Test Projektoren & Beamer ViewSonic PJD7382
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Helligkeitsverteilung und Homogenität

Wir untersuchen die Helligkeitsverteilung und die Bildhomogenität mit einem weißen Testbild, das im Normalmodus an 15 Punkten vermessen wird. Daraus berechnen wir die Helligkeitsverteilung und das DeltaC in Prozent, bezogen auf den Wert in der Bildmitte. Zusätzlich ermitteln wir die Werte nach ANSI und JBMA, die etwas andere Gewichtungsverfahren anwenden.

Viewsonic Pjd7382 Beamer Verteilung
Viewsonic Pjd7382 Beamer Homogen
Mäßige Helligkeitsverteilung, aber sehr gute Homogenität.

Die Wahrnehmungsgrenze für Helligkeitsabweichungen liegt bei etwa 20 Prozent. DeltaC ist ein Maß für die Buntheitsdifferenz, hier wird die Wahrnehmungsschwelle schon bei etwa 0,5 erreicht. Bei Werten oberhalb von 4,0 ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.

Die ungewichtete mittlere Helligkeit liegt bei 89 Prozent. Die größten Abweichungen treten in allen vier Ecken des Bildes auf, und sie sind wirklich heftig. Nach ANSI-Bewertung ergeben sich die Abweichungen zu -33 und +48 Prozent, das liegt deutlich über der Wahrnehmungsschwelle. Nach JBMA errechnen wir die Ausleuchtung zu 84 Prozent, was deutlich zeigt, wie wenig der JBMA-Wert eigentlich aussagt.

Die farbliche Homogenität ist dagegen sehr gut: bei einem mittleren DeltaC von nur 0,8 und einem Maximum von 2,2 sind sichtbare Farbabweichungen innerhalb der Bildfläche nicht erwarten. Wieder finden wir die Höchstwerte vorwiegend in den Ecken, der Ausreißer von 2,2 liegt oben links.

Mit dem bloßen Auge erkennt man die helle Ecke unten links sofort und auch, dass die übrigen Eckbereiche etwas dunkler sind. Auch der äußerste rechte Bildrand ist nicht ganz sauber, er zeigt sich in der unteren Hälfte von einem wolkigen bläulich schimmernden Effekt überzogen.

Das schwarze Testbild erscheint dem bloßen Auge recht gleichmäßig und ohne auffälligen Farbschimmer. Der untere Bildrand zeigt einen schmalen aufgehellten Randstreifen.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Für diese Untersuchung messen wir die mittlere Helligkeit bei einem weißen und einem schwarzen Testbild. Das statische Kontrastverhältnis (full on/off) ergibt sich als Quotient der beiden Werte. Zusätzlich berechnen wir die Effizienz der Lichtausbeute in Lumen/Watt.
Das Datenblatt des PJD7382 gibt die maximale Helligkeit mit 3000 Lumen im Normalmodus an. Wir haben die drei Voreinstellungen durchgemessen.

Viewsonic Pjd7382 Beamer Hsk
Helligkeit, Kontrast und Effizienz, weiß: Normal; grün: Eco.

Den höchsten Lichtstrom messen wir mit 2092 Lumen in der Einstellung „Maximale Helligkeit“, das sind nur 70 Prozent der Herstellerangabe. Mit rund 1600 Lumen liefern die beiden Einstellungen PC und Kino noch weniger Licht, ViewMatch mit nur 1064 Lumen schafft nur noch Drittel. Die Effizienz erreicht mit rund 6 Lumen/Watt leider nur ein mittleres Niveau, das können viele DLP-Projektoren inzwischen deutlich besser.

Der Schwarzwert erscheint im dunklen Raum subjektiv recht gut, mit Messwerten um die 2 Lumen erreicht der Kontrast dennoch nur knapp 900:1. Für einen Präsentationsprojektor wird dies aber in vielen Fällen völlig ausreichen, denn in nicht abgedunkelten Räumen lässt das Umgebungslicht ohnehin keine hohen Realkontraste zu.

Im Eco-Modus nimmt die Helligkeit um gut 20 Prozent ab. Das gilt auch für den Schwarzwert, deshalb sinken die Kontrastwerte im Eco-Modus kaum. Die Effizienz sinkt allerdings auf schlechte Werte um die 4 Lumen/Watt.

Graustufen

Beim Grauverlauf zeigen sich vor allem im dunklen Grauspektrum kleine Stufen, dieser Bandingeffekt ist aber nicht sehr ausgeprägt. In ähnlicher Form sind alle Bildeinstellungen davon betroffen.

Viewsonic Pjd7382 Beamer Grau
Leichtes Banding im Grauverlauf, schlechte Differenzierung der Graustufen.

Bei der Graustufenuntersuchung schneidet der PJD7382 in der Einstellung Kino die zehn dunkelsten und sieben hellsten Stufen weg. In den anderen Einstellungen ändert sich das Verhältnis zwischen hell und dunkel, aber generell sind die Ergebnisse ähnlich unbefriedigend.

Abhilfe schafft nur der Benutzermodus mit freien Helligkeits- und Kontrastreglern. Nach einigen Versuchen erwies sich die Kombination aus Referenzmodus Kino, Helligkeit 53 und Kontrast -6 als optimal, nun fehlten nur noch jeweils 5 der hellsten und dunkelsten Graustufen.

Noch höhere Helligkeitseinstellungen sind nicht zu empfehlen, denn dann wird Schwarz zu Grau. Bei Kontrasteinstellungen über Null werden die hellen Graustufen nicht mehr differenziert.

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