Test ViewSonic XG350R-C: 100 Hz Curved-Gaming-Monitor
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HDR

Sowohl über DisplayPort als auch HDMI kann der HDR-Modus unter Windows 10 bequem aktiviert werden. Im Monitor selber kann der Modus nur auf „ausgeschaltet“ oder auf „automatisch“ eingestellt werden, weitere Einstelloptionen sind nicht vorhanden.

Bei einer Aktivierung springt der Bildschirm auf eine hohe Helligkeit um und zeigt Farben deutlich kontrastreicher an. Eine Helligkeit von 400 cd/m² wird allerdings nicht erreicht, wodurch er die HDR-400-Spezifikation nicht erfüllt – womit aber sowieso nicht geworben wird.

HDR-Videos sehen nach der Aktivierung deutlich lebendiger aus, sodass der Modus grundsätzlich einen Mehrwert bietet, aber nur für Filme oder unterstützte Spiele genutzt werden sollte, da das Bild ansonsten zu hell und überschärft dargestellt wird.

Sound

Der ViewSonic XG350R-C besitzt zwei 5-Watt-Lautsprecher, die über HDMI oder DisplayPort angesprochen werden können. Über den Audio-out-Anschluss kann das Signal zudem an Kopfhörer oder externe Lautsprecher weitergereicht werden. Seitliche Anschlussoptionen, die leichter zu erreichen wären, besitzt das Gerät leider nicht.

Sound-Einstellungen im OSD
Sound-Einstellungen im OSD

Im OSD können die drei abgebildeten Modi beim Klangmodus eingestellt werden. „Standard“ passt immer – Anwender, die keine Lust auf Experimente haben, nutzen diese Einstellung. Die Live-Einstellung hört sich bei vielen Situationen aber noch etwas lebendiger an und sollte daher durchaus ausprobiert werden. Der Surround-Modus scheint die Lautsprecher dagegen zu überfordern und erzeugt teilweise leichte Vibrationen am Gehäuse, weshalb wir diesen nicht empfehlen. Insgesamt sind die Lautsprecher für interne Speaker aber sehr gut und für Hintergrundmusik und Videos durchaus zu empfehlen. Tiefe Bässe oder klare Höhen können auch diese nicht wiedergeben, aber dies sollte bei internen Lautsprechern in einem Monitor sowieso nicht erwartet werden.

DVD und Video

Für diesen Bereich haben wir das Gerät per HDMI-Kabel an einen Blu-ray-Player angeschlossen. Die Skalierungsoptionen waren vollständig verfügbar und funktionierten problemlos, sodass alle zugespielten Signale unverzerrt dargestellt werden konnten. Abgebildet haben wir ein Full-HD-Signal, das wir im 1:1-Modus mit schwarzen Balken an allen Seiten anzeigen ließen.

Skalierungsoptionen im OSD bei angeschlossenem Blu-ray-Player
Skalierungsoptionen bei angeschlossenem Blu-ray-Player

Einen Filmmodus besitzt das Gerät ebenfalls, wir konnten aber keine großen Unterschiede zum Standardmodus feststellen. Dieser ist jedoch frei einstellbar und kann daher den eigenen Wünschen angepasst werden. Neben dem HDR- steht ein Bild-in-Bild-Modus zur Verfügung, wodurch einige Features in diesem Bereich vorhanden sind.

50 und 60 Hz kann der Monitor korrekt darstellen, 24 Hz sind leider nicht möglich. Bei dem Farbmodus und Farblevel ist das Gerät dagegen flexibler. Es steht jeweils ein automatischer Modus zur Verfügung, man kann aber auch manuell zwischen RGB und YUV sowie zwischen einer vollen und einer beschränkten Range wählen. Eine Overscan-Einstellung ist ebenfalls vorhanden, allerdings nicht weiter konfigurierbar. Zusammen mit der schon ab Werk guten sRGB-Farbraumabdeckung ist das Gerät für die Zuspielung von externen Signalen damit gut geeignet.

Bewertung

Keine Angaben
3.9

(GUT)
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Fazit

Der ViewSonic XG350R-C wurde als Gaming-Monitor konzipiert und weist dort viele sinnvolle Features auf. Allerdings gehört er bei der Reaktionszeit und der Latenz nicht zu den schnellsten Geräten seiner Zunft. Für Gelegenheitsspieler ist dies kein Manko, aber Profispieler werden dort Geschwindigkeit vermissen und auch auf mindestens 120 Hz setzen wollen. FreeSync und HDR können diesen Nachteil nicht aufwiegen, zumal in beiden Bereichen ebenfalls solide, aber keine überragenden Leistungen erzielt werden.

Bei der Nutzung des Gerätes für die Bildbearbeitung zeigt sich ein ähnliches Bild. Eine sRGB-Farbraumabdeckung von 100 %, ein hoher Kontrast sowie gute Werte nach einer Kalibrierung stehen einer schlechten Bildhomogenität gegenüber. Der stabile und flexible Standfuß und die gute Energieeffizienz dürften dagegen alle Anwender zufriedenstellen.

Für die Videowiedergabe stehen einige sinnvolle Features zur Verfügung, in diesem Bereich könnten aber das Format und die nicht vorhandene 24-Hz-Unterstützung stören. Das Gerät ist daher in keiner Kategorie der absolute Überflieger, bietet aber in jedem Bereich gute Eigenschaften an. Als reinen Gaming-Monitor sehen wir den ViewSonic XG350R-C allerdings nicht, sondern würden ihn eher als Allrounder empfehlen. Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften kann das Gerät daher auch noch eine knappe gute Gesamtnote erreichen.

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