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TESTBERICHT: Eizo EV2411WH-GY Teil 7


Das Panel des Eizo EV2411W liefert ein überwiegend homogenes Bild. Leichte Abweichungen, die auf der TN-Technik beruhen, lassen sich bei vollflächigen, homogenen Flächen feststellen. Jedoch bleiben diese in jedem Fall auf vertretbarem Niveau.

Der EV2411W verfügt nicht über einen erweiterten Farbraum. Das ist in Anbetracht seiner Marktpositionierung als Office-Display auch nicht nötig. Anspruchsvolle Bild-/Grafikbearbeitung in AdobeRGB ist nicht das Einsatzgebiet des EV2411W. Für den ambitionierten Hobbygebrauch reicht das Gerät aber allemal aus, vor allem dank der verbauten 10-Bit LUT.

Helligkeitsverteilung

Die gemessene Helligkeitsabweichung zum oberen Bildschirmrand liegt bei maximal 14 Prozent, während die entsprechende Abweichung zum unteren Bildschirmrand bei nur 3 Prozent liegt.

An 15 Messpunkten wurden die Helligkeitswerte ermittelt.

Insgesamt liefert der EV2411W bei der Helligkeitsverteilung ein gutes Ergebnis, zumal die Abweichungen über große Flächen des Bildschirms deutlich geringer sind. Nach einer Kalibrierung mit einem Zielgamma von 2,2 wird dieser Wert stabil über große Teile des Panels gehalten.

Das Kontrastverhältnis für den EV2411W liegt laut Eizo bei 1.000:1. In der Werkseinstellung messen wir mit 713:1 einen geringeren Wert, der aber keinen Anlass zur Kritik gibt. Nach erfolgter Kalibrierung auf eine Helligkeit von 140 cd/m² steigt der Kontrast noch auf 736:1 an.

In der Standardeinstellung liegt der Kontrastwert bei 50 Prozent und stellt damit eine sinnvolle Vorgabe dar. Farbtonwerte sind in dieser Einstellung schon ab der ersten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Spektrums löst der Monitor ebenfalls bis zur letzen Stufe auf, wenn auch sehr knapp. Eine Verringerung des Kontrastes macht keine weiteren Tonwerte sichtbar. Eine Erhöhung des Kontrastes über den Mittelwert hinaus lässt mehr und mehr helle Tonwerte wegfallen. Dies sollte also vermieden werden.

Testbild zur Ermittlung der Farbtonwerte.

Bei 100 Prozent Helligkeit messen wir eine Leuchtdichte von 264 cd/m². Damit wird die Werksangabe von 300 cd/m² etwas verfehlt. Viele Geräte erreichen heute im Maximum zwar höhere Werte, die allerdings, außer in der prallen Sonne, keine Vorteile bringen. Im Gegenteil, Bildschirme mit hoher Maximalhelligkeit haben oft Probleme, auf eine geringere Helligkeit abgesenkt zu werden.

Mit einem Minimum von gerade einmal 59 cd/m² gibt sich der Eizo EV2411W hier keine Blöße und eignet sich damit besonders gut für dunkle Umgebungen. Der Schwarzpunkt liegt in dieser Einstellung bei 0,09 cd/m². Somit verbleibt auch bei 0 Prozent Helligkeit ein Kontrastverhältnis von über 655:1

Blickwinkel

Der maximale Blickwinkel des Eizo EV2411W beträgt laut Hersteller 170 Grad in der Horizontalen und 160 Grad in der Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Leider erweisen sich diese Werte bei TN-Panels in der Realität meist als völlig überzogen und sind somit nur sehr bedingt aussagekräftig.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes, ist die tatsächliche subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder einer sichtbaren Helligkeitsreduzierung. Was nützt ein rechnerischer 170 Grad Blickwinkel bei 10:1 Restkontrast, wenn das Bild bei seitlicher Betrachtung eine deutliche Einfärbung ins bräunliche aufweist.

Blickwinkel des Eizo EV2411W: von oben, unten, rechts, links und frontal.

Die sichtbaren Unterschiede beim Blickwinkel sind bei aktuellen TN-Panels weitestgehend gering. Der Eizo EV2411W überraschte aber durchaus ein wenig, da die Kontrastverluste beim seitlichen Betrachten nicht so stark, wie bei anderen TN-Panels ausfällt. In der Horizontalen ist die Blickwinkelstabilität somit groß genug, um auch mehreren Zuschauern ein Bild mit nur geringen Farbverfälschungen und Kontrastverlusten präsentieren zu können.

In der Vertikalen sind die Einschränkungen deutlich größer, besonders was Abweichungen nach unten betrifft. Die Farben schlagen zwar nicht krass ins Negative um, das Bild wird aber extrem dunkel und immer schwerer zu erkennen. Naturgemäß schlagen sich hier Geräte mit IPS- oder VA-Panel deutlich besser.

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