Test MSI MAG 325CQRXFDE: Gaming mit 240 Hz und MPRT-Sync

32 Zoll großer WQHD-Gaming-Monitor bietet MPRT-Sync, das Blur-Reduktion und FreeSync vereint. Zusätzlich gibt es einen KVM-Switch und eine Effektbeleuchtung, die von MSI „Mystic Light“ getauft wurde

Einleitung

Mittlerweile ist MSI zahlenmäßig ein bedeutender Faktor in der Gaming-Display-Industrie. Das ist gerade unter dem Blickpunkt interessant, dass Micro-Star International Co. Ltd., wie der taiwanesische Konzern mit vollem Namen heißt, überhaupt erst 2017 damit anfing, Desktop-Monitore herzustellen.

Mit dem MSI MAG 325CQRXFDE erreicht uns mal wieder ein richtiger Supersportler, der mit einer nativen Aktualisierungsrate von 240 Hz daherkommt. Das Bild wird von einem 31,5 Zoll großen Rapid-VA-Panel dargestellt, das über eine blitzschnelle Reaktionszeit von 1 ms (GtG) verfügt und auflösungstechnisch bei WQHD (2560 x 1440 Pixeln) liegt. Obendrein gibt es eine riesige Toolbox von spielunterstützenden Helferlein. Besonders das sehr seltene MPRT-Sync, das Blur-Reduktion und FreeSync vereint, steht hier im Fokus. Zusätzlich werden ein KVM-Switch und eine Effektbeleuchtung geboten, die von MSI „Mystic Light“ genannt wird.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des MSI MAG 325CQRXFDE.

Lieferumfang

Dass MSI bei den Umverpackungen eher den grünen Weg geht, ist bereits bekannt. Doch uns erreicht ein etwa 11 kg leichter Karton, der komplett unbedruckt ist. Wir vermuten, dass dies nicht die Verkaufsverpackung sein wird, sondern dass nur die Redaktionen solch einen Karton erhalten. Seitlich verfügt der Karton über Griffmulden zur Transporterleichterung.

MSI MAG 325CQRXFDE: Eher nicht die Verkaufsverpackung, sondern ein unbedruckter Karton für Redaktionen
Eher nicht die Verkaufsverpackung, sondern ein unbedruckter Karton für Redaktionen

Um an den Inhalt zu gelangen, müssen die Styroporformteile über die schmale Öffnung herausgezogen werden. Das obere der zwei Teile verfügt über mehrere Fächer, in denen die Basis, vier kleine Schrauben sowie je ein Kabel für HDMI, DisplayPort, USB-C und USB 2.0 (Typ A auf B) untergebracht sind. Leider fehlt jegliche Papierbeilage, was wie bereits beim Karton dem Grund geschuldet sein wird, dass es sich bei diesem Probanden um ein Testgerät handelt, das bereits einige Redaktionen durchlaufen hat.

MSI MAG 325CQRXFDE Zubehör: Alle wichtigen Kabel sind vorhanden
Zubehör: Alle wichtigen Kabel sind vorhanden

Der Supportlink der Produkt-Website bietet jedoch Treiber, Firmware, die Software „Gaming Intelligence“ und das Handbuch in mehreren Sprachen zum Download an. Unterhalb des oberen Styroporformteils befinden sich der Tragarm und das gekrümmte Display.

Basis (Monitorfuß) besteht aus Vollmetall
Basis besteht aus Vollmetall
Massiver Monitortragarm
Massiver Tragarm

Letzteres ist der Grund, dass die Montage des Tragarms und der Basis besser innerhalb des Styroporformteils vorgenommen werden sollte, um das Panel vor Beschädigungen zu schützen.

VESA100-Verschraubung
VESA100-Verschraubung

Die Halteplatte des Tragarms findet über die VESA-100-Vorbereitung auf der Rückseite des Displays Halt. Hierfür müssen die zwei Nasen der Halteplatte in die Vorrichtungen der VESA-Aufnahme eingeschoben werden. Durch zwei der beiliegenden vier Schrauben wird die Halteplatte befestigt.

Die Nasen der Halteplatte werden in die Vorrichtung eingeschoben
Die Nasen der Halteplatte werden in die Vorrichtung eingeschoben
Fixierung vom Standfuß am Display mit zwei Schrauben
Fixierung am Display mit zwei Schrauben

Im Anschluss muss noch die Basis mit dem Tragarm verbunden werden. Hierfür existiert unterhalb der Basis eine kleine Handschraube, die beide Bauteile miteinander fixiert.

Handschraube fixiert Tragarm und Basis (Fuß)
Handschraube fixiert Tragarm und Basis

Statt der Verwendung des Monitorarms kann das Display auf Wunsch an alternativen Haltevorrichtungen mit der VESA-100-Norm betrieben werden. Dann müssen natürlich auch die übrigen beiden Schrauben verwendet werden.

Optik und Mechanik

Oben und an den Seiten verfügt der MSI MAG 325CQRXFDE über ein rahmenloses Design und ist nur von einem schmalen Band umgeben. Der untere Rahmen ist 30 mm hoch und zeigt mittig das MSI-Logo als Relief.

MSI-Logo mittig des Displayrahmens
MSI-Logo mittig des Displays
Betriebs-LED auf der rechten Seite
Betriebs-LED auf der rechten Seite

Auf der rechten Seite an der Kante zur Unterseite befindet sich die Betriebs-LED. Während des Betriebs leuchtet sie weiß und im Standby orange.

Die Tiefe des Displays beträgt an der Außenseite rund 30 mm und nimmt in Richtung Mitte der Rückwand die Curved-Form aus der Front mit. Die Rückwand verfügt über einen Mix aus verschiedenen Texturen. Obendrein lässt sich die Rückseite durch eine Effektbeleuchtung in Szene setzen, die horizontal schräg über 3/4 der gesamten Fläche läuft und zugleich der passiven Belüftung dient.

Displaygehäuserückseite: MSI-Logo als Relief eingebracht
MSI-Logo als Relief eingebracht
Öffnungen der Belüftungsschlitze dienen zugleich der Effektbeleuchtung
Öffnungen der Belüftungsschlitze dienen zugleich der Effektbeleuchtung

Das ist eine pfiffige Lösung und designtechnisch richtig schön anzuschauen. Als weiteres Designobjekt kommt das MSI-Logo zum Einsatz, das auf der linken Seite als Relief in die Rückwand eingebracht wurde. Dennoch fällt auf, dass der oft verwendete matte Kunststoff, der größtenteils eingesetzt wurde, neben der Fingerabdruckanfälligkeit auch recht weich ist. So zeigt bereits ein Fingernagel, der aus Versehen über die Oberfläche schrammt, seine Spuren.

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Hinter der Halteplatte des Tragarms befindet sich das Gelenk für die Neigungsverstellung. Es erlaubt, das Display um 5 Grad nach vorn und 20 Grad nach hinten zu neigen.

Display maximaler Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Display maximaler Neigungswinkel nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Die Halteplatte läuft über ein Schlittensystem innerhalb des Monitorarms und erlaubt eine Höhenverstellung von insgesamt 100 mm. In tiefster Stellung ist der untere Rahmen 65 mm von der Tischoberfläche entfernt.

Display in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Display in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten
Display in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Display in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten

Das war es dann aber auch schon mit den ergonomischen Möglichkeiten. Die seitliche Drehung des Displays oder aber eine Pivot-Funktion bietet der Proband nicht an. Letzteres wäre aufgrund des gekrümmten Panels allerdings ohnehin wenig sinnvoll und nimmt daher keine Punkte vom Wertungstableau. Der Tragarm ist sehr massiv und verfügt im unteren Drittel über ein Fenster, über das die abgehenden Kabel nach hinten abgeführt werden.

Öffnung im Monitorstandbein dient der Kabelordnung
Öffnung dient der Kabelordnung

Wie bereits erwähnt, besteht die Basis komplett aus Metall und verfügt über mehrere Gummifüßchen, damit der Monitor nicht auf dem Untergrund umherrutscht. Zwei Ausleger, die in großem Winkel zueinanderstehen, geben dem MSI MAG 325CQRXFDE zu den Seiten und nach vorn Halt, während ein kleiner Stumpf das Display nach hinten abstützt. Das gesamte Konstrukt hat einen sehr guten Stand und kann auch gröbere Stupser vertragen, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen.

Design des MSI MAG 325CQRXFDE
Design des MSI MAG 325CQRXFDE

Das Design wirkt in der Front modern und minimalistisch. Auch die Rückseite zeigt sich durch den Materialmix mit viel Liebe zum Detail und wirkt durch die sparsam eingesetzte Effektbeleuchtung richtig stylisch. Die Verarbeitung ist hochwertig. Das gekrümmte Panel ist vernünftig eingepasst, und die beweglichen Teile laufen ruhig, ohne zu schleifen.

Technik

Betriebsgeräusche

Der MSI MAG 325CQRXFDE gibt selbst bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten keine Störgeräusche von sich. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Das externe Netzteil des MSI MAG 325CQRXFDE bleibt sehr kühl
Netzteil bleibt sehr kühl

Der MSI MAG 325CQRXFDE verfügt über ein externes Netzteil. Mit einer Seitenlänge von 165 mm, einer Breite von 70 mm und einer Tiefe von 35 mm lässt es sich problemlos verstecken.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb max./Energielabel k. A. 62,4 W
140 cd/m² k. A. 31 W
Betrieb minimal k. A. 24,8 W
Energiespar­modus (Standby) k. A. 0,5 W
Ausgeschaltet (Soft Off) k. A. 0,2 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (RGB-Beleuchtung und USB)

Weder das Handbuch noch die Produkt-Website geben Auskunft über den Verbrauch des Displays. Energielabel sind auch nicht im Karton zu finden. Daher lassen sich natürlich keine Vergleiche anstellen. Wir messen bei 100 % Leuchtdichte und deaktivierter Effektbeleuchtung 62,4 Watt. Wird die Beleuchtung aktiviert, erhöht sich der Bedarf nur um 0,7 Watt. Bei 140 cd/m² werden 31 Watt gezogen. Das entspricht einer guten Effizienz von 1,24 cd/W. Wird der MSI MAG 325CQRXFDE über den Power-Button ausgeschaltet, zeigt unser Messgerät 0,2 Watt an. Im Standby werden dem Stromnetz 0,5 Watt entnommen. Damit wird die EU-Norm eingehalten.

Anschlüsse

Die Anschlüsse befinden sich in der Nische im unteren Bereich der Rückwand. Die Kabelführung ist senkrecht. Das ist optisch zwar die schönere Lösung, doch verfügt der MSI MAG 325CQRXFDE nicht über einen Pivot-Modus, was einen Kabelwechsel sehr erschwert. Geboten werden ein DisplayPort 1.4a und zwei HDMI-2.0-Eingänge. Als zusätzlicher Signaleingang steht ein USB-C-Port zur Verfügung, der neben der Datenübertragung auch Videosignale per DP-Alt-Mode transportieren kann. Der Ladestrom über USB-C reicht allerdings nicht aus, um damit den Akku eines Notebooks zu laden, da nur 5 V/3 A (15 Watt) geboten werden.

Ordentliche Anschlussauswahl des MSI MAG 325CQRXFDE
Ordentliche Anschlussauswahl des MSI MAG 325CQRXFDE

Der USB-Upstream-Port und die zwei Downstream-Buchsen, die mit der Spezifikation 2.0 daherkommen, wirken etwas antiquiert. Während der Upstream-Port durchaus Sinn ergibt, sind USB-2.0-Anschlüsse nicht mehr zeitgemäß. Hier sollen wohl Maus und Tastatur verbunden werden. Für Kopfhörer steht eine Buchse mit 3,5-mm-Klinkenstecker zur Verfügung.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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