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TESTBERICHT: LG Flatron W2363D Teil 16


Fazit

Der LG W2363D beeindruckt auf den ersten Blick mit einem edlen tiefschwarzen Hochglanz-Design. Völlig unsichtbar integrieren sich die berührungssensitiven Bedientasten in die dezent beschriftete Frontansicht. Optisch gelungen wurden die Anschlüsse für Kopfhörer und HDMI-Konsole oder Player an der linken Seite des Monitors angeordnet. Gleich drei digitale Eingänge unterstreichen seine Eignung als HD-fähiges Multimedia-Display.

Dass der Monitor beim Einschalten einen mehr oder weniger eindrucksvollen Lichteffekt samt piepsigem Jingle abspielt, ist sicherlich Geschmackssache. Mehr begeistern kann das helle Display, das mit 400 cd/m² eine enorme Leuchtdichte erreicht: Filme und Internet in taghellen Räumen sind damit kein Problem. Der hohe Kontrast von fast 900:1 und die entspiegelte Paneloberfläche passen sehr gut dazu. Enttäuschend ist allerdings die starke Blickwinkelabhängigkeit, das können heute auch viele TN-Panels besser. Die Graustufendarstellung ist noch stimmig, aber die Wiedergabe der hellsten Farbtöne ist erst befriedigend, nachdem die Kontrasteinstellung verringert wurde. Schmale Lichthöfe an den Bildrändern und die ungleichmäßige Ausleuchtung sind weitere Schwachstellen.

Gamer werden auf den sogenannten Thru-Mode achten, der die monitorinternen Bildspeicherzeiten eliminiert. Tatsächlich zeigt der Monitor praktisch kein Inputlag. Erfreulich ist auch die eher seltene Fähigkeit, nahezu jede übliche Auflösung pixelgenau 1:1 darzustellen. Dies ist allerdings auch dringend nötig, denn die Interpolationsleistung bei nicht-nativen Auflösungen fällt höchstens befriedigend aus. Selbst in der nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 sind magere Buchstaben von Farbkränzen umgeben, und fette Zeichen wirken oft klotzig und zugelaufen.

Im Videobetrieb werden Bildfrequenzen von 50 und 60 Hz judderfrei dargestellt, das Deinterlacing bei Halbbildmaterial ist befriedigend. Die 24p-Wiedergabe für Filme fehlt leider. Wenn man Videos nicht vom PC, sondern von einem AV-Player über HDMI zuspielt, sind die Skalierungsmöglichkeiten sehr einfach gehalten. Das eingespeiste Audiosignal schließlich kann der Monitor zwar für Lichteffekte nutzen oder an einen Kopfhörer weitergeben - doch wo sind die Lautsprecher?

Der 120Hz-Betrieb ist vor allem für die Betrachtung von 3D-Material interessant. Schon früh wirft LG hier einen Monitor mit 120Hz-Elektronik auf den Markt, und stattet ihn auch mit einer adäquaten Leuchtdichte aus. Das Panel ist allerdings nicht optimal gewählt: die starke Blickwinkelabhängigkeit und die betulichen Reaktionszeiten beeinträchtigen den 3D-Genuss. Zudem gibt es die hohen Bildfrequenzen nicht an den beiden HDMI-Anschlüssen, Blu-Ray Player und Konsolen bleiben 3D-mäßig also außen vor.

Enttäuschend fällt nicht zuletzt auch der Standfuß aus. An Verstellbarkeit bietet er nur die Neigung nach hinten und ein wenig nach vorne - das war's schon mit der Ergonomie. Ein schwankendes Display und dünnes Plastik hinterlassen den Eindruck einer billigen Konstruktion.

Ganz ausgegoren ist dieser Monitor sicher nicht, und der derzeit noch viel zu hohe Preis ist wohl nur dem 3D-Hype zuzuschreiben. Doch wenn der Preis stimmt, könnte abseits der mageren 3D-Qualitäten allein schon die Leuchtkraft des Panels ein guter Kaufgrund sein.

Gesamturteil: BEFRIEDIGEND

Technische Spezifikationen: LG Flatron W2363D

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