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TESTBERICHT: Asus MX279H Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe ist bei nativer Auflösung sehr gut. Bei 1.280 x 720 erkennt man, dass einige zusätzliche Bildpunkte eingefügt wurden. Das Schriftbild bleibt trotzdem klar lesbar, obwohl ein leichter Eindruck von Unschärfe entsteht. Farbsäume entstehen nicht, der in den oben dargestellten Bildern dargestellte Farbschleier über dem Bild ist bei der Aufnahme entstanden und war im Live-Betrieb nicht zu erkennen.

Was beim Text sehr gut funktioniert, gelingt bei Grafiken nur bedingt. Bei der Gittergrafik entstehen durch zusätzlich eingefügte Bildpunkte vor allem bei Diagonalen unschöne Muster (siehe Bildmitte). Bei feineren Strukturen gehen einige Details verloren, was man z.B. bei den engeren, vertikalen Linien sieht.

Das Verhalten ist über das gesamte Display betrachtet gleich. Es gibt keine Bildbereiche, die positiv oder negativ von der Grafik im Zentrum abweichen.

Reaktionsverhalten

Den MX279 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden (GtG). Die Beschleunigung kann mit der Option AMA in sechs Stufen zwischen Aus und 100 gewählt werden, voreingestellt ist die AMA-Stufe 60. In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,6 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 8,0 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 10,5 Millisekunden.

AMA 60: Flinke Schaltzeiten bringen deutliche Überschwinger mit sich.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart zeigt den Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent. Man erkennt, dass man diese für IPS-Panels recht flinken Schaltzeiten zu Lasten deutlicher Überschwinger erhält. Bei den dunkleren Grauwechseln werden die Überschwinger immer kräftiger, in schnell bewegten dunklen Szenen ist also mit sichtbaren Artefakten zu rechnen.

AMA 100: Schaltzeiten nur wenig kürzer, aber noch kräftigere Überschwinger.

In der höchsten AMA-Einstellung 100 wirkt der Overdrive noch etwas kräftiger, die mittlere Bildwechselzeit verkürzt sich aber nur auf 8,5 Millisekunden. Trotzdem nehmen die Überschwinger noch einmal stark zu, vor allem bei den dunkleren Bildwechseln steigt die Anstiegsflanke auf mehr als das Doppelte der Sollhelligkeit. Für diese Einstellung sollten sich nur passionierte Gamer entscheiden, die jede Millisekunde herausholen wollen ohne Rücksicht auf Bildartefakte.

Als Allroundeinstellung für Videos, aber auch für Office- und Internetanwendungen empfehlen wir dagegen die stark abgesenkte Einstellung AMA 20, hier gibt es videotaugliche Schaltzeiten mit kleinen Überschwingern.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim MX279 messen wir die Signalverzögerung mit extrem kurzen 0,7 Millisekunden. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit nur 4,2 Millisekunden (AMA 100) ebenfalls sehr kurz. Die mittlere Gesamtlatenz von nur 6,2 Millisekunden stellt auch für sehr anspruchsvolle Gamer ein hervorragendes Ergebnis dar.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des MX279 arbeitet mit White LED, für die Helligkeitsregelung wird die verbreitete PWM-Technik eingesetzt.

Bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Nach der Abregelung auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt das Chart die PWM-typische Taktung, wir messen die Schaltfrequenz mit 270 Hz und die Tastrate mit 48 Prozent. Die Frequenz ist noch nicht besonders hoch, die Tastrate dagegen recht niedrig. Anwender mit hoher Empfindlichkeit könnten daher ein Backlight-Flimmern bemerken.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

In der Praxis waren bei Spielen und Videos nur leichte Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu erkennen. Beim PixPerAn-Lesbarkeitstest konnte mehrfach die 7. Stufe erreicht werden, was einen sehr guten Wert darstellt. Wenn sich kontrastreiche Bilder schnell bewegen (schwarze Schrift auf weißem Grund), sind die Nachzieheffekte etwas deutlicher zu erkennen. Insgesamt bewegen sie sich aber im Normalbereich und werden vielleicht nur deswegen deutlicher wahrgenommen, weil in einem Test nun mal nach solchen Dingen explizit gesucht wird.

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2 Kommentare vorhanden


Hallo,

ließe sich der Bildschirm bereits für die Bildbearbeitung empfehlen oder weicht er farbverbindlich zu weit ab? Dies wird mir aus dem Fazit nicht ganz klar, inwiefern das Banding stört.

Gruß
Also für den Haugebrauch sicherlich alles im grünen Bereich. Für professionelle EBV aber sicher nicht so geeignet.

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