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TESTBERICHT: NEC PA271W-BK Teil 8


Das Ende des Regelungsbereichs der Hintergrundbeleuchtung setzt ein gutes Stück vor dem Erreichen der Minimalhelligkeit ein. Ab diesem Punkt wird nur noch der Weißpegel abgesenkt, was sich negativ auf den Kontrast auswirkt. Die Hintergrundbeleuchtung ändert in diesem Fall ihre Helligkeit nicht mehr. Je nach gewählter ColorComp-Stufe liegt dieser Punkt an einer anderen Stelle, da die Helligkeit von Bildschirmen der PA-Reihe absolut festgelegt wird. In unserem Fall wurde die Hintergrundbeleuchtung, ohne Zuschaltung von ColorComp, ab etwa 100 cd/m² nicht mehr weiter gedimmt.

Die maximale Helligkeit (Farbtemperatur: nativ) liegt bei etwa 362 cd/m² und damit ein gutes Stück über der Werksangabe von 300 cd/m². Die Einstellungen im OSD reichen dennoch bis 400 cd/m². Bis zur Helligkeitseinstellung von 220 cd/m² korreliert dabei die Angabe im OSD gut mit der tatsächlichen Helligkeit (Abweichung max. 5 cd/m²), während danach die Lücke langsam größer wird. Ab einer Einstellung von etwa 350 cd/m² ist die Maximalhelligkeit dann erreicht. Die minimale Helligkeit entspricht mit 39 cd/m² der OSD-Vorgabe von 40 cd/m². Kann die gewünschte Leuchtdichte mit der gewählten ColorComp-Stufe nicht erreicht werden, wird die Funktion schrittweise zurückgefahren, ohne allerdings den Anwender über die aktuelle Stufe zu informieren. Die beiden Grafiken unten zeigen das Verhalten und Helligkeit und Schwarzpunkt (deren Quotient das Kontrastverhältnis definiert) für ausgeschaltetes und maximal aktiviertes ColorComp (Stufe 5).

Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei etwa 950:1. NEC verspricht mit der Angabe von 1000:1 also nicht zu viel. Ist der Regelungsbereich der Hintergrundbeleuchtung unterschritten, sinkt das Kontrastverhältnis natürlich rapide ab und erreicht bei minimaler Helligkeit immerhin noch gut 390:1. Mit beiden Werten positioniert sich der NEC PA271W damit vor seinem kleinen Bruder. Mit dem Zuschalten von ColorComp sinkt der Kontrast über große Teile des Helligkeitsbereiches, außer den beiden Enden, ab. Dieses Verhalten passt zur Funktionsweise der Kompensationsschaltung, die in Helligkeit abweichende Bildsegmente "einpasst". Dabei sinkt der Weißpegel insgesamt. Die Funktion sorgt auch für farbliche Korrekturen.

Einfluss auf das Kontrastverhältnis hat auch der gewählte Weißpunkt. Nur bei einer RGB-LED Hintergrundbeleuchtung kann der Weißpunkt direkt über die Hintergrundbeleuchtung angepasst werden. In allen anderen Fällen, so auch beim NEC PA271W, ist eine Variation nur auf Panelbasis möglich. Im Falle der Kalibration auf D50 als Weißpunkt messen wir bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² einen Kontrast von 663:1, während es bei gleicher Leuchtdichte und D65 als Weißpunkt gut 730:1 sind (ColorComp jeweils auf Stufe 3).

Helligkeits- und Kontrastverlauf des NEC PA271W (links: ColorComp aus, rechts: ColorComp Stufe 5).

Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert.

Ohne ColorComp wären Helligkeits- und Homogenitätsabweichungen für ein Produkt dieser Preisklasse allenfalls auf mäßigem Niveau. Mit ColorComp (hier auf maximaler Stufe) ändert sich dieser Eindruck, und der NEC PA271W erreicht ein gutes, wenn auch nicht sehr gutes, Ergebnis. Dafür sollte man die Einbußen im Kontrast in jedem Fall in Kauf nehmen, zumal sie zwar spürbar, aber nicht dramatisch sind. Andere Hersteller lassen dem Anwender erst gar keine Wahl, und aktivieren Kompensationsschaltungen automatisch, sofern sie solche Funktionen überhaupt verbauen.

An 15 Messpunkten wurde die Helligkeitsverteilung (linkes Bild) und Bildhomogenität (rechtes Bild) überprüft - ColorComp aus.

An 15 Messpunkten wurde die Helligkeitsverteilung (linkes Bild) und Bildhomogenität (rechtes Bild) überprüft - ColorComp 5.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Auch TN-Panels erreichen ähnliche Blickwinkel auf dem Papier, dies aber bei einem Restkontrast von 5:1. Damit sind die Werte nicht vergleichbar. Außerdem werden weitere, farbmetrische Veränderungen nicht die Angabe einbezogen.

Wichtiger als die Blickwinkelangabe unter Einbeziehung des Restkontrastes ist daher die tatsächliche, subjektive Blickwinkelstabilität ohne sichtbare Farbverfälschungen, Negativeffekte oder Veränderung anderer Bildparameter.

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