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TESTBERICHT: Asus VS239H Teil 6


Reaktionsverhalten

Den VS239 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Die Reaktionszeit wird im Datenblatt mit 14 Millisekunden angegeben. Wir messen den schnellsten Grauwechsel mit sehr langen 22,5 Millisekunden und Schwarz-Weiß mit 19,1 Millisekunden.

Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 31,0 Millisekunden selbst für ein IPS-Panel schon ziemlich lang.

Lange Schaltzeiten, sehr neutrales Beschleunigungsverhalten.

Eine Overdrive-Option im OSD gibt es nicht. Die gemessenen Helligkeitsverläufe zeigen keine signifikante Beschleunigung, Überschwinger bleiben an allen Messpunkten aus. Die Schaltzeiten sind dadurch deutlich länger als technisch möglich wäre, daher sind die Helligkeitswechsel meist erst nach 1,5 Frames abgeschlossen.

Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim VS239 ist die Signalverzögerung mit nur 1,0 Millisekunden extrem kurz. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen im Durchschnitt noch weitere 15,5 Millisekunden, die mittlere Gesamtlatenz fällt mit insgesamt 16,5 Millisekunden schon etwas länger aus.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung des VS239 ist PWM-gesteuert, um Helligkeiten unterhalb von 100 Prozent einzustellen werden kurze Dunkelzeiten eingelegt. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir eine Umschaltfrequenz von 240 Hz, das Tastverhältnis beträgt nur 52 Prozent.

Sehr empfindliche Menschen könnten daher vielleicht ein Backlight-Flimmern wahrnehmen, in den allermeisten Fällen wird dies aber nicht zu sehen sein.

Das Backlight ist PWM-gesteuert.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Bei schnellen Bewegungen kann allerdings eine Bewegungsunschärfe und eine Schlierenbildung wahrgenommen werden.

Ambitionierte Spieler mögen daher etwas vorsichtiger sein, da das IPS-Panel nicht die schnellen Schaltzeiten von TN-Panels aufweisen kann.

Bewegungsunschärfe und Schlierenbildung bei sehr schnellen Bewegungen.

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