance beim Bildmodus "Nutzer"
Graubalance beim Bildmodus „Nutzer“

Wir haben gegenüber der Werkseinstellung nur den Bildmodus auf „Nutzer“ geändert und erneute Messungen vorgenommen. Die Helligkeit ist dabei auf der sehr geringen Stufe geblieben. Der Kontrast wurde in dem Modus deutlich reduziert, alle anderen Parameter haben sich dagegen stark verbessert. Der Range-Wert bleibt mit 1,83 Delta C erhöht, die durchschnittliche Abweichung sinkt dagegen auf sehr geringe 0,54 Delta C, was isoliert betrachtet die Bestnote erzielen würde. Die Gammakurve verschiebt sich nach unten, bleibt aber auf einem gleichmäßigen Niveau. Der Weißpunkt ist mit 6400 K zudem in einem angenehmen Bereich.

Für die Wertung haben wir dieses Ergebnis herangezogen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Bildmodus „sRGB“ mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe beim Bildmodus "sRGB"
Farbwiedergabe beim Bildmodus „sRGB“

Wir haben anschließend den Bildmodus „sRGB“ vermessen und keine Veränderungen vorgenommen. Die Helligkeit wurde auf 5 voreingestellt, was immer noch zu gering ist und wie bei allen vorher beschriebenen Modi für den Dauerbetrieb erhöht werden sollte.

Der Kontrast steigt stark an und liegt bei deutlich über 3000:1, der Weißpunkt fällt mit 6328 K dagegen etwas ab, und auch der durchschnittliche Gammawert liegt deutlich unter 2,2. Die durchschnittlichen Abweichungen belaufen sich bei den Grauwerten auf 1,52 Delta C und bei den Farbwerten auf 2,12 Delta E94. Beides sind befriedigende Ergebnisse.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Christian Kraft

... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

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