Test Monitor Asus VS239H
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Die Zuspielung von halbbildbasierten Signalen im PAL und NTSC-Format ist ebenfalls möglich. Die Wiedergabe von leicht bewegten Texturen erfolgt im PAL-Format jedoch flimmernd und führt damit zu einer im Film nicht vorhandenen Bildunruhe. NTSC-Signale mit 3:2 Kadenz werden demgegenüber gut verarbeitet.

Filme mit mehreren Zuschauern sind mit dem Asus VS239H problemlos möglich, denn die geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe garantiert auch den ganz außen Sitzenden noch ein hervorragendes Bild.

Overscan

Das OSD des VS239H bietet für den HMDI-Anschluss auch eine Overscan-Option an. Gewöhnlich dient sie zur Entfernung störender Bildränder und ist daher ausgeschaltet. Wird sie eingeschaltet, schneidet sie einen recht schmalen Bildrand weg und skaliert den verbleibenden Bildanteil mit den entsprechenden Interpolationsverlusten auf Vollbild.

Der Umfang dieses Beschnitts ist nicht einstellbar. Filme im 1,66:1 Kinoformat oder im PAL-Fernsehformat werden mit schwarzen seitlichen Balken dargestellt. Filme im 1:2,35 Kinoformat weisen oben und unten schwarze Balken auf. Diese können durch das Aktivieren der Overscan-Funktion geringfügig verringert werden.

Farbmodelle und Signallevel

Eine Anpassung des Signalpegels und des Farbmodells am HDMI-Eingang ist beim Asus VS229H leider nicht möglich. In einem kurzen Versuch arbeitete die automatische Signalpegelanpassung am PC und am BD-Player korrekt.

Bei der Umschaltung des Farbmodells von RGB auf YCbCr kam die Tonwertspreizung nicht ganz mit, die untersten drei Schwarzstufen gingen verloren.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
3.7

(GUT)

Fazit

Der Asus VS239H vermittelt insgesamt einen positiven Eindruck und kann den guten Eindruck seines kleineren Bruders VS229H bestätigen. Dank seines IPS-Panels und seines dynamisch regelbaren LED-Backlights zeichnet er sich durch eine sehr gute Blickwinkelstabilität und durch hohe Kontrastwerte aus. Allerdings sorgt das Backlight auch, wie schon beim VS229H, für eine ungleichmäßige Ausleuchtung, die nur als zufriedenstellend bewertet werden kann. Die Helligkeitsverteilung ist dagegen gut.

Mit dem IPS-Panel spielt der Asus VS239H seine Stärken bei der Blickwinkelstabilität und der geringen Farbverschiebung aus. Die gute Farbwiedergabe macht ihn auch für die (nicht-professionelle) Grafikbearbeitung interessant. Lediglich die dunklen Schattenpartien sind nicht so gut durchgezeichnet. Dank des LED-Backlights ist auch der Stromverbrauch für ein IPS-Panel dieser Größe gut. Gegenüber TN-Panels und auch gegenüber seinem kleineren Bruder fallen allerdings die Schaltzeiten spürbar höher aus, was den Monitor zum spielen schneller Shooter weitestgehend disqualifiziert.

Zwar bleibt auch der VS239H noch für Gelegenheitsspieler interessant, obwohl bei sehr schnellen Bewegungen Schlieren erkennbar sind. Ohne Overdrive-Beschleunigung war hier aber auch keine Höchstleistung zu erwarten.

Bei der Betrachtung von Filmen und Videos tauchen dagegen nur sehr wenige Probleme auf, zumal die große Blickwinkelstabilität das bequeme Betrachten von Filmen ermöglicht, ohne auf die Sitzposition achten zu müssen. All dies erhält man zu einem Preis, der für ein IPS-Panel als sehr günstig zu bezeichnen ist.

Die Gesamtwertung ist nur knapp gut ausgefallen, aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses aber dennoch gerechtfertigt.

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