Test Monitor LG Flatron W2363D
3/12

0
4273

OSD

Die 7 Touchtasten können in zwei Gruppen unterschieden werden: 3 Schnelltasten für GAME, SOURCE und AUTO-Adjust, und vier Tasten für das Menü. Im Menü wird die doppelt belegte AUTO-Taste zur SET-Taste. Hinzu kommt schließlich noch der Ein-/Aus-Taster. Separat angeordnet ist als achtes Bedienelement die TruLight-Taste, die wie ein konventioneller Schieber zu bedienen ist.

Neben dem Hauptmenü finden sich im OSD drei separate Bereiche, die ausschließlich und direkt durch je eine Schnelltaste aufgerufen werden können: Game-Menü (Game-Taste), Source-Menü (Source-Taste) und TruLight-Menü (TruLight-Taste).

Game-Menü

Das Game-Menü (G-MODE) wird direkt mit der Game-Taste aufgerufen.

Lg Flatron W2363d Monitor Osd Game
Das Menü G-MODE wird mit der Game-Taste aufgerufen.

Hier finden sich einige interessante Einstellmöglichkeiten: ThruMode, ARC und Automatische Helligkeit.

Wenn der ThruMode im GAME-Menü eingeschaltet wird, deaktiviert der Monitor laut Hersteller seinen Bildzwischenspeicher. Im SETUP-Menü findet sich zudem noch die nicht näher dokumentierte Einstellung „Response Time Control = ein / aus“. Die Auswirkungen dieser Einstellmöglichkeiten auf das Input-Lag des W2363D werden wir später noch untersuchen.

ARC (Aspect Ratio Control) ermöglicht die Auswahl unter folgenden Bildskalierungen: 1:1 (pixelgetreu), Auto (seitengerecht) und Vollbild (bildfüllend).

Die Automatische Helligkeit aktiviert die dynamische Kontrastregelung. Damit soll der hohe dynamische Kontrastwert von 70.000:1 erreicht werden, was wir aber nicht nachprüfen konnten.

Hauptmenü

Das Hauptmenü des LG W2363D ist in vier Bereiche aufgeteilt. Drei davon beeinflussen das Bild (BILD / FARBEN / GLEICHLAUF), und SETUP ermöglicht allgemeine Einstellungen wie z.B. die Sprache des OSD.

Lg Flatron W2363d Monitor Osd Main
OSD Hauptmenü.

Die Gestaltung der Menüs ist nüchtern, sehr übersichtlich und leicht verständlich. Die Darstellung ist stets auf maximal 5 Einstellungen pro Seite beschränkt, daher muss man bei manchen Menüseiten auf eine Folgeseite achten, auf die dann mit einem kleinen Dreieckszeiger hingewiesen wird. Die Menüpunkte sind größtenteils selbsterklärend. Anders als bei vielen Monitoren üblich ist das Handbuch sogar einigermaßen ausführlich und gibt zu jeder Einstellung eine hilfreiche Erläuterung. An die Navigation mit den Berührungssensoren hat man sich schnell gewöhnt – sie reagieren recht empfindlich, aber exakt. Nur sollte man nicht genau auf die Beschriftung drücken, sondern einige Millimeter oberhalb.

Lg Flatron W2363d Monitor Osd Setup
Lg Flatron W2363d Monitor Osd Hdmi
Links: Menü Setup, Seite 2; rechts: Menü Bild (HDMI-Eingang).

Neben den üblichen Grundeinstellungen für Helligkeit und Kontrast kann man hier auch die Einstellungen Gamma und Schwarzwert verändern. Der Gammaregler sollte allerdings nur unter Einsatz eines Kolorimeters benutzt werden. Der Schwarzwert kann nur bei HDMI eingestellt werden, „hoch“ steht hierbei für RGB 16 und „tief“ für RGB 0.

Auch das Farbmenü überrascht angenehm: neben der freien Farbeinstellung mit separaten RGB-Reglern werden 5 Presets mit unterschiedlichen Farbtemperaturen angeboten. Drei davon sind mit sRGB, 6500K und 9300K aussagekräftig bezeichnet. Wie sich sRGB und 6500K unterscheiden und ob die Farbtemperaturangaben zutreffen, wird die Kalibrierung zeigen. Verschiedene selbst erstellte User-Presets kann man leider nicht speichern.

Lg Flatron W2363d Monitor Osd Farben1
Lg Flatron W2363d Monitor Osd Farben2
Links: Menü Farben, DVI; rechts: Menü Farben, zusätzlich bei HDMI.

Im Farb-Menü erkennt man dann, warum LG die HDMI-Eingänge im Handbuch mit dem Hinweis „für AV-Geräte optimiert, keine Unterstützung für PC“ versieht: ein detailliertes Farbmanagement ist nur am DVI-Eingang möglich. Für die HDMI-Eingänge sind dagegen nur die beiden Einstellungen „Farbton“ und „Sättigung“ vorgesehen. Es empfiehlt sich daher, den Monitor immer per DVI mit dem PC zu verbinden, selbst wenn der PC einen HDMI-Ausgang haben sollte.

Bildqualität

Im LG W2363D kommt ein mattes TN-Panel mit 0,265 mm Pixelgröße zum Einsatz. Subjektiv wirkt die unkalibrierte Bildqualität für diesen Paneltyp zunächst nur befriedigend. Farben erscheinen sehr kräftig bei übersteigertem Kontrast. Der horizontale und vertikale Blickwinkel erscheint sehr beschränkt wie bei den meisten TN-Bildschirmen dieser Größe, außerdem wird das Bild sehr schnell gelbstichig. Vor allem beim Blick von der Seite oder von unten erreicht der Farbeindruck bei weitem nicht die Qualität eines Panels mit VA- oder IPS-Technologie.

Technologiebedingt erreichen TN-Panels zudem nur sechs Bit Farbtiefe, weshalb die nicht unterstützten Farben durch Dithering simuliert werden müssen. Je nach der Qualität der Implementierung können so trotz der beschränkten Farbtiefe dennoch mehr oder weniger gleichmäßige Farbverläufe erzielt werden. Gelingt das Dithering eher schlecht, werden Muster im Bild oder Farbflimmern erkennbar.

Auflösung

Die Auflösung des W2363D erreicht mit 1.920 x 1.080 Punkten den aktuellen Standardwert für 16:9-Panels mit 23 Zoll Größe. Diese native Auflösung reicht für die Filmbetrachtung mit Full HD. Auch die beiden HDMI-Eingänge unterstreichen die Eignung als Display für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen.

Beim Reset im OSD stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100 Prozent (H100), Kontrast 70 Prozent (K70), Farbpreset 6500K. Diese Werte wurden zunächst für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet. Wie schon beim W2363V zeigte sich, dass mit der etwas abgesenkten Kontrasteinstellung 60 (K60) bessere Ergebnisse erzielt wurden, wenn auch zum Preis von etwas Verlust an maximaler Helligkeit.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!