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TESTBERICHT: HP LP2275w Teil 8


Ausmessung und Kalibration

Nachfolgend haben wir den HP LP2275w bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Office-Betrieb und Spiele sind sie größtenteils zu vernachlässigen, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Bevor wir jetzt die Ergebnisse präsentieren, ist folgendes festzustellen: Eine Kalibration unseres Testgerätes ist deutlich aufwändiger als es beim Eizo S2231w der Fall ist. Der Grund dafür ist, dass der HP LP2275w nach einer Helligkeitsveränderung fast 5 Minuten benötigt, bis der Helligkeitswert stabil ist. In der Regel sollte der Monitor die Helligkeit sofort halten. Eine Kalibration ist zwar auch beim HP durchführbar, es muss aber eine Menge Geduld aufgebracht werden.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFT-Monitors ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch deshalb ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für "Normalanwender" von Bedeutung. Durch die starke Verbreitung der digitalen Spiegelreflexkameras und der zunehmenden Amateurfotografie, haben auch Bilderdienste viele ihrer Belichtungsmaschinen auf den sRGB-Farbraum umgestellt, um dem Kunden die Auseinandersetzung mit speziellen Farbräumen zu ersparen.

Interessant allerdings auch der Vergleich zum Isocoated-Farbraum des Offset-Drucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

Weiterhin haben wir ermittelt, wie gut der HP LP2275w verschiedene Farbräume abdeckt. Wichtig für Standardnutzer ist die sRGB-Abdeckung. AdobeRGB ist hingegen für Grafiker und Fotografen von Interesse, ebenso wie der Farbraum ECI RGB 2.0.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Netz stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße Netz den Monitorfarbraum. Die tatsächliche Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Netz aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Netz aus dem Würfel heraus.

ISOcoated Farbraum: 99 % Abdeckung

sRGB Farbraum: 95 % Abdeckung

AdobeRGB Farbraum: 91 % Abdeckung

ECI 2.0 Farbraum: 83 % Abdeckung

Die Abdeckung der Farbräume sRGB und ISOcoated ist als sehr gut anzusehen. AdobeRGB wird gut abgedeckt und mit einem Ergebnis von 81 Prozent, wird der Farbraum ECI 2.0 zufriedenstellend abgedeckt.

Im Vergleich zum S2231w sind kaum Unterschiede auszumachen. Während der Eizo S2231w den sRGB-Farbraum etwas besser darstellt, liegt der HP beim AdobeRGB und ECI 2.0 Farbraum geringfügig vorne.

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