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TESTBERICHT: Eizo Foris FS2331-BK Teil 6


Mit der 10bit LUT und den umfangreichen Einstellmöglichkeiten über das OSD ist der Eizo FS2331 von der Papierform her durchaus auch für die etwas ernsthaftere EBV geeignet. Generell profitiert man aber in faktisch allen Anwendungsbereichen von den sich daraus ergebenden Eigenschaften und Möglichkeiten. Eizo verfolgt den erfreulichen Ansatz, selbst Geräten mit TN-Panel eine ungewöhnlich leistungsstarke Elektronik zu spendieren. Natürlich nutzt auch eine potente Elektronik wenig, wenn die Werkskalibration unzureichend war. Wir werden das im Verlaufe der farbmetrischen Tests noch genau überprüfen.

Das Panel arbeitet mit den heute üblichen 8bit pro Kanal. Echte 10bit Panels sind weiter rar gesät, auch wenn in der Werbung oft anderes suggeriert wird. Für den Benutzer ist das in einem 8bit Workflow völlig unproblematisch. Eine FRC-Dithering-Stufe bereitet das intern präzis transformierte Signal geeignet auf. Unschöne Tonwertverluste sind also auch bei der eigentlichen Panelansteuerung nicht zu erwarten. Das typische leichte Grieseln in dunklen Tonwerten können wir auch beim FS2331 ausmachen. Darüber hinaus hatten wir manchmal den Eindruck, dass einige wenige Tonwerte minimal flimmerten. Allerdings konnten wir diesen Endeffekt nicht reproduzieren. Spatiale Dithering-Muster treten nicht auf.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

Die Implementierung einer vernünftigen Elektronik zahlt sich aus: Wir konnten in der Werkseinstellung kein Banding in Farb- und Grauverläufen ausmachen. Das ändert sich bei Einstellungen, die wir über das OSD tätigen, nicht: Gradations- oder Weißpunktänderungen führen zu keinen sichtbaren Tonwertverlusten. Gleiches gilt auch für die angebotenen Bildmodi. Nach der Softwarekalibrierung (Weißpunkt: D65, Gradation: sRGB) zeigt sich minimales Banding im unteren Helligkeitsbereich, weil die sRGB-Charakteristik nicht über das OSD erreicht werden kann. Da keine stärkeren Verluste auftreten, kann man bereits jetzt auf eine gute Neutralität schließen.

Tonwerte sind in der Werkseinstellung ab der zweiten Stufe sichtbar (die Testbilder werden ohne Farbmanagement angezeigt). Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind ebenfalls die zwei letzten Tonwerte nicht mehr differenzierbar. Die Aussagekraft dieses kleinen Tests ist allerdings beschränkt, weil die Gradation so keiner hinreichenden Prüfung unterzogen wird.

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender Testbilder überprüft.

Die Ausleuchtung überzeugt. Nur an den Rändern können wir leichte Aufhellungen feststellen, die aber auch bei dunkler Umgebung und hoher Bildschirmhelligkeit nicht stören. Erst bei Aufnahme durch eine Kamera mit langer Belichtungszeit treten sie stärker hervor. Wolkenbildungen bleiben über die Fläche aus. Zusammen mit dem hervorragenden Schwarzwert (s.u.) präsentiert sich dem Benutzer damit bei frontaler Betrachtung ein sattes schwarzes Bild.

Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung (nativer Weißpunkt) bei lediglich 0,09 cd/m². Normalerweise würde man nun eine sehr niedrige Helligkeitseinstellung vermuten. Tatsächlich steht der entsprechende Regler auf 100% und lässt damit gut 288 cd/m² erreichen. Ein hervorragendes Ergebnis. Mit minimaler Helligkeitseinstellung messen wir einen Schwarzpunkt von 0,02 cd/m² bei einer Helligkeit von gut 62 cd/m². Das Kontrastverhältnis bleibt damit stabil bei über 3100:1.

Die Regelung der Helligkeit ist also vollständig über die Hintergrundbeleuchtung realisiert. Die Werksangabe in Bezug auf das Kontrastverhältnis wird sogar leicht übertroffen, während die Maximalhelligkeit minimal unter ihr bleibt. Die dynamische Kontrastregelung braucht man aufgrund dieser Werte gar nicht zu erwägen. Die Implementierung gelingt Eizo zwar vergleichsweise gut, die typischen Schwächen (Helligkeitsfluktuationen) kann man aber dennoch nicht umgehen. Gleiches gilt für die "EcoView" Funktionalität. Eine automatische Anpassung der Helligkeit ist zwar nett, aber der Benutzer kann hier im Bedarfsfall doch besser selbst geeignete Einstellungen vornehmen.

Abweichungen vom nativen Weißpunkt führen bei Geräten ohne RGB-LED Hintergrundbeleuchtung zwangsweise zu einem etwas verminderten Kontrast. Eine Variation ist hier nur auf Panelbasis möglich, was den Weißpegel und damit den Kontrast senkt. Das 6500K-Preset führt zu einem Kontrastverhältnis von 3000:1, während es mit dem 5000K-Preset auf weiterhin hervorragende 2600:1 reduziert wird. Die Helligkeit (Einstellung: 100%) sinkt auf 275 respektive 234 cd/m².

Da die Messungen der Schwarzpunktes alle unter 0,1 cd/m² liegen, unterliegen die ermittelten Werte einer etwas höheren Ungenauigkeit.

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