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TESTBERICHT: Asus PB248Q Teil 5


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier beeindruckt der PB248Q mit sehr guten 99,7 Prozent. Selbst der Adobe-Wert (hier ohne Charts) kann sich mit 78 Prozent für ein Gerät ohne erweiterten Farbraum sehr gut sehen lassen.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD finden wir folgende Werkseinstellung vor: Bildmodus Standard, Farbeinstellung 6500K, Helligkeit 90 und Kontrast 80.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Nativ.

Die Farbstimmung in der Werkseinstellung trifft die 6500K der sRGB-Norm sehr genau. Die Graustufen sind bis auf den dunkelsten Messpunkt sehr gleichmäßig, die deltaC-Abweichungen und auch der Rangewert bezogen auf das native Weiß sind sehr gering. Auch die Abweichungen bei den Buntfarben sind für ein unkalibriertes Gerät überraschend gut, ausgerechnet bei den drei Grundfarben RGB aber erhöht. Die Gammakurve verläuft ein wenig flacher als die Normkurve, was aber keinesfalls problematisch ist.

Nicht nur für gewöhnliche Anwendungen wie Office, Internet und Filmen ist die Farbwiedergabe sehr gut, selbst für hohe Ansprüche z.B. bei Schwarz-Weiß-Fotografie wird hier schon viel geboten. Für die Bewertung der Werkseinstellung ziehen wir nur die Graubeurteilung heran, damit hätte es fast schon für eine sehr gute Note gereicht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Von einem unkalibrierten sRGB-Modus sollte man fairerweise nicht mehr erwarten als dieser 6500K-Modus bereits bietet. Tatsächlich haben die Entwickler auch nicht mehr herausgekitzelt, für das bloße Auge ist kein farblicher Unterschied zwischen beiden Einstellungen zu erkennen. Die Ergebnisse der Messsonde sind im Rahmen der Toleranzen ebenfalls praktisch identisch.

Im sRGB-Modus muss sich der PB248Q in vollem Umfang nach unseren Kriterien messen lassen, doch auch damit hat er keine Mühe. Spielend sichert er sich erneut eine gute Bewertung – bei unkalibrierten Geräten wird diese Note nur selten erreicht. Der Helligkeitsregler ist nicht gesperrt, es fällt aber auf, dass der sRGB-Modus bei gleicher Stellung des Helligkeitsreglers sichtlich dunkler als der 6500K-Modus ist. Eine Rolle spielt das nicht – wer die 45 cd/m² mehr auch noch braucht, der wechselt einfach zu 6500K.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Anwendermodus justiert. Grün und Blau mussten wir ein wenig absenken, die verloren gegangene Helligkeit war mit fünf Punkten beim Helligkeitsregler schnell wieder ausgeglichen. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,23 war in Ordnung. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das von X-rite mitgelieferte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass die Kalibration sehr gut gelingt. Die Abweichungen bei den Graustufen sind jetzt nur noch minimal, selbst der Rangewert liegt unter 1,0. Die Mischung der Buntfarben ist gleichfalls sehr gut, nur der typische Blau-Balken ragt deutlich hervor. Der Gammaverlauf hält sich jetzt gut an die Normkurve. Der Kontrastwert hat sich durch die Kalibration nicht verschlechtert.

Die große Farbraumabdeckung und die sehr gute Farbwiedergabe nach der Kalibrierung machen den PB248Q auch für farbkritische Anwendungen attraktiv. Trotz der ohnehin schon beachtlich guten Farbwiedergabe ab Werk sollten ambitionierte Käufer in jedem Fall die Beschaffung eines LED-tauglichen Colorimeters erwägen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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15 Kommentare vorhanden


Danke für den tollen Bericht! :-)

Darf ich fragen, wie es beim Asus PB248Q um die Entspiegelung bestellt ist? Beim NEC EA244WMi hatten Sie gesondert darauf hingewiesen, dass selbst bei naher Betrachtung kein Glitzern auszumachen ist. Wie sieht es im Vergleich dazu beim Asus aus? (Sofern ich diese Info nicht überlesen habe.)

Hebt sich der Asus nicht von anderen Monitoren ab, sprich ist das Glitzern so stark, dass es empfindliche Personen stören könnte?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

- I am comparing this to the Eizo EV2436W, would you consider them to be at a similar level price / quality wise?
- The user manual states the possibility of disabling the power led (you wrote no option) can you check that out ?
- Can you identify the panel maker ? is it a true 8 bit panel or 6bit+frc ? and the LUT ?
- How would you rate the panel coating, light, medium or hard matte ?
- If I get this monitor I will not have access to a colorimeter. If I do will you be kind and able to provide a calibrated ICC file and/or brightness, 6 axis hue/saturation, gain and offset settings (semi dark room) ?
- Does it show true whites or are they tinted ?
- How about >60hz (70/72Hz etc) refresh rates at the available resolutions on the dp/vga/hdmi/dvi inputs, is it possible?
- Is pwm on for all brightness levels ?
- how do you think the panel is able to achieve 9.400Hz (it is so much higher than any other similarly priced offer on the market) ?
- Is focus setting on the display useful, have you tested it ?

Thank you for your time
Ein Glitzereffekt, wie er vor einigen Jahren bei einigen IPS-Panels zur Steigerung der Brillanz eingesetzt wurde, ist beim Asus nicht auszumachen.
As we tested the monitors separately, it's difficult to compare them now directly. Illumination an homogeneity is better on the Eizo. The Asus is a little bit less neutral but more sporty. I would rate the panel coating as medium. Focus setting could be of value but is of restricted range.
ok philco thks for the comment

are you able to identify the panel maker ? do you think it is 6bit+frc or 8bit ?
Besten Dank für den aussagekräftigen Test. Ich wollte mir zum Mac Mini ein Display zulegen und war mir bezüglich der Größe und Preis-Leistung doch unsicher.

Nach dem sehr positiven Bericht habe ich mir den PB 248q gestern mittag bei Jacobs Elektronik bestellt und heute mittag ist er bereits eingetroffen. Das nenn ich fix. Dank nach Karlsruhe.

Der erste Eindruck ist "klasse Monitor". Die Farben sind sehr gut und machen keinen übersätigten Eindruch. Verarbeitung und keinerlei Geräusche überzeugen mich!

Mal sehen ob er sich für die Hobbybildbearbeitung eignet.

Harzradler
Hi,

I beg your pardon, but when i read the "PDF-Datei" colorimetric report it's written PB278Q next to Test device, not PB248Q.
Is it normal?

Thanks
No it is not normal ;-) The monitor name in the pdf document is wrong, but the data is correct. So you can ignore the display name.
Namen in den PDF-Dokumenten sind jetzt korrigiert.
Vielen Dank für den super Bericht. Allgemein mal ein Lob an diese tolle Seite, die sich Monitoren widmet, davon gibt es nämlich viel zu wenig!

Ich habe eine Frage, auch wenn diese schwer zu beantworten sein wird, da es recht subjektiv ist. Ich mache mir etwas Sorgen, dass die Markierungen um den Displayrand sich als störend erweisen könnten. Das fände ich sehr schade, da der Monitor ansonsten voll meinen Anforderungen entspricht.

Würdet ihr sagen, dass diese Markierungen sehr auffallen, oder sind diese eher dezent? Ich finde es recht schwierig, dies anhand der Fotos zu erkennen.

Vielen Dank!
Ich selbst habe die Markierungen leider noch nicht persönlich gesehen. Aber wir haben ja gerade einen Lesertest mit dem Nachfolgemodell (PA249Q) durchgeführt und keiner der drei Testkandidaten hat diesbezüglich irgendetwas negatives dazu geschrieben. Kam eigentlich ganz positiv an. Eine forderte dies sogar als Standard.
Ob ich diesen Monitor auch für Auto CAD und Bildbearbeitung nutzen kann. Ich bin mir immer noch unschlüssig welchen Monitor ich in 27 Zoll nehmen soll. Preise bis 350.-€ wären ok. Vielleicht hat jemand einen Tipp.
habe heute 2 von denen hier geliefert bekommen. Gingen direkt zurück, Lichthöfe wohin das Auge schaut. Ich frage mich wirklich ob es im Jahr 2014 nicht möglich ist Monitore herzustellen, die auf 100% der Bildschirmfläche eine gleiche Ausleuchtung haben.
Hallo zusammen

Hätte als Laie ein paar Fragen:

1.
Nachdem sowohl der Asus PA238Q wie auch der Asus PB248Q mit sehr gut bewertet wurden, wollte ich fragen, ob man daraus schliessen kann, dass es sich auch beim Asus PB238Q um einen sehr guten Monitor handeln wird.

2.
a.
Der Asus PA 238Q verbraucht laut Prad-Test maximal 41,1 Watt Strom (Herstellerangabe war 58 Watt). Der Asus PB248Q verbraucht laut Prad-Test maximal nur 21,0 Watt (Herstellerangabe: 65 Watt). Würden für den Asus PB238Q eher die 21,0 Watt oder doch noch die 41,1 Watt zu gelten haben?

b.
Wie viel KWh im Jahr verbraucht eigentlich ein Monitor mit gemessenem Stromverbrauch von 20 oder 40 Watt?

3.
Sind die Monitore Asus PA 238Q, Asus PB238Q und Asus PB248Q so gut entspiegelt (matt), dass man auch bei täglicher achtstündiger Büroarbeit (v. a. Schreiben von Texten im Word und von E-Mails) keine Probleme hat?

Für die Feedbacks besten Dank im Voraus.
Im CT Magazin für Computer & Technik 10/2013 erhielt der PB284Q im Punkt Ausleuchtung sogar ein 'gut' (Prad: 'zufriedenstellend'), wodurch es für das dort getestete Einzelgerät nach Prad-Mmasstäben für den subjektiven Bilkdeindruck vlleicht sogar zum 'sehr gut' gereicht hätte.

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