Test Monitor LG Flatron W2363D
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Die Belüftungsschlitze reichen nahezu über die gesamte Breite der hinteren Gehäusehälfte. Das Innere des Monitors ist durch die schwarzen Gitterstäbe hindurch dezent sichtbar. Die Hintergrundbeleuchtung des Panels scheint im Dunkeln nicht durch. Gewittertierchen finden zwar Einlass, werden aber nicht durch einen Lichtschein angelockt.

Lg Flatron W2363d Monitor Belueftung
Die Belüftungsschlitze sind großzügig dimensioniert.

Der W2363D gab im Test in allen Einstellungen keinerlei Geräusch von sich, weder Brummen noch Pfeifen waren zu hören. Dies war beim W2363V anders, der meist ein leises Summen produzierte. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer großen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen EU-Richtlinie
38,7 W k.A.
48,0 W 37,6 W k.A.
30,4 W k.A.
23,2 W k.A.
max. 1,6 W 1,4 W 2,0 W
max. 1,0 W 0,4 W 1,0 W

TN-Bildschirme sind beim Stromverbrauch üblicherweise deutlich sparsamer als solche mit PVA- oder IPS-Panel. Das englische Handbuch nennt hier 49 Watt, das deutsche Datenblatt immerhin noch 42 Watt (typisch) für den W2363D. Beide Werte erscheinen hoch, vor allem angesichts des zunehmenden Angebots an wesentlich sparsameren LED-Bildschirmen. Unsere Messung ergibt allerdings einen wesentlich besseren Wert von nur 37,6 Watt bei der voreingestellten Helligkeit von 100 Prozent. Auch angesichts der dabei erzielten sehr hohen Leuchtdichte ist dies doch ein beachtliches Ergebnis.

Jede Änderung der Helligkeit wirkt sich beim W2363D auf den Stromverbrauch aus. Bei der empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² sinkt der Messwert auf 30,4 Watt. Am Arbeitsplatz ist dieser 23 Zoll Monitor damit kein Stromsparer, bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler sind die Verbrauchswerte dagegen gut.

Im Standby-Modus zeigt das Strommessgerät sparsame 1,4 Watt an, ausgeschaltet sind es immer noch 0,4 Watt. Die Vorschriften der aktuellen EU-Richtlinie 1275/2008 für den Standby-Verbrauch sind mit diesen Werten erfüllt, dennoch sollte der Monitor im ausgeschalteten Zustand besser gar keinen Strom verbrauchen. Insgesamt sind die Verbrauchsangaben des Herstellers nicht sehr genau, aber auch nicht beschönigend.

Anschlüsse

Der LG W2363D bietet mit 1 x DVI und 2 x HDMI gleich drei digitale Signaleingänge an. Hinzu kommt nur noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse als Audioeingang für den DVI-Betrieb. Das hintere Anschlusspanel sieht ungewöhnlich sparsam bestückt aus. Deutlich erkennt man im Foto den starken Glanzeffekt des schwarzen Gehäuses.

Lg Flatron W2363d Monitor Anschluesse
An der Rückseite findet man lediglich zwei Anschlussbuchsen.

Somit können neben dem PC am DVI-Anschluss noch zwei HDMI-Zuspieler dauerhaft angeschlossen bleiben, ohne dass ein Umstöpseln nötig wäre – das ist schon eine vorbildliche Ausstattung, die man eher selten findet. Die HDMI-Eingänge kennzeichnet LG allerdings mit dem Hinweis „für AV-Geräte optimiert, keine Unterstützung für PC“.

Die beiden HDMI-Eingänge wurden nicht an der Rückseite, sondern seitlich links eingebaut. Für den schnellen Anschluss einer Spielekonsole sind sie damit leichter zu erreichen, als wenn man an die Rückseite des (nicht drehbaren) Monitors gelangen müsste. Bei dauerhaftem Anschluss sollte man hier schwarze Kabel verwenden und sie stramm nach hinten führen, um den optischen Eindruck nicht durch seitlich abstehende Kabel zu stören.

Optisch gelungen und dazu noch praktisch ist der Kopfhörerausgang, der am linken Ende des schwarzen Balkens unterhalb des Panels eingebaut wurde (3,5 mm Klinkenbuchse). Die Stromversorgung erfolgt an der Rückseite über den üblichen Kaltgerätestecker. Eine Kabelführung ist nicht vorhanden.

Lg Flatron W2363d Monitor Hdmi
Lg Flatron W2363d Monitor Kopfhoerer
Links: Seitlich eingebaute HDMI-Anschlüsse; rechts: Gelungener Ausgang für den Kopfhörer.

Bedienung

Die acht Bedientasten des LG W2363D sind rechts am unteren Bildschirmrahmen angeordnet. Sie arbeiten mit etwas Gewöhnung sauber, aber als berührungsempfindliche Elemente natürlich ohne jeden Druckpunkt. In der frontalen Draufsicht ist nur die fast schon zu dezente Beschriftung sichtbar. Dies sieht gut aus, und dennoch lassen sich die Tasten gut bedienen. Tastendrücke quittiert der Monitor mit einem leisen Piepsen.

Nach einigem Gebrauch überzeugen die Touchtasten nicht mehr. Nicht nur im Dunkeln, sondern generell bei wenig Licht fällt es schwer, die richtige Taste zu erwischen. Schon das Gegenlicht des aktiven Bildschirms reicht in leicht abgedunkelter Arbeitsumgebung aus, um die Tastenbeschriftung in unleserlicher Dunkelheit versinken zu lassen – der Blindflug durch das OSD wird mit der Zeit extrem lästig. Zudem wird der Tastenbereich durch eine schnell wachsende Schicht von Fingerabdrücken zunehmend unansehnlich.

Lg Flatron W2363d Monitor Tasten
Die Touchtasten sind sehr dezent beschriftet.

Als einziges Anzeigeelement sieht man im Normalzustand rechts unten eine kleine LED, die bei eingeschaltetem Monitor blau leuchtet. Obwohl diese Leuchte mit etwa 4 mm Durchmesser ziemlich winzig ausfällt, leuchtet sie doch recht intensiv und kann während des Filmschauens im abgedunkelten Raum merklich stören. Hier hat LG mitgedacht und bietet im OSD die Möglichkeit, die Betriebsanzeige einfach abzuschalten.

Die „TruLight“-Taste kann die bis hierhin noch recht elegante Optik erheblich aufpeppen: vier wählbare Animationsstufen erzeugen verschiedene Lichteffekte, die innerhalb des schwarzen Balkens unter dem Panel ablaufen. Zum Beispiel leuchtet beim Ein- und Ausschalten des Monitors sowie beim Wechsel vom oder zum Standby-Betrieb eine Reihe von weißen Lichtstreifen im Balken auf, dazu erklingt ein piepsiges Geklimper. Richtig spaßig wird es, wenn man eine Tonquelle mit dem Audio-Anschluss verbindet: der schwarze Balken mutiert zur Lightshow, die mit der Musik pulsiert. Der ein oder andere Käufer wird solche Gimmicks vielleicht mögen, aber einen praktischen Nutzen hat das ganz sicher nicht. Staunende Zuschauer beim ersten Vorführen sind allerdings garantiert.

Lg Flatron W2363d Monitor Trulight
TruLight in Aktion.

Warum LG trotz Audio-Anschluss und zugehöriger Elektronik keine eingebauten Lautsprecher spendiert hat, bleibt ein Rätsel. Wenn man mit dem Tonsignal etwas Sinnvolleres vorhat als es in nur einer Lightshow enden zu lassen, muss man es am Kopfhörerausgang wieder entnehmen – das erscheint so wenig plausibel, dass die meisten Käufer ihren PC wohl direkt an einen Verstärker anschließen werden.

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