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TESTBERICHT: Dell U2412M Teil 16


Tonwertumfang

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Zuspielung von Videoinhalten beachtet werden muss, ist der korrekte Tonwertebereich. Im Videobereich ist nämlich leider immer noch die (aus heutiger Sicht völlig sinnlose) Beschneidung des RGB-Wertebereichs auf Tonwerte von 16-235 üblich; viele Zuspielgeräte (z.B. auch der im Test verwendete Sony BDP-S370) können nur das beschnittene Signal ausgeben. Geht der verwendete Monitor jedoch von dem im PC-Bereich üblichen (und sinnvollem) vollständigem Wertebereich von 0-255 aus, so führt diese Kombination zu einem äußerst schlechtem Schwarzwert und Kontrast, da die 16 dunkelsten und die 16 hellsten Graustufen des Monitors ungenutzt bleiben.

Der Ultrasharp U2412M verhält sich auf diesem Gebiet absolut vorbildlich: Er erkennt automatisch und unabhängig vom verwendeten Farbmodell, in welchem Tonwertumfang das Signal zugespielt wird und passt die Anzeige entsprechend an. So wurde im Test in jeder Situation das Signal absolut korrekt angezeigt.

Fazit zur Videotauglichkeit: Das Verwenden externer Zuspieler ist aufgrund der fehlenden Unterstützung des 16:9-Seitenverhältnisses nicht sinnvoll möglich. Sein prinzipiell gutes Potential zur Video-Wiedergabe kann der U2412M also nur angeschlossen an einen PC ausspielen, der dem Monitor Aufgaben wie die Skalierung abnimmt.

Bewertung

Blickwinkelabhängigkeit: ++
Kontrasthöhe: +
Farbraum: +
Subjektiver Bildeindruck: +
Graustufenauflösung: +/-
Homogenität: +/-
Interpoliertes Bild: -
Gehäuseverarbeitung/Mechanik: ++
Bedienung/OSD: ++
Geeignet für Gelegenheitsspieler: ++
Geeignet für Hardcorespieler: +
Geeignet für DVD/Video: + (über PC) – (über externe Geräte)
Preis [incl. MWSt. in Euro]: 230,98 €

++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Technische Spezifikationen

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Fazit

Dass der DELL U2412M ein Office-Spezialist ist, liegt auf der Hand: Die vielfältigen mechanischen Freiheitsgrade, die Wahl der Schnittstellen, das 16:10-Seitenverhältnis – alles scheint konsequent auf den Bürobetrieb und Produktiveinsatz ausgerichtet zu sein. Und hier muss man sagen: Dieses Konzept geht auf.

Die 120 zusätzlichen Pixel, die das Panel im Vergleich zu einem gewöhnlichen Full-HD-Monitor in der Höhe bietet, hören sich nicht nach viel an. Im Praxiseinsatz lernt man die größere Höhe aber schnell zu schätzen und mag sie bald nicht mehr missen. Auch sonst kann der Monitor im Schreibtischeinsatz rundum überzeugen – zumindest solange es um Textverarbeitung, E-Mail und Internet geht.

Sobald die Grafikbearbeitung mit gehobenen Ansprüchen auf dem Wunschzettel steht, müssen hingegen deutliche Abstriche gemacht werden und das liegt keinesfalls am Blickwinkel. Der ist nämlich für ein e-IPS Panel ausgezeichnet. Leider ist weder die Werkseinstellung, noch einer der vordefinierten Modi dem sRGB Farbraum nahe. Nach einer Kalibration erzielt man hier zwar deutlich bessere Ergebnisse, die auch für ambitioniertere Fotografen durchaus in Ordnung gehen. Ein Gammaregler ist grundsätzlich eine gute Sache, nur bietet der DELL U2412M lediglich zwei vordefinierte Werte und selbst diese liegen jenseits des gewünschten Wertes von 2,2.

Wer in Arbeitspausen bei einem Spiel entspannen möchte, kann sich am U2412M auch in schnellen Action-Spielen austoben. Die Reaktionszeiten sind dank der 6-Bit-Farbansteuerung und des Overdrive für ein IPS-Panel recht flink und somit für alle Arten von Spielen geeignet.

Im Video-Bereich macht der Ultrasharp U2412M solange eine gute Figur, wie er von einem PC angesteuert wird, der dem Monitor das Signal mundgerecht serviert. Hier macht er dann aber auch tatsächlich Spaß und überzeugt durch gute Reaktionszeiten, hohen Kontrast und weite Blickwinkel. In dem Moment, wo auch mal ein DVD- oder Bluray-Player angeschlossen werden sollen, ist man jedoch beim U2412M an der falschen Adresse. Für diesen Einsatzzweck wurde der Monitor schlichtweg nicht konzipiert.

Alles in allem kann man das Konzept des DELL U2412M als gelungen bezeichnen. Der Monitor wird kompromisslos allen Ansprüchen gerecht, die im Büro an ihn gestellt werden. Der von DELL angestrebte Verkaufspreis liegt in Deutschland inklusive Mehrwertsteuer bei 343,00 Euro und das ist für die gebotene Leistung durchaus moderat.

Gesamturteil: GUT


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