VESA ClearMR: Anti-Motion-Blur-Logo für Displays

Verschiedene Tiers des ClearMR-Logos sollen leichter erkennbar machen, wie gut ein Monitor oder Fernseher gegen Motion-Blur gewappnet ist

Vor allem enthusiastische Gamer achten beim Kauf eines neuen spieletauglichen Monitors oder Fernsehers auf Aspekte wie den Grauwechsel und/oder das Vorhandensein eines Modus gegen Bewegtbildunschärfe. Zumeist müssen sie sich hier Hersteller-seitig mit Millisekunden-Angaben zufriedengeben, also etwa 1 ms G2G (Grau zu Grau) oder 1 ms MPRT („Moving Picture Response Time“).

VESA ClearMR-Tabelle (Bild: VESA)
Die verschiedenen ClearMR-Tiers im Überblick (Bild: VESA)

Dass das für die Praxis erst mal wenig aussagekräftig ist und man meistens Fachtests mit genaueren Messungen und Eindrücken abwarten muss, ist kein Geheimnis. Zwar erreichen beispielsweise IPS-Panels durchaus 1 ms G2G, doch ist dafür nicht selten eine hohe Overdrive-Einstellung nötig, die unschöne Darstellungsfehler mit sich bringen kann. Gleiches gilt für einen Anti-Motion-Blur-Modus, der eventuell nicht ordentlich implementiert wurde.

Um Interessenten künftig beim TV- oder Display-Kauf die Wahl zu erleichtern, führt die Video Electronics Standards Association (kurz VESA) mit dem sogenannten ClearMR-Zertifizierungsprogramm ein neues Logo ein. Damit soll für Spieler schneller erkennbar sein, wie gut ein zertifiziertes Produkt hinsichtlich Bewegungsschärfe abschneidet – ähnlich also wie bei den DisplayHDR- oder Adaptive-Sync-Siegeln (PRAD-News). Bei den Testverfahren wird unter anderem auf eine digitale Highspeed-Kamera und auf ein Kolorimeter gesetzt. Backlight-Strobing, wie es beim oben erwähnten Modus gegen Bewegtbildunschärfe zum Einsatz kommt, wird bei den Probanden stets deaktiviert.

LG UltraGear 48GQ900 (Bild: LG)
Der LG UltraGear 48GQ900 ist ClearMR-7000-zertifiziert (Bild: LG)

ClearMR wird zunächst in Stufen von 3000 bis 9000 eingeführt, wobei sich die Zahlen auf das Verhältnis aus scharfen und unscharfen Pixeln beziehen. ClearMR 7000 bedeutet in dem Beispiel, dass ein damit ausgezeichneter Bildschirm 65 bis 75 Mal mehr scharfe als unscharfe Bildpunkte bietet. Zu den ersten ClearMR-7000-zertifizierten Modellen gehören etwa der LG 27GP850 (PRAD-Test) und der LG 48GQ900 (PRAD-News). In der Pressemitteilung heißt es zudem, dass Samsung bereits mit QD-OLED-Displays an dem Zertifizierungsprogramm teilnehme.

Ein Monitor oder Fernseher mit ClearMR-9000-Zertifizierung, bei der mindestens 85-mal mehr scharfe als unscharfe Pixel ermittelt werden müssen, ist bisher noch nicht gelistet. Die VESA wird die Obergrenze aber bewusst hoch angesetzt haben, damit ein gewisser Spielraum für Verbesserungen bleibt. Bisher werden die ClearMR-Tests übrigens in SDR durchgeführt, doch arbeite man bereits an einer Erweiterung für HDR.

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Daniel Boll

… treibt den PRAD-Texten als Lektor die Fehler aus und kümmert sich außerdem um News sowie Top-10-Artikel. Seit 2015 gehört er zum Team und findet nach wie vor, dass ein flüssiger Schreibstil wichtig zum Verstehen komplexer Inhalte ist.

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